Neues vom Hümmler

Kommentar:

Herr Edgar Wallace  schreibt in seinem Kriminalroman der Homöopathiekritik mit dem Titel neues vom Hümmler über die Wirkungslosigkeit und den Unfug der Homöopathie.

Dazu dürfen bekannte Namen wie Tina Turner natürlich nicht fehlen, die zwar nicht durch einen Arzt für Homöopathie aber mit ähnlich wirkungsloser Methode behandelt worden sei und das fast nicht überlebt hätte.

Doch damit ist die Homöopathiekritik natürlich nicht erledigt.

Es geht weiter mit dem Titel: Die Quantendynamik der homöopathischen (Kopf-) Verschüttelung.

Bei diesen Ausführungen gibt es immer etwas zu lachen.

Was daran zu lachen ist stellt Herr Hümmler als physikalischen Unfug da. In dem Beitrag gibt es tatsächlich etwas lachen. Das Lachhafte ist, dass Herr Hümmler offensichtlich nicht einmal bemerkt hat, dass die Diplomierte Homöopathin einer Heilpraktikerin ist, die nicht Medizin studiert hat, sich dann jedoch  wagemutig auf das Gebiet der Quantenphysik begeben hat.

Ich kann aus dem Beitrag natürlich nicht die Kenntnisse des Herrn Hümmler auf dem Gebiet der Quantenphysik erkennen. Dazu äußert er sich vorsichtshalber schon mal nicht.

Ich kann jedoch von einer Heilpraktikerin nicht erwarten, dass sie Homöopathie und auch noch Quantenphysik wirklich gelernt hat. Damit wäre eine Heilpraktikerschule vollständig überfordert.

Es mag sein, dass sie durch ihre Ausbildung in die Lage versetzt ist einfacher akute Krankheiten homöopathisch zu behandeln und zu heilen.

Auf dem Gebiet der Quantenphysik scheitern jedoch regelmäßig auch studierte Physiker am Verständnis der dortigen Vorgänge.

Wir haben also allen Grund zