Krieg und Lebenskraft

Ich zitiere:

La Fontaine: „Es ist das System, dass auf Krieg ausgerichtet ist… (min. 7)

Wer Frieden mit der Natur will, muss eine Wirtschaftsordnung überwinden, die auf Zerstörung angelegt ist…  wir müssen das Leben bewahren (min 20,50).“

https://www.youtube.com/watch?v=DmxUrVUbMQU

Die Zeit hat sich mit dem Thema Krieg auseinander gesetzt:

„Betrachten wir den Spruch des Römers, „Si vis pacem, para bellum“, in diesem Lichte. Er bedeutet: „Wenn du den Frieden willst, bereite den Krieg vor.“

Weniger paradox zugespitzt, wäre der lateinische Spruch leichter zu beherzigen. Er sollte heißen: Wenn du den Frieden willst, musst du Angriffe auf dich und die Deinen abwehren können.“

https://www.zeit.de/1981/28/stell-dir-vor-es-gaebe-krieg-und-keiner-ginge-hin/seite-3

Ich möchte das Thema Krieg aus der Perspektive der Lebenskraft betrachten:

Dazu definiere ich zuerst den Krieg aus der Perspektive der Lebenskraft:

Krieg ist der Vernichtungskampf gegen andere Lebewesen für die eigene Lebenskraft benötigter Ressourcen.

Mit dieser Definition lässt sich die von Lafontaine postulierte Systemfrage als irrelevant darstellen.

Entgegen seiner Auffassung ist Krieg nicht an ein bestimmtes System gebunden, sondern an die Entstehung des Lebens und an die Lebenskraft.

Ein Vernunft begabtes Wesen, wie der Mensch, hätte gegenüber den weniger intelligenten Lebewesen seiner evolutionären Vorgeschichte durchaus die Möglichkeit Vereinbarung mit anderen intelligenten Lebewesen zu treffen mit dem Ziel kriegerischer Auseinandersetzungen und Zerstörung eigenen und anderen Lebens zu vermeiden.

Das Führen von Kriegen ist aus der Sicht der Lebenskraft ein Akt geistesschwacher Selbstverstümmelung.

Die Entstehung des Lebens ist von Anfang an mit einem Kampf um Ressourcen verbunden gewesen. Dieser Kampf endet erst mit der Beendigung der Lebenskraft.

Wir wissen aus der Psychologie und dem Altmeister Siegmund Freud, dass man einen Trieb, den Trieb zur Nahrungsaufnahme, zwar möglicherweise zeitweilig unterdrücken kann. Damit behindert der Betroffene jedoch die eigene Lebenskraft an der freien Entfaltung.

Es gibt  nur zwei Möglichkeiten: Entweder die Lebenskraft kapituliert und das Individuum hört auf zu Leben oder die Lebenskraft setzt sich durch und die Nahrungsaufnahme erfolgt in dem Maße wie die Lebenskraft es erfordert.

Wir sollten uns in Anbetracht dieser Betrachtung nicht von Menschen verführen lassen und in eine kommunistische Systemfrage drängen lassen. Kommunismus schützt nicht vor Krieg. Die Militarisierung der DDR war der beste Beweis dafür. Es gab bereits in der DDR den Ausspruch: Im Kapitalismus erfolgt die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen und im Sozialismus ist es genau umgekehrt. Mehr kann man zu Lafontaines Theoriengebäude des falschen Systems nicht sagen. Wer Kriege verhindern will, sollte also nicht den Kommunismus einführen wollen, sondern ein intelligentes Gleichgewicht des Interessenausgleichs herstellen.

Dieses intelligente Gleichgewicht den Lebenskraft ist in der Evolution von Anfang an allen Lebensbemühungen mitgegeben worden.

Wenn die Intelligenz der Menschheit im gegenwärtigen Zeitpunkt nicht ausreicht um ein derartig ausgewogenes Gleichgewichtssystem unterschiedlicher Interessen herzustellen, ist die Lebenskraft dieser Systeme selbst gefährdet und die Menscheit vernichtet sich möglicher weise selbst.

Da die Problematik der Lebenskraft bis heute nirgendwo in der Schulmedizin angekommen ist, besteht die Gefahr im Sinne der Wiederkehr des Verdrängten in besonderem Masse. Die Wiederkehr des Verdrängten ist jedoch der Krieg.