Sport als Lebenssinn

Focus berichtet:

„Für viele der Fitneßanhänger bietet Sport aber mehr als nur Spaß und Freizeitvergnügen – Fitneß wird zum zentralen Lebensinhalt und -ziel. „Immer mehr Menschen holen vermeintlichen Sinn aus ihrem Körper“, so der Bochumer Sportpädagoge Professor Edgar Beckers. „Der Freizeitsport wird zur Ersatzreligion.“

Professor Dr. Günther Lüschen, Soziologe an der Uni Düsseldorf, geht noch weiter: ‚Die nach innen gerichtete Selbstbespiegelung, der Narzißmus, feiert Urstände.‘ „“

https://www.focus.de/sport/mehrsport/gesundheit-fit-als-lebenssinn_aid_140635.html

Kommentar:

Der Fokus setzt sich mit der inzwischen weit verbreiteten Ersatzreligion des Fitnesswahns auseinander.

Es soll keinesfalls der Irrtum erregt werden Sport mäßig betrieben schade der Gesundheit. Das Gegenteil dürfte der Fall sein.

Mangels sinnvollen Lebensinhalts ist Sport treiben inzwischen in weiten Kreisen gerade der jüngeren Generation als  Ersatzreligion hochstilisiert worden.

Ich hatte mich zu anderen Ersatzreligion in früheren Beiträgen geäußert. Das ist unter anderem die Religion des angeblich falschen Essens, durch Weglassen von Laktose, Glukose, Gluten oder sonstigen Selbstkasteiungen bei der Ernährung.

Damit ist also auch Sport treiben zu Ersatzreligion degradiert worden.

Aus alternativ medizinischer Sicht muss dabei angemerkt werden, dass jede Form von Ersatzreligionen das eigene Leben in das Abseits führt.

Es hat sich bis heute bei vielen Mitbürgern noch nicht herumgesprochen, dass das Leben als solches von vornherein erst einmal nicht mit einem Lebenssinn ausgestattet ist.

Im Zuge der Verstandwerdung des kleinen Menschen fällt dem einen oder anderen im Laufe seines Lebens auf, dass dort ein gewisser Mangel  bzw. gewisse Leere existiert.

Dann ist es im heutigen Internetzeitalter eine Kleinigkeit die Gurus des wahren Lebens ausfindig zu machen. Erstaunlicherweise hat jeder ein anderes Rezept für den wahren Lebenssinn.

Wir erkennen bereits an diesem unzähligen Gurus, dass der angebliche Lebenssinn ein künstlich von Betrügern geschaffener Inhalt ist, der keinesfalls dem Leben einen Lebenssinn vermittelt, bestenfalls unser Geld woanders hin schafft.

Doch auch den Mitgliedern der Gott ist tot Theologie bei Nietzsche verschafft den Menschen keinen letzten Sinn und schon gar keinen Lebenssinn.

Wir kommen also immer wieder auf eine bewusste Entscheidung des Individuums zurück: Will ich meinem Leben einen Sinn geben und wenn welchen oder wie viele.

Will ich mein Leben damit verbringe Menschen zu meinem Vorteil zu betrügen oder meine Lebenskraft dafür verwenden mit anderen Menschen gemeinschaftlich den Sinn des Lebens in einem Schöpfergottes zu suchen, statt zu zerstören?

Wer den Lebenssinn aus dem Blickwinkel eines Schöpfergottes betrachtet wird schnell erkennen, dass jeder selbst gesuchte und gefundener angeblicher Lebenssinn in bedeutungslosen irdischen Tätigkeiten sinnlos ist. Die falschen Götter führen zur Entleerung des Lebens, zur Depression, Krankheit und zu frühem Tod. Das Thema wird heutzutage gerne unter dem angeblichen „Hobby“ versteckt. Man brauche ein Hobby… Aus Freudscher Sicht kann das angeblich notwendige Hobby lediglich als Verdrängung der Sinnlosigkeit des eigenen Lebens angesehen werden.

Anders formuliert, dass Leben ist nur unter der einen Ausnahme nicht sinnlos, wenn ich mich mit dem Schöpfergott identifiziere; früher sagte man, man müsse an ihn „glauben.“ Über Jahrhunderte wurde allen Ernstes gestritten, ob es einen Gott gibt und seine Nichtexistenz oder Existenz „bewiesen.“ Tatsächlich ist diese Fragestellung bereits eine Dummheit und eine Zumutung für den gesunden Menschenverstand.

Wenn das Leben von vornherein ohne Sinn vom Schöpfer mitgegeben wurde, dann benötige ich auch keinen außerirdischen Gott, um einen Lebenssinn zu haben. Ich muss also nicht Unfug glauben, sondern meine Geisteshaltung verändern. Dann habe ich einen Lebenssinn. Und der besteht nicht im Glauben, sondern im Tun der Werke an Stelle des Schöpfergottes oder auch mit ihm gemeinsam. Nicht jedoch im Verkünden von Unfug im Stil der modernen Kirchen. 

Jeder der das Lebensziel 140 Jahre erreichen möchte sollte seinen Lebensinhalt unter diesem Gesichtspunkt ausrichten. Sport treiben ergänzt die Suche nach dem Unendlichen Leben, welches als Solches jedoch immer noch einen Sinn benötigt.