Was Sterbende am meisten bereuen

Die Australierin Bronnie Ware schrieb das Buch „Fünf Dinge, die Sterbend am meisten bereuen“:
• Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mir selbst treu zu bleiben, statt so zu leben, wie andere es von mir erwarteten.
• Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet.
• Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meinen Gefühlen Ausdruck zu verleihen.
• Ich wünschte, ich hätte den Kontakt zu meinen Freunden gehalten.
• Ich wünschte, ich hätte mir mehr Freude gegönnt.
Die Fragestellung umfasst den Sinn des Lebens.
Welchen Sinn hat mein Leben? Warum bin ich hier? Was darf ich hoffen?
Die Christliche Tradition beantwortet diese Frage mit dem Dienst am Nächsten auf dem Hintergrund des Glaubens an Gott.
Die modernen Gesellschaft verwechselt den Dienst an sich selbst mit dem Dienst am Nächsten. Jeder der für sich selbst sorgt funktioniert angeblich aus Sicht der Gesellschaft.
Aus christlicher Sicht existiert so zwar die Gesellschaft, ist jedoch sinnlos, kann dem Einzelnen keinen Lebenssinn vermitteln.
Die Australierin Frau Ware hat die Erkenntnisse der von ihr betreuten älteren Menschen am Ende des Lebens richtig formuliert:
Wer zu viel für sich selbst allein arbeitet, lebt am Leben vorbei. Das ist das Problem der Gegenwart. Rente mit 75 ist der nächste Schritt in Richtung eines sinnentleerten, dafür aber arbeitserfüllten Lebens.
Ein sinnerfülltes Leben ist die Grundlage jeder Gesundheit ist und kann von keiner Medizin ersetzt werden.
Arbeit als Leben:
„Nun drehten sich Zarathustra um zu seinen Jüngern und sprach: „Die Propheten des Kommunismus verkünden die glückliche Menschheit,
doch sie sehen ziemlich verbissen aus in ihrem Glück.
Und so sie arbeiten
– als für ihr Leben,
so ist das Ergebnis sehr mager
– als wie ihr Leben.“

(Zitat aus: „Also sprachen Jesus und Zarathustra“)
vgl. Beitrag FAZ:
http://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/menschen/protokoll-des-lebens-ich-wuenschte-ich-haette-mir-mehr-freude-gegoennt-12140032.html

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Foto: Lothar Brunke,