GWUP zu Steiner

Unter der Überschrift: „Waldorfpädagogik: Versteinerte Erziehung“ führen die Skeptiker aus:

„2011 jährte sich der Geburtstag Rudolf Steiners, des Begründers der Anthroposophie, zum 150. Mal. Von seinen Anhängern als nahezu unfehlbarer großer Geist verehrt, finden und fanden in diesem Jahr zahlreiche Veranstaltungen zu seinen Ehren statt. Sein sichtbarstes Erbe sind heute die 225 Freien Waldorfschulen in Deutschland, die nach der von ihm entwickelten Waldorfpädagogik unterrichten. Sie versprechen freieres und ganzheitliches Lernen mit „Kopf, Herz und Hand“ als Alternative zur Staatsschule. Doch ist die Waldorfschule wirklich frei?

Wissenschaft“ für Eingeweihte
Steiner verknüpft mystische Vorstellungen und im Wortsinn okkulte (= geheime, verborgene) Wahrheiten mit einer Lehre, die er bemerkenswerterweise in den Rang einer Wissenschaft erhebt. Der „Eingeweihte“ gelangt durch die „Schauung“ geistiger kosmischer Welten, die normalen Menschen verborgen bleiben, zu absoluten Wahrheiten. Diese Wahrheiten sollen darüber hinaus durch den anthroposophischen Weg der Erkenntnis wissenschaftlich überprüfbar sein. Der „Eingeweihte“ ist dadurch zugleich Seher, Priester und Wissenschaftler. (vgl. Giese 2008, S.40 ff.)
Der Anspruch der Wissenschaftlichkeit hält einem kritischen Blick jedoch nicht stand. Die durch Schauung der geistigen Welten gewonnenen Erkenntnisse sind für Außenstehende nicht überprüfbar, weil die entsprechenden geistigen Organe zur Erkenntnis nicht ausgebildet sind. Dadurch macht sich die Anthroposophie immun gegen äußere Angriffe. Doch Steiner geht noch einen Schritt weiter; er schreibt:

So wird auch das Erkennen zu einem Vorgang in der Wirklichkeit. Fragen offenbaren sich in der Welt, Antworten offenbaren sich als Wirklichkeiten; Erkenntnis im Menschen ist dessen Teilnahme an dem, was sich die Wesen und Vorgänge in der geistigen und physischen Welt zu sagen haben. (Steiner 1975, S. 225, zitiert nach Prange 2000, S. 65)“

https://www.gwup.org/141-wurzel/neuigkeiten/1156-versteinerte-erziehung

Kommentar:

Rudolf Steiner ist synonym für esoterischen Unfug. Der zitierte Beitrag gibt einen schönen Überblick über die verschwurbelten Theorien der Anthroposophie. Das ist ein gefundenes Fressen für alle Skeptiker. Omen est nomen. Rudolf Steiner gleich versteinerte Erziehung?

Wie in jeder Religion überwiegt auch bei der Steinerreligion das Sendungsbewusstsein und das Überlegenheitsgefühl, ohne deshalb Kirchensteuern zahlen zu müssen.

Diese Region wird deshalb gerne von Hausfrauen aufgegriffen und zur Aufwertung ihrer eigenen Persönlichkeit genutzt. Jeder der nicht ihrer (Steiner- oder Esoterik-) Religion angehört wird gerne als bemitleidenswert belächelt.

Auf diesen letzten Satz lässt sich die gesamte Steiner Religion beschränken. Alles andere dient lediglich zur Vernebelung der Herabsetzungseigenschaft ihrer neuen Religion gegenüber allen anderen Religionen.

Zur Klärung der Frage ob die Steiner Religion ein angemessener Ersatz zur Atheismusreligion der Schule darstellt muss noch ein wenig mehr ausgeführt werden.

In den Staatsschulen wird keinesfalls religionsfrei unterrichtet wie das gerne behauptet wird. Die erklärte Staatsreligion ist der Atheismus. Atheismus selbst ist nicht von vornherein religionsfrei. Er beruht auf der irrtümlichen Annahme, es gebe keinen Gott den es sich lohnen würde anzubeten und der die Eigenschaft des Schöpfers des Himmels und der Erde hat.

Schauen wir uns den Atheismus an, dann beten dessen Anhänger sehr wohl einen Gott ein. Es ist wie bei der Steiner Religion der Gott der Selbstüberhebung über Andere und des Sendungsbewusstseins. Dieser Gott führt regelmäßig und gesetzmäßig zur Unterwerfung aller anderen Religionen oder zumindestens zu  dem Versuch. Ihr wahrer Gott sind diese Vertreter also sich selbst.

Insofern muss die Aussage der Skeptiker etwas erweitert werden: Die Waldorfpädagogik nach Rudolf Steiner ist möglicherweise versteinerte Erziehung, die in  nichts der versteinerten Erziehung der Staatsschule nachhängt.

Ich könnte an dieser Stelle reihenweise Dogmen der Staatsschule aufzählen die mit dem gesunden Menschenverstand nicht mehr in Übereinstimmung zu bringen sind und diese als Ausgeburt der Atheismusreligion ausweisen. Das schlimmste Beispiel dabei ist die Goethe-Religion auf die sich sowohl Herr Steiner als auch die Staatsschule zumindest teilweise berufen.

Religion im traditionellen Sinne hat sich wenigstens noch auf die Bibel berufen und deren Autoren. Das ist bei Rudolf Steiner und der atheistischen Staatsschule nicht mehr der Fall.

Damit sind junge Menschen in beiden Religionen einer Erziehung zur Sinnlosigkeit des Lebens, der Selbsterhebung über Andere, einem faustischen Drängen unterworfen, sowie zur untauglichen Selbsterhebung zu Gott. Das alles führt zum verfehlten Leben.

Wollen wir diese versteinerte Erziehung zum Atheismus der Staatsschulen und anderer religiöser Vereinigungen?