Kohärenz des Unterbewusstseins

Herr Gassner beantwortet die Frage nach dem Bewusstsein.

Kann die Quantenphysik Naturwissenschaften und Geisteswissenschaften miteinander verbinden?

Ist Bewusstsein etwas was sich im Laufe des Lebens nach und nach entwickelt hat? (ab Min. 9).

Herr Gassner führt dazu aus, dass Bewusstsein etwas mit Leben und Gehirn zu tun habe.

Ab Minute 5 erklärt er die Wechselwirkung Kohärenz zur Dekohärenz.

Betrachten wir die entwickelten Gedankengänge aus der Sicht der Alternativmedizin ergeben sich andere Schlussfolgerungen.

Ich habe in vorangehenden Beiträgen ausgeführt, dass das  Unterbewusstsein ein Schwebezustand aus der Sicht der Quantenphysik darstellen muss.

Das ergibt sich aus der Art der Informationsverarbeitung im Gehirn. Wir sind in der Lage mit dem Gedächtnis gleichzeitig eine fast unbegrenzte Zahl von Informationen abzurufen, ein digitaler Computer müsste aller Speicher nacheinander abarbeiten, um die gewünschte Information zu finden.

Das erfolgt über das Unterbewusstsein. Die Arbeitsweise des Unterbewusstseins lässt sich nur dann verstehen, wenn wir von einem Schwebezustand der Quanteninformation ausgehen der physikalisch als Superposition angesehen werden muss. Informationen bestehen parallel in einem Zustand der Ungewissheit und sind gleichzeitig vorhanden ohne als Information erkennbar zu sein. Erst wenn sie abgerufen wird ist das Ergebnis, die Information bekannt.

Beim herkömmlichen digitalen Computer erfolgt die Informationsverarbeitung mit Hilfe einer binären Information zwischen Null und Eins. Beim Gehirn besteht die Information unausgelesen  in der Superposition oder im Schwebezustand. Es existieren gleichzeitig eine relativ unendliche Anzahl von Informationsmöglichkeiten die erst beim Abrufen der Information als Information erkennbar und von Bedeutung wird.

Das Unterbewusstsein aus der Superposition bzw. Kohärenz steht dem Bewusstsein gegenüber.

Daraus können wir schlussfolgern, dass das Bewusstsein nicht etwa eine spezielle menschliche Eigenschaft ist, sondern generell mit dem Leben verbunden ist. Das Bewußtsein ist dann nichts anderes als das Dekohärenzinterface des Unterbewußtseins. Es liest das Unterbewußtsein aus und ist im ungekehrten Vorgang in der Lage Informationen in das Unterbewußtsein zu transportieren, wenn wir von den elementaren Dienstprogrammen der einfachen Lebensvorgänge absehen.

Die Art der Informationsverarbeitung finden die bereits bei den elementaren stofflichen Vorstufen des Lebens, kommunizierenden Eiweißen, Viren, den Bakterien und den Tieren. Sie ermöglichen die Realisierung von einfachen Dienstprogrammen des Lebens und die Lebenskraft.

Wenn wir diese Betrachtungsweise auf die philosophischen Theorien anwenden, kommen jetzt schnell zu dem Ergebnis, dass dem Bewusstsein des Menschen durch die Philosophie eine Überhöhung zugesprochen wurde, die sich aus der Evolution und aus der Art der Informationsverarbeitung nicht begründen lässt (vgl. cogito ergo sum).

Herrn Gassner ist also beizupflichten, wenn er davon ausgeht, dass es dem Mond schon immer egal war ob er von einem Menschen gesehen wird oder nicht.

Das Unterbewusstsein hat demzufolge keinen Einfluss auf das Universum. Die gegenteilige Auffassung kommt nur bei Esoteriker vor die sich von der Realität weit entfernt haben und bei einigen Philosophen.