Der Wolf im Schafspelz: Informationsnetzwerk Homöopathie

Die Skeptiker tarnen sich neuerdings als Lehrer für Homöopathie.

https://www.netzwerk-homoeopathie.eu/aerztliche-fortbildung

Sie bieten folgende angebliche Weiterbildung an:

Die homöopathische Lehre
Chinarindenversuch und Ähnlichkeitsprinzip
Potenzierung und kleinstmögliche Dosierung
Homöopathische Arzneimittelprüfung als Behandlungsgrundlage
Lebenskraft und Miasmen als Grundlage der Krankheitslehre Hahnemanns
Vortrag: Dr. Natalie Grams

Die homöopathische Lehre (Forts.)
Unterarten und Stilrichtungen der Homöopathie
Derivate: Schüßler, Bach, Anthroposophie, Spagyrik
und Degenerierungen: Körbler, Quantenhomöopathie …
Homöopathie vs. Naturheilkunde
Widersprüche innerhalb der Lehre
Vortrag: Dr. Natalie Grams

14:45 -15:30
Homöopathie und Wissenschaft
Physik und Potenzierung
Erklärungsmodelle und Fehlinterpretationen
Vortrag: Dr. Norbert Aust

Zertifizierte ärztliche Fortbildung                                                 
 18 CME Punkte sind von der Landesärztekammer Baden-Württemberg genehmigt

Homöopathie:
Von der medizinischen Avantgarde zum wissenschaftlichen
Anachronismus – Was Ärzte über Homöopathie wissen sollten

Kommentar:

Hier treten Personen als Lehrer für Homöopathie auf, die keine ausreichende Homöopathie nach Hahnemann gelernt haben.

Zu meinen großen Verwunderung sind für diese fragwürdigen angeblichen Weiterbildungen auch noch Weiterbildungspunkte der Landesärztekammer Baden Württemberg genehmigt worden.

Das erzeugt bei den weiterbildungsinteressierten Ärzte den fehlerhaften Eindruck, hier würden Homöopathen von ihrem Erfahrungs- und Wissenschaftsschatz abgeben.

Ich habe die beiden Vortragenden Grams und Aust beispielhaft heraus genommen.

Frau Grams hat nach ihren eigenen Angaben Homöopathie nach Scholten und Sankaran gelernt, musste jedoch einsehen, dass ihre Homöopathie gegen Hahnemann nichts als Placebo darstellt.

Herr Aust hat nie Medizin studiert und auch keine ärztliche Homöopathieausbildung. Für ihn ist Homöopathie offenbar auch etwas anderes, als Hahnemann gelehrt hat.

Zumindest Herr Aust ist nicht qualifiziert um über Homöopathie Weiterbildung für Ärzte zu betreiben. In Berlin wird dafür eine Weiterbildungsgenehmigung benötigt. Sie setzt voraus, dass zumindest die eigene Homöopatieausbildung erfolgreich abgeschlossen wurde und anschließend jahrelange Erfahrungen gesammelt wurden, sowie eine gut gehende homöopathische Praxis.

Das „wissenschaftliche“ Weltbild der Skeptiker

Im vorangehenden Beitrag habe ich gerade die angeblichen wissenschaftlichen Analysen des Herrn Hümmler untersucht. Er hat sich große Mühe gegeben, wie bereits eine ganze Reihe von anderen „Wissenschaftlern“ vor ihm nachzuweisen, dass es Homöopathie gar nicht geben kann.
Die unsinnige Diskussion ist nun über Jahre geführt worden und wird hier nicht erneut aufgewärmt.
Interessant ist jedoch das angeblich „wissenschaftliche“ Weltbild eines promovierten Physikers. Wenn Herr Planck die Quantenphysik noch nicht entdeckt hatte konnte Hahnemann unmöglich mit den Gesetzen der Quantenphysik arbeiten, so seine ernsthaft vertretende „wissenschaftliche“ Auffassung.
Klingt für physikalischen Laien vielleicht überzeugend, nicht jedoch für einen Wissenschaftler.
Arbeiten wir nicht besonders in der Physik mit Beobachtungen für welche wir bis heute nicht die geringste Vorstellung haben was sich dahinter verbirgt?
Dazu fällt mir auf Anhieb die dunkle Energie und dunkle Materie ein.
Beides sind Produkte aus der Hexenküche der Physik. Da wir sie bis heute nicht nachweisen können, bestenfalls aus Wirkungen auf sie meinen rückschließen zu dürfen, existieren diese beiden Hypothesen also gar nicht, sofern wir dem Wissenschaftsbild der Skeptiker folgen wollen.
Das ist jedoch genau das Argumentationsmuster der Inquisition des Mittelalters.
Nur der Papst war inzwischen schlauer als die Skeptiker. Er hat immerhin Galileo Galilei rehabilitiert.

