Das größte Saxophon bekommt das Geld

Der Verein zum Schutz der Haus- und Wohnungskäufer e. V. Großweidenmühlstraße 19, 90419 Nürnberg hat auf seiner Website einen Vorschlag gegen Betrug durch Gutachter gemacht.

„Häufig dient das Gutachten eines Sachverständigen als Grundlage für die richterliche Entscheidung. In vielen Fällen werden von dem vom Gericht bestellten Sachverständigen grob falsche und/oder parteiische Gutachten erstattet. Gründe dafür mögen sein, dass die Anfertigung solcher Gutachten für den Sachverständigen eine bequeme Einnahmequelle darstellt, in die er nicht viel Zeit investieren will oder dass er nicht die erforderlichen Fachkenntnisse hat oder dass er sich mit einer neuen Methode profilieren möchte oder dass er direkt oder indirekt von einer Prozesspartei abhängig oder aufgrund  einer Gruppenzugehörigkeit (z. B. Mediziner) einer Prozesspartei zugeneigt ist oder gar von ihr profitiert. Der Verfasser hat den Verdacht, dass es sich dabei zum Teil auch um „Gefälligkeitsgutachten“ handelt, z. B. für einen gut bekannten Anwalt, mit dem der Sachverständige schon oft zusammengearbeitet hat oder aus Engagement für eine Prozesspartei oder aus Abneigung gegen eine Prozesspartei. – Der Missstand der Falschbegutach­tungen ist so groß, dass diese Problematik allgemein bekannt ist und Eingang in die Fachliteratur und die Medien gefunden hat.“

http://www.vshw.de/SVGesetz.htm

Kommentar:

Das System gekaufter Gutachter ohne Fachkenntnisse ist auf dem Gebiet der Homöopathie besonders zu verzeichnen. Wenn wir uns die großen Studien über Homöopathie ansehen, stellen wir fest, dass diese weit gehend ohne Ärzte mit langjähriger Ausbildung und Erfahrung in Homöopathie durchgeführt worden sind. Das ergibt sich bereits aus sinnlosen gutachterlichen Fragestellungen. Eine Studie befasste sich unter anderem mit der Frage, ob Muskelkater durch Arnica verkürzt werden könnte.

Aufgabe der Homöopathie besteht jedoch nicht darin Muskelkater zu verkürzen oder möglicherweise sogar Doping für Spitzensportler zu liefern, sondern die Lebenskraft so zu regulieren, dass wir ein langes und gesundes Leben erwarten dürfen.

Diese Zielstellung ist in der Schulmedizin nicht einmal definiert worden oder bekannt.

Die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs verlangt, dass der Richter sich in medizinischen Fragen nach dem Gutachten zu richten hat.

Es besteht zwar die Möglichkeit den Gutachter wegen Befangenheit abzulehnen. Dafür besteht jedoch bei den Rechtsanwälten meist nicht die erforderliche Sachkenntnis.

Im amerikanischen Verfahrensrecht werden die Gutachter zu Recht als das Saxophon der Parteien bezeichnet und zwar konkret der Partei zu deren Gunsten der Gutachter bestellt ist.

Diese Problematik ist in den öffentlich rechtlichen Medien offensichtlich bis heute wenig angekommen. Sie beziehen sich ständig auf angebliche Studien, welche die Wirksamkeit der Homöopathie in Zweifel ziehen und sich auf nicht näher definierte Placebowirkung berufen wollen. Was dabei Placebowirkung überhaupt sein soll wird dann weder definiert noch überhaupt weiter untersucht. Placebowirkung ist inzwischen zum Kampfbegriff einer Schulmedizin geworden,  die selbst nicht weiß was sie darunter verstehen will.

Es wird dabei nicht beachtet, dass die heutige Schulmedizin keine wissenschaftliche Grundlage und oft nicht einmal angebliche Placebowirkung hat, sondern langfristig lediglich oftmals schadet.

Gutachter berufen sich zumeist auf die Richtigkeit der ausgeübten ärztlichen Praxis. Diese sei angeblich wissenschaftlicher Beweis genug für die Richtigkeit der durchgeführten schulmedizinischen Maßnahme. Diese Annahme darf bezweifelt werden.

Die gleichen Voraussetzungen werden bei der Homöopathie jedoch nicht zugebilligt.

Damit wird Medizin als das entlarvt was sie heute ist:

Eine modernere Religion mit dem Aushängeschild der angeblichen Wissenschaft.

Cogito ergo sum.

Ich denke, also bin ich Wissenschaftler, also habe ich recht, alle anderen liegen falsch.

Diese Grundsatzdiskussion ist bis heute in der Medizin nicht einmal ansatzweise geführt worden und wirkt sich bis auf die Diskussion in der Kostenerstattung für Behandlungen aus.

Kosten bekommt nur erstattet, wer das größte Saxophon bläst, wie im amerikanischen Recht ganz selbstverständlich gewusst und beachtet wird. Das aber sind Vertreter fremder finanzieller Interessen im Gewandt von Gutachtern, denen die Sachkompetenz oft genug fehlt.

Aus der Polizei wird folgender Fall berichtet: (link)