Die (schöne heile) Welt der Frau Grams

Die Welt berichtet:

„Nur, für psychosomatische Leiden, sagt Grams, braucht man keine Zuckerkugeln. Eine Heilmethode, die eine geistartige Energie postuliert, kann nicht Teil der Medizin sein. Sie sieht es so: Die Homöopathie ist selbst ein Patient. Es fehlt ihr an Daten und Fakten, sie halluziniert und will ihre Krankheit nicht wahrhaben. Aber Krankheitseinsicht kann ein erster Schritt zur Genesung sein.“

https://www.welt.de/vermischtes/article147000535/Als-waere-ich-aus-einer-Sekte-ausgestiegen.html

Kommentar:

Wer bei Geistheilern für viel Geld Kurse besucht und Geistheilung statt Homöopathie lernt, kann hinterher nicht behaupten, dass er/sie Hahnemann verstanden hätte.

Das ist jedoch bei Frau Grams der Fall. Sie hat Kurse in übersinnlicher Wahrnehmung nach Scholten und Sankaran absolviert und sich einreden lassen, sie lerne Homöopathie.

Ihre Entscheidung in einer Klinik zu arbeiten war für ihre materielle Sicherheit die bessere Wahl.

Als Arzt für Homöopathie verdient man durch die mageren Sätze der Gebührenordnung so wenig Geld, dass es nicht zur Bestreitung der Existenz ausreicht.

Das hat jedoch wenig mit der Wirksamkeit der Homöopathie nach Hahnemann zu tun.

Wer übersinnliche Wahrnehmung nach Scholten und Sankaran lernen will, benötigt keine Homöopathie nach Hahnemann. Diese Vertreter nutzen für ihre Zwecke die homöopathischen Mittel, ohne zu wissen was und wie diese wirken. Das ist gefährliche Scharlatanerie, die keine Berechtigung hat und mehr Patienten schadet, als nutzt. Insofern hat Frau Grams die richtige Entscheidung getroffen und sich der Psychosomatik zugewandt.

Hier noch der obligatorische Hinweis auf die Schulmedizinkritik:

Gotzsche, P. C. (2014). Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität. München: Riva.

Dieses Buch sollte jeder Skeptiker lesen, bevor er meint Homöpathie kritisieren zu dürfen.