http://www.focus.de/wissen/mensch/naturwissenschaften/spaete-anerkennung-warum-die-kirche-galileo-doch-rehabilitieren-konnte_aid_850242.html

Jahrhunderte lang galt die Lehre der Kirche als unfehlbar.
Heute wissen zwar die Physiker, dass ihre eignen Lehren löchrig sind wie ein Schweizer Käse. Nur auf die Homöopathie angewendet wollen sie auf einmal den perfekten Nachweis der Wirkung der Homöopathie geliefert haben, bevor sie die Wirkung der Homöopathie akzeptieren.
Dass etwas dran sein kann, an der Homöopathie, zeigt sich bereits bei der hartnäckigen Weigerung der Skeptiker einen homöopathischen Selbstversuch unter Leitung eines Arztes für Homöopathie durchzuführen.
Dabei könnte sich heraus stellen, dass Homöopathie nicht lediglich Krankheiten heilen kann, sondern auch Schaden anrichtet, wenn sie in die falschen Hände gelangt. Wir müssen nicht erst bei Heisenberg nachlesen, welche Geheimnisse mit der Quantenphysik verbunden sind.
Die mathematischen Theorien der Quantenphysik sind allesamt ungeeignet um die Lebensvorgänge zu beschreiben.
Sie beruhen zuerst einmal auf Beobachtungen der Experimentalphysik an Quantenvorgängen physikalischen Teilchen oder Wellen.
Die Quantenvorgänge im lebenden Wesen lassen sich nur indirekt nachweisen.
Diese Nachweise sind auch bereits mehrfach gelungen.
Insofern ist die Diskussion über den Informationscharakter homöopathischer Mittel bereits plausibel geworden.

Wünschen wir Herrn Hümmler bessere und vor allem wissenschaftliche Erkentnisse.

Esoterik, Bullshit und Spekulatives

unter dem Mäntelchen der modernen Physik verbreitet durch Herrn Hümmler. Er führt in seinem Grundsatzwerk zur Kritik der Alternativmedizin, dem sogenannten Quantenquark, die These:

„Brunke verbreitet also auch nichts weiter als Quantenquark, was darin gipfelt, dass er Samuel Hahnemann im Klappentext zu seinem Buch als ersten Entdecker der Quantenphysik bezeichnet. Als Max Planck 1900 mit dem Strahlungsgesetz die erste Idee der Quantenphysik aufbrachte, war Hahnemann schon mehr als 50 Jahre tot.“

http://quantenquark.com/blog/tag/quantenhomoeopathie/

Kommentar:

Da musste ich erst einmal eine ganze Weile nachdenken, um den Sinn der Kritik zu verstehen.

Also das Gravitationsgesetz wurde bekanntlich von Newton 1687 formuliert.

Vorher hat es nach Hümmler offenbar nicht existiert. Nach seiner Auffassung fiel vor Newton ein Stein nicht ins Wasser, sondern vom Meeresgrund direkt in den Himmel.

Oder habe ich ihn etwa falsch verstanden?

Doch diese Frage taucht bei Herrn Hümmler gar nicht erst auf. Also gibt es bei ihm nichts falsch Verstandenes.

Das neue Weltbild des Herrn Hümmler besagt offenbar, wenn ein Gesetz nicht von einem Physiker formuliert wurde, gibt es dieses nicht.

Zwar hat schon Archimedes Steine geworfen und damit Kriege beeinflusst. Da er das Gravitationsgesetz von Newton nicht kannte, kann es also damit keinen Krieg entscheidend beeinflusst haben, soweit wir Herrn Hümmler glauben schenken wollen.

Das ist doch eigentlich ganz logisch.

Da mutet es ja geradezu dumm an, wenn Hahnemann zwar mit den Gesetzen der Verschränkung aus der Physik homöopathische Mittel hergestellt hat, aber da Herr Planck die Quanten noch nicht entdeckt hatte, konnte Hahnemann also gar keine Ahnung von Quantenphysik haben und folgerichtig auch keine homöopathischen Mittel durch Verschränkung des Arzneimittels mit dem Milchzucker erzeugen.

Ja, da habe ich richtig etwas dazu gelernt, bei Herrn Hümmler. Wer von etwas keine Ahnung hat, kann also auch nichts finden, wovon er keine Ahnung hat.

Oder müsste es vielmehr besser heißen, wenn Herr Hümmler nicht verstehen will, was eine Verschränkung eines Arzneistoffes mit Milchzucker ist, dann gibt es diese auch nicht?

Neues vom Hümmler und den Scharlatanen

Herr Hümmler hat sich in seinem wissenschaftlich einmaligen Aufsatz endgültig den letzten Fragen der Alternativmedizin zugewendet und auch die letzten Fragen geklärt:

http://quantenquark.com/blog/tag/quantenhomoeopathie/

http://www.quantenhomöopathie.de/blog/2014/12/31/vortrag-skepkon-2014-biophotonen-dr-holm-huemmler/

http://www.quantenhomöopathie.de/blog/2014/12/31/vortrag-skepkon-2014-biophotonen-dr-holm-huemmler/

Die Hümmlerthemen sind in den Beiträgen regelmäßig und ausführlich besprochen worden. Es würde meine Leser sicher langweilen mich auf die Beiträge noch einmal eingehen würde.

Ein Stichwort möchte ich dennoch aufgreifen. Es lautet: Scharlatanerie.

Dazu sollten wir erst einmal definieren was wir unter Scharlatanerie verstehen wollen.

Ist es das pharmakologische Präparat des Facharztes der, der nach 15 jähriger Ausbildung im stolzen Brustton der Überlegenheit irgend welche Symptome verschwinden lässt, aber im Nachhinein die Angehörigen feststellen müssen, dass die Krankheit mit welcher der Patient vertrauensvoll den Arzt aufgesucht hat gerade durch das Medikament im Laufe der Zeit eher schlechter geworden ist als besser?

Oder ist es der Geistheiler und Familienaufsteller der vorgibt übersinnliche Kräfte zu haben und mit der Kraft Gottes irgendwelche Krankheiten günstig zu beeinflussen?

Oder ist es Herr Hahnemann, der in seinem Organon beschrieben hat, wie homöopathische Arzneimittel, die nach seiner Vorschrift und Prüfung hergestellt wurden die Befindlichkeit der Lebenskraft beeinflussen?

Doch es gibt noch eine weitere Form der Scharlatanerie über welche bei den Skeptikern nicht einmal ansatzweise nachgedacht wird.

Das ist die Arroganz des Physikers, der sich hinstellt und meint irgendetwas wie Wissenschaft zu vertreten. Der Physiker Dieter Zeh hat sich in seinem Buch „Physik ohne Realität: Tiefsinn oder Wahnsinn?“ mit dem Unfug beschäftigt über mathematische Theorien Erkenntnisse der Physik zu generieren.

Das ist genauso absurd wie die Familienaufsteller, die Geistheiler die meinen Homöopathie mittels der geistigen Wirkung des Familienaufstellers erklären zu wollen oder die Vorträge von Skeptikern die nicht einmal ansatzweise Hahnemannsche Homöopathie verstanden haben, sich aber in stundenlangen Vorträgen zu diesem Thema äußern.

Etwas mehr Bescheidenheit wäre angemessen.

Für die Anfänger unter den Skeptikern empfehle ich dringend das Organon von Hahnemann in der 6. Auflage zu studieren.

An dieser Stelle möchte ich jedoch auch nicht verschweigen, dass die Ärzte für Homöopathie es als erste nötig hätten sich ihre Kritiker nachhause zu holen.

Das was sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten auf dem Gebiet der ärztlichen Homöopathie abgespielt hat kann ich, in Übereinstimmung mit den Kritikern, nur noch als Scharlatanerie im schlimmsten Sinne des Wortes betrachten.

Eine Besserung ist nicht in Sicht, wenn ich sehe, dass die Herrn Scholten und Sankaran, sowie deren Schüler, regelmäßig vom DZVHÄ für Weiterbildungsmaßnahmen in der Homöopathie für viel Geld ihren Unfug an junge Ärzte weitergeben. Die homöopathisch gescheiterte Ärztin Frau Grams sollte für den DZVHÄ ein ausreichender Weckruf darstellen.

Und was noch schlimmer ist: Die Materia Medica und Repertorien werden durch die Aufnahme von diesem Unfug soweit für Behandlungszwecke untauglich gemacht, dass die jungen Ärzte keine reale Chance mehr haben mit Hilfe von Homöopathie irgend eine chronische Krankheit zu heilen. Die Geistheiler unter den Ärzten vernichten gerade die Homöopathie nach Hahnemann.