Nietzsche, Adorno und der Puckel (neue Rechtschreibung nach Aussprache!)

Harald Schmidt zitiert Nietzsche:

https://www.youtube.com/watch?v=v5iSiaJHP90

Kommentar:

Hier ist ein kleines Leckerli von Nietzsche und Adorno. Herr Schmidt hat den religiösen Charakter der Zitate durch den kirchlichen Raumklang unterstrichen. Die Führer aller Kirchen dürfen verschämt und neidisch ihren Blick senken.

Jeder, der sich wundert warum er am Lebensende weniger Geld in der Kasse hat als er jemals an den Staat  und seine Vollstreckungsbeamten gezahlt hat, sollte sich das Nietzschezitat gut anhören.

Der Staat sei der größte Kriminelle aller Zeiten: Alles was er von sich gibt sei gelogen und alles was er besitzt sei gestohlen.

Die Nietzsches Zitat ist auch in der Gegenwart nichts hinzuzufügen.

Folgerichtig führt das zum Verlust des richtigen Lebens im falschen Leben unter freier Abwandlung von Herrn Adorno.

Wenn wir diesen Gedanken weiter fortsetzen führt das  nicht lediglich zum Verlust des richtigen Lebens im Falschen sondern auch noch zum Verlust der Gesundheit in der Krankheit und zur unnötigen vorzeitigen Beendigung des gesunden Lebens im kranken Leben.

Nietzsche hat zwar gesagt, man müsse mit dem Puckligen pucklig reden. Welche Ausmaße die Gesundheitszerstörung der Gegenwart angenommen hat war für ihn jedoch offenbar auch nicht vorhersehbar. Heute hätte er vermutlich verkündet, er sehe nur noch Pucklige, gibt es denn nicht einen Gesunden?

Unter Abwandlung von Adorno müsste es also richtig heißen: Es gibt kein gesundes Leben in einer kranken Gesellschaft. Das wäre es, was die oben genannten Herren vergessen haben  zu ergänzen.

Ansonsten könnte die Gesellschaftskritik dieser Herrn der fruchtbare Beginn eines besseren Lebens im Falschen darstellen, wenn sich denn jemand finden würde der diese Gedanken bereit wäre umzusetzen und seinen Puckel abzuschnallen.