Die erste oder ewige Lebenskraft

Herr Lesch zitiert:

„Bleiben wir bei der Theorie, dass das Universum einen Ursprung gehabt hat, dessen Ursprünge wir nicht kennen (Min. 6,35).

https://www.youtube.com/watch?v=ffLW-FS8rxk

Kommentar:

Herr Lesch führt sehr schön aus, dass der größte Denker aller Zeiten, Herr Einstein, durchaus eine andere Auffassung vertreten hat. Er war der Auffassung das Universum sei schon immer da gewesen und nicht durch einen Urknall entstanden.

Nun gibt es aus Sicht von Herrn Lesch zahlreiche angeblichen Beweise, die dafür sprechen, dass das Universum in einem Urknall entstanden sein muss.

Diese Theorien sollen hier keinesfalls diskutiert werden.

Interessant ist jedoch, dass ein so genialer Denker, wie Herr Einstein, durchaus in der Lage war die Argumente der Befürworter der Urknalltheorie zu verstehen und zu bewerten.

Offensichtlich betrachtete er die dafür sprechenden Argumente nicht als ausreichend schlüssig.

Herr Lesch führt in seinem Vortrag aus, die Quantentheorie sei eine sehr gut nachweisbare Theorie, die Vorhersagen über den Aufbau der Atome usw. auch mathematisch ausreichend sicher machen würde.

Diese Aussage ist jedoch unter Physikern nicht überall geteilt.

Wir wissen die Feldtheorien der Quantenphysik können in vielen Teilen gute Vorhersagen machen, an anderen Stellen versagen sie.

Aus der Vorhersagbarkeit von physikalischen Phänomen mit mathematischen Theorien, die in weiten Teilen zu treffend sind, lassen sich, entgegen Herrn Lesch, jedoch keine weitergehenden Folgerungen in physikalisch nicht mehr nachprüfbaren Bereichen machen.

Es erfolgt eine Überbewertung der Mathematik hin zu einer Philosophie der Physik. Zur Kritik der Urknalltheorie vgl. hier.

Dann komme ich zur Medizin zurück.

Auch in der Medizin gibt es sehr schöne Theorien der Chemie, die teilweise auch auf der Quantenphysik beruhen und uns vorgaukeln wollen sie könnten Aussagen über den Beginn des Lebens und die Lebenskraft machen.

Diese Aussagen sind jedoch genauso fragwürdig wie die physikalischen Aussagen zum angeblichen Urknall des Universums.

Damit will ich keinerlei Aussagen zur Richtigkeit oder Fehlerhaftigkeit derartiger Theorien abgeben. Richtig ist eine Theorie dann wenn sie in der Lage ist durch Versuch und Irrtum einen Sachverhalt ausreichend sicher zu belegen oder sich zumindest durch Beobachtung bestätigen lässt.

Es gibt es heute weder zum angeblichen Urknall noch zur Entstehung des Lebens und der Lebenskraft versuche die deren Richtigkeit bestätigen oder widerlegen könnten, Beobachtungen allerdings ausreichend.

Hahnemann hat sich nicht umsonst dagegen gewehrt irgendwelche philosophischen Strömungen in sein Heilsystem aufzunehmen.

Kriterium für die Richtigkeit einer medizinischen Theorie sei alleine die Gesundheit des Patienten.

Aus den Forschungen die Herr Hahnemann als Erster betrieben hat wissen wir heute, dass das Freisein von Symptomen keinesfalls Gesundheit ist, wie Hahnemann noch vorgeschwebt hat.

Aus den Beiträgen in diesem Block konnte jeder Leser entnehmen, dass Gesundheit im heutigen alternativ medizinischen Sinne nur die freie Fluktuation der Lebenskraft sein kann.

Dieser Erkenntnis geht zuerst auf die alten Ärzte um Hippokrates zurück und wurde später durch den Arzt Franz Anton Messner konkretisiert.

Hahnemann hat durch die Entdeckung der Homöopathie die geistartige Wirksamkeit homöopathischer Mittel als Erster und Einziger erkannt.

Die geistartige Wirksamkeit homöopathischer Mittel wird von den heutigen Geistheilern, die sich fälschlicherweise als Homöopathen bezeichnen, missbraucht und mißverstanden.

Wer Gesundheit verstehen will muss zuerst den Ursprung des Universums als Quantenfluktuation verstanden haben, wie das mit anderen Worten Herr Schopenhauer formuliert hat.

Die Quantenfluktuation des Universums ist als die ursprüngliche Lebenskraft anzusehen aus der erste einfache Lebensformen entstanden sind und die weiter im Menschen ihren vorläufigen Abschluss gefunden hat.

Die Frage was vor dem Urknall war, können wir also nicht beantworten. Wir wissen jedoch, dass die erste Quantenfluktuation des Universums bereits die erste Lebenskraft darstellte.

Falls es eine erste Quantenfluktuation gegeben hat, war sie die erste Lebenskraft und der Ursprung des Menschen. Falls es keine erste Lebenskraft gegeben hat, sondern einen ewigen Kosmos, gibt es auch eine ewige Lebenskraft, egal welcher Physiker langfristig recht behalten soll.

Die Lebenskraft ist in jedem Fall mit dem Kosmos verbunden.

Wenn dann die erste Fluktuation der Lebenskraft verstanden wurde, muss in der nächsten Stufe das Schlüssel-Schloss-Prinzip der Pharmakologie und Mikrobiologie in das Märchenreich verbannt werden.

Diese Theorie behauptet zwar heute irgendwelche Lebensvorgänge erklären zu können. Doch auch an dieser Theorie kann auf dem Hintergrund der quantenartigen Wirkung der Lebensprogramme nicht wirklich festgehalten werden. Das bedeutet die Mikrostrukturen des Lebens haben Eigenschaften eines Quantencomputers, welche nicht durch das Schlüssel-Schloss-Prinzip erklärt werden können, sondern lediglich auf der Basis einer intelligenten Informationsverarbeitung vom Beginn des Lebens an, auch im mikrobiologischen Bereich. Erste Zweifel an der heutigen Schlüssel-Schloss-Theorie werden hier angedeutet. Der Autor spricht von allmählich auftretenden neuen Vorstellungen von den Zusammenhängen zwischen Protein-Primär-, Sekundär- und Tertiärstruktur und Proteinfunktion. Das ist nur eine vorsichtige Umschreibung des heutigen wissenschaftlichen Dilemmas.