Höllenqual statt Heidenspass

Für Philipp Möller wäre die Welt ohne Religionen ein besserer Ort:

https://www.youtube.com/watch?v=UOXf2pIWPKA

Wir benötigen keine Religion ist seine Kernaussage. Die dafür vorgebrachten Argumente überzeugen auf den ersten Blick.

Er setzt stattdessen auf:

–          Wissenschaft um Erkenntnisse zu gewinnen

–          Philosophie um die Erkenntnis zu deuten

–          Und Kunst um dem Bedürfnis der Menschen gerecht zu werden nach Kreativität und Lebensfreude

Sein Motto: Heidenspass statt Höllenqual

Kommentar:

Wissenschaft hat sich als Handlanger der Politik und der Mächtigen erwiesen, nicht als der Diener der unbestechlichen Wahrheiten der Natur oder Gottes.

Die so gewonnenen Erkenntnisse sind gerade in der Medizin mehr als fragwürdig.

Philosophie ist keine Wissenschaft, die Erkenntnisse gewinnen würde, sondern Intelektuelle Selbstbefriedigung einsamer verirrter Denker, die meinen schlauer zu sein als Gott und dabei natürlich Gott für überflüssig erklären.

Kritiker behaupten sogar, dass Philosophie eine besondere Form der Gemütserkrankung ist, welche inhaltlich darauf ausgerichtet ist ein logisches Ordnungssystems zu erschaffen um ihre eigene Unfähigkeit der Gotteserkenntnis zu beruhigen und zu verdecken. Ein solches Ordnungssystem ist die Systematik der homöopathischen Mittel nach Jan Scholten und Sankaran. Es hat viel mit Philosophie zu tun, nichts jedoch mit Homöopathie oder Gesundheit. 

Kunst für Kreativität ist kein Ersatz für transzendentale Erkenntnisse.

Heidenspass statt Höllenqual ist das Motte der Rauschmittel konsumierenden verirrten Mitmenschen, die meinen auf Kosten anderer lebt es sich am besten.

Die Religionskritik macht es sich sehr einfach, wenn sie die Kirchen als Äquivalent des Gottesglaubens ansehen. Die modernen Kirchen der Neuzeit verkünden keinen Gott, sie betrachten sich selbst als zusätzliche Partei eines Parteienstaates, der die Macht zu Lasten der einfach arbeitenden Menschen an sich gerissen hat.

Wer die Kirchen kritisiert, kann deshalb nichts falsch machen. Alles was die Kirchen machen hat nichts mit Gott zu tun, sondern mit Ausbeutung des Menschen durch den Menschen.

Auf diesem Hintergrund erscheint die Kirchenkritik des Herrn Möller zwar berechtigt, ist jedoch nicht im entferntesten mit der sachlich fundierten Kirchenkritik des Herrn Deschner vergleichbar.

Das darf jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass es einen Gottesglauben ohne Kirchen gibt.

So wie es eine Homöopathie nach Hahnemann gibt, gibt es heute auch eine angebliche Homöopathie ohne Hahnemann. Deren Vertreter haben Hahnemanns geniale Entdeckungen missbraucht um sie ins Gegenteil zu verkehren, genauso wie die heutigen Kirchen nichts mit dem historischen Jesus und seinem Glauben zu tun haben.

Heidenspass statt Höllenqual klingt da eher wie der Hilferuf des Ertrinkenden, der krampfhaft schreit: Haltet den Dieb und den nicht existierenden Gott.

Wer Heidenspass statt Höllenqual als Lebensinhalt verkündet, wird bald bemerken, dass sich der Heidenspasss früher in eine Höllenqual verwandelt, als er sich träumen lassen hat.

So haben wir im Ergebnis eine Transmutation der kiffenden 68-er in eine neue Art von Mensch. Sie verwandeln den Heidenspass in Höllenqualen, bis das Leben eine einzige Höllenqual ohne Heidenspass geworden ist. Das ist die neue Religionskritik?