Arzneimittelprüfungen bis 2016

Herr Walach gibt den Forschungstand zur Arzneimittelprüfung (AMP) wie folgt wieder:

„Alle diese neueren Studien haben gezeigt, dass homöopathische Substanzen mehr spezifische und für sie typische Symptome erzeugen als Placebo. Wir haben insgesamt vier solcher Studien gemacht, zwei Pilotstudien und zwei finale Studien. Die Pilotstudien zeigen eindeutige Tendenzen, die finalen Studien bestätigen diese Beobachtungen [18]. Jetzt müssten andere die Daten replizieren. Allerdings muss man fairerweise sagen: nicht immer ist das Bild so eindeutig. Manchmal tauchen auch mehr arzneimitteltypische Symptome in der Placebogruppe auf, wie mein Kollege Teut in seinen Untersuchungen gesehen hat und wie wir in unserer neueren Zusammenstellung zeigen [19].“

http://harald-walach.de/2016/02/29/die-wiederentdeckung-des-rades-macht-es-selten-runder-homoeopathiekritik-geht-in-eine-neue-runde/#more-1196

Kommentar:

Dr. Teut hat seine AMP mit Symptomen in der Placebogruppe in einer für Homöopathie zugelassenen Apotheke anfertigen lassen, ohne sich persönlich davon zu überzeugen, dass hier keine Vermischung des Placebo und des Verums erfolgt sein kann.

Da nach der Herstellung des Placebo und des Verums nicht mehr unterscheidbar ist, ob hier eine Berührung mit den Handschuhen sowohl des Verums als auch des Placebos erfolgt ist, kann auf dieser Grundlage keine Aussage mehr zu den Prüfungssymptomen gemacht werden.

Das bedeutet für eine weitere AMP, sofern sie überhaupt eine Aussage haben soll, muss gewährleistet sein, dass die Prüfmittel des Verum und des Placebo örtlich getrennt in verschiedenen Apotheken hergestellt werden muss. Außerdem ist erforderlich, dass ein Arzt für Homöopathie kontrolliert, ob eine Vermischung des Verum oder des Placebo allein durch Berühren mit den Handschuhen bei der Vorbereitung der Versuche erfolgt sein kann. Das ist ein erheblicher Unterschied zur pharmakologischen AMP. Bei homöopathischen Mitteln wird die Quanteninformation bereits durch das Berühren mit Handschuhen von einem homöopathischen Mittel auf das Verum übertragen. Auf diesen Umstand haben die mir bekannten AMP bisher keine Rücksicht genommen, sich jedoch verwundert, wieso in der Placebogruppe unerwartet und angeblich völlig unerklärlich Verumsymptome aufgetreten sind. Das hat nichts mit „geistiger“ Übertragung von Verumsymptomen zu tun, sondern einfach mit unsauberer homöopathischer Arbeit.

Bei der homöopathischen AMP sind andere Anforderungen zu stellen, als bei einer pharmakologischen AMP.