Wenn da nicht der Tod dazwischen gekommen wäre,

wäre er der berühmteste Heiler aller Zeiten geworden.

Ich zitiere hier zu Erich Körbler:

„Völlig überraschend erlag Erich Körbler am 2. März 1994, mitten in seiner fruchtbarsten Periode der Weiterentwicklung seiner Lehre und der Erforschung verschiedener Geräte zur Verbesserung der energetischen Situation der Umwelt, einem Herzinfarkt. Der frühe Tod des genialen Lebens-Energie-Forschers und Entwicklers Erich Körbler verhinderte auch, dass er die Früchte seiner Arbeit und die Bestätigung seiner Lehre miterleben durfte, wie sie dann 10 (!) Jahre später in den Jahren 1998 und 1999 durch die wissenschaftlichen Veröffentlichungen rund um die Gletschermumie „Ötzi“, mit dem allgemeinen Tenor, dass die Tätowierungen des Eismanns zu therapeutischen Zwecken erfolgt sein müssen, dargelegt wurden.“

http://www.natur-wissen.com/neue-homoeopathie-nach-erich-koerbler_universalrute/erich-koerbler/

Das erste Kriterium einer wissenschaftlichen Medizin besteht nach meiner Definition nicht darin irgendein Symptome zum Verschwinden zu bringen, wie das in der Schulmedizin zum Dogma erhoben wurde, sondern die Lebensspanne eines erfüllten und sinnreichen Lebens zuerst zu ermöglichen und dann zu verlängern. Da bedeutet letztlich die richtigen Symptome zur richtigen Zeit entwickeln zu dürfen und nicht unterdrücken zu lassen, im Sinne einer dynamisch fluktuierenden Lebenskraft.

Ob das bei Herrn Körbler der Fall war, kann ich den Ausführungen nicht entnehmen.

Auffällig ist, dass er an einem Herzinfarkt gestorben ist im geradezu jungendlichen Alter von 55 Jahren (1938 bis 1994).

Ich habe die in dem Tagungsband zur 6. Körbler-Tagung 2003 zitierten Methoden nach Penzel ebenfalls zu Beginn meiner medizinischen Ausbildung 1985 gelernt und damit gute Erfolge erzielt. Das bezog sich überwiegend auf Schmerzerkrankungen und Bewegungseinschränkungen und ist stark an die chinesische Akupunktur angelehnt.

Die Wünschelrutenausbildung habe ich ebenfalls gemacht, konnte jedoch eine erfolgreiche Anwendung auf die Homöopathie nie feststellen, auch nicht bei den Lehrern dieser Methoden.

Soweit die Akupunktur und andere Körblermethoden auf die Homöopathie angewendet werden, sind sie nicht wirksam und können sogar schädlich sein. Andere Geistheiler sind Scholten und Sankaran, was bereits ausführlich dargestellt wurde.

Eine gute wissenschaftliche Medizin zeichnet sich gerade durch ein langes und gesundes Leben für den Patienten aus.

Wer die Körblermethode lernen will, muss sich darüber im Klaren sein, dass sie bei ihm selbst kein längeres gesundes Leben ermöglicht hat und darüber hinaus auch was die Einbeziehung der Homöopathie betrifft gefährlich für die Patienten werden kann. Wer seine Methode als reine Geistheilung betreibt, was keine Einbeziehung von homöopathischen Mitteln umfassen darf, liegt auf der relativ sicheren Seite. Seine Methode kann als Geistheilung oder Psychotherapie gewertet werden.

Die dazu aufgestellten Theorien, wie E-Smog-Belastung, energetisch-therapeutische Radioästesie halten alle einer naturwissenschaftlichen Überprüfung nicht stand, sind jedoch bestens geeignet um Placebotherapien mit einem gut klingenden Namen zu versehen und dem Patienten zu verkaufen.

Nur gesund alt wird man mit diesen Methoden leider nicht. Sie bewirken wie alle Placebotherapien im besten Fall eine Verringerung von Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen. Bei chronischen Krankheiten versagen solche Methoden, soweit die Ursache damit behandelt werden soll.

Wir erinnern uns an Paracelsus, der mit 47 Jahren an einer Quecksilbervergiftung starb, als er die Elemente der Unsterblichkeit ausprobieren wollte. Paracelsus wollte sich offenbar durch die Zuführung der drei Elemente Quecksilber, Schwefel und Salz selbst heilen und zu einem längeren Leben verhelfen. Er führte sich dabei nachgewiesener Maßen selbst so viel Quecksilber zu, bis er im noch fast jugendlichen Alter von 47 Jahren an seiner Selbstmedikation starb. Seine Vorstellung die starke Verdünnung mache aus einem Gift ein Heilmittel hat gerade beim Quecksilber nicht funktioniert.

Wer selbst die Unsterblichkeit als sein Lebensziel in Angriff genommen hat, sollte zuerst einmal die Ergebnisse der Altersforschung zur Kenntnis nehmen. Die besagen, dass unser Tod bereits im Erbmaterial genetisch fest einprogrammiert ist und sich nicht so einfach umgehen lässt. Dass es im Tierversuch bereits gelungen ist, die Lebensspanne von Fadenwürmern auf das Doppelte zu verlängern, lässt allerdings die Hoffnung nicht aufgeben, wir könnten es auch eines Tages schaffen unsere Lebensspanne zu verdoppeln. Mit der Körbler- und Paracelsusmethode sind wir dabei jedoch auf dem Holzweg. Basische Bäder, Darmwaschungen, Entstörung angeblicher Störfelder und was sich das Heilpraktiker alles einfallen lassen um Geld zu verdienen, ist alles ungeeignet um die genetische Programmierung unseres Lebensendes umzustimmen. Sie sind nur gut für den Geldbeutel des Geistheilers.