ALS – amyotrophe Lateralsklerose

„Bethesda – Wird die amyotrophe Lateralsklerose (ALS), die häufigste Erkrankung von Motoneuronen, durch Retroviren ausgelöst, die sich im Verlauf der Evolution ins menschliche Genom „geschlichen“ haben und durch Mutationen im Verlauf des Lebens wieder reaktiviert wurden? Für diese Hypothese liefern US-Forscher in Science Translational Medicine (2015; 7: 307RA153) zahlreiche Belege. Sollten sie zutreffen, dann könnten HIV-Medikamente bei der Erkrankung wirksam sein.“

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/64368/Studie-sieht-Schlaefer-Viren-als-Ursache-der-Amyotrophen-Lateralsklerose

De Therapie mit HIVMedikamenten verlief jedoch bereits vor Jahren erfolglos.

Wie ist dieser Vorgang aus der Theorie der chronischen Krankheiten nach Hahnemann zu beurteilen?

Hier ist eindeutig Nervengewebe geschädigt. Damit dürfte der Formenkreis der syphilitischen Erkrankungen im Sinne der chronischen Krankheiten betroffen sein. Syphilitische Krankheit kann heute nicht mehr wie bei Hahnemann als Syphilis im strengen Sinne betrachtet werden, sondern als Krankheit, die ähnliche Symptome erzeugt wie eine Syphilis. Syphilis selbst spielt bei uns heute eine untergeordnete Rolle.

Der obige Beitrag führt aus, dass 8% des Erbguts mit Retroviren durchsetzt ist.

Dann wörtlich:

„Zu einer Virusinfektion passt auch, dass die ALS im Gehirn an einer Stelle beginnt und sich dann allmählich über das gesamte Gehirn ausbreitet. Die ALS beginnt beim Menschen in der Regel im Alter von über 50 Jahren und endet innerhalb von drei Jahren mit dem Tod.“

Wenn man die Infektionstheorie ernsthaft vertreten will ergibt sich die Frage, aus welchem Grund die Infektion und Ausbreitung im Gehirn ausgerechnet bis nach dem 50. Lebensjahr wartet. Bei einer Infektion würde nahe liegen, dass sie vom Infektionszeitpunkt an, das ist vermutlich im Jugendalter, eine ständige Ausbreitung und Affizierung des Nervengewebes erfolgt.

Das ist offenbar nicht der Fall. Das Abwehrsystem ist in der Lage den Ausbruch der Erkrankung bis nach dem 50. Lebensjahr zu verschieben.

Dieser Verlauf ist jedoch sehr typisch für syphilitische Erkrankungen im Sinne der chronischen Krankheit Syphilis, besser analog Syphilis, nach Hahnemann.

Wir wissen natürlich nicht, ob da Retroviren tatsächlich die Ursache der Erkrankung bildet.

Wir behandeln diese Erkrankungen jedoch möglichst bevor sie ausbricht, wenn wir in der Familienanamnese eine gewisse Wahrscheinlichkeit erkennen können, dass unser Patient möglicher weise eine derartige Krankheit vererbt bekommen haben könnte.

Die dafür passenden homöopathischen Mittel hat Herr Hahnemann in seinen chronischen Krankheiten ausreichend beschrieben. Deshalb erspare ich mit dazu weitere Kommentare.

Abgrenzung zu Geistheilungen:

Die Vertreter der Geistheilungen in der Homöopathie sind der Auffassung, dass Krankheiten durch einen krankhaften Charakter vererbt werden, der nur erkannt und mit Hilfe des Periodensystems erfasst werden müsste. Diese Auffassung steht im Widerspruch zu den Schriften von Hahnemann.