Robert Spitzer – Homosexualitätsforscher gestorben

Herr Spitzer hat sich als Psychiater um eine Neudefinition der Homosexualität einen Namen gemacht.

„Es könne sich nicht um eine psychische Störung handeln, weil die medizinische Definition von Krankheit entweder die Empfindung subjektiven Schmerzes und Leidens oder eine allgemeine Beeinträchtigung der sozialen Funktion des Individuums verlange, erklärte er in der 1973 von ihm angestoßenen Debatte in der ‚Washington Post‘.“

http://www.tagesanzeiger.ch/wissen/medizin-und-psychologie/Homosexualitaetsforscher-Robert-Spitzer-gestorben/story/31944367

Wikipedia hat die Diskussion zur Studie wieder gegeben:

https://de.wikipedia.org/wiki/Robert_L._Spitzer

Von Interesse ist die Definition von Krankheit und Gesundheit, welche dem homosexuellen Menschenbild von Spitzer zu Grunde gelegt wurde.

Krank im psychischen Sinne ist nach seinen Ausführungen lediglich, wer eine allgemeine Beeinträchtigung der sozialen Funktionen oder subjektiv Schmerzen oder ein Leiden hat.

Die Ausgrenzung von Minderheiten ist keine Frage von Krankheit oder Gesundheit. Insofern sollte das Thema eher von dieser Seite betrachtet werden. Auch sollte in diesem Zusammenhang der Missbrauch der Psychiatrie in totalitären Staaten nicht vergessen werden. Ein bis heute kontrovers diskutiertes Thema.

Zur Ergänzung wäre anzumerken, dass der Fall Mollath gezeigt hat, dass sich die Psychiater in seinem Fall nicht an die Definition von Krankheit des Herrn Spitzer gehalten haben.

Er war weder sozial beeinträchtigt, da er als Automechaniker mitten im Leben sein Geld gut verdient hat.

Er hatte subjektiv keine Schmerzen oder ein sonstiges Leiden. Er war lediglich nicht mit den fragwürdigen Geschäften einverstanden, welche seine Frau begangen hat und drohte damit einen ganzen Geschäftszweig im Finanzwesen auffliegen zu lassen. Im Gegensatz zu den Homosexuellen hatte er jedoch keine Lobby hinter sich, sondern gegen sich.

http://www.spiegel.de/panorama/justiz/gust-mollath-scheitert-mit-revision-am-bundesgerichtshof-a-1066920.html

An diesem Beispiel lässt sich erahnen, das die Definition von Krankheit und Gesundheit lediglich eine gesellschaftliche Übereinkunft darstellt, die keinen objektiven oder wissenschaftlichen Charakter hat. Unsere Vorfahren haben Homosexualität noch als Straftatbestand angesehen und waren der Auffassung, dass dadurch die gesamtgesellschaftlichen sozialen Beziehungen aller Mitbürger so stark gestört werden, dass deren Ausübung unter Strafandrohung verboten wurde. Wir sollten nicht davon ausgehen, dass unsere Vorfahren dümmer waren als wir selbst heute sind. Ich vermute, dass Herr Spitzer diesen gesamtgesellschaftlichen Konsens nicht ausreichend beachtet haben könnte. Das gleiche könnte für die heutige Genderforschung der Fall sein.

Beide Erscheinungen bedrohen den Fortbestand der herkömmlichen bürgerlichen Familie.

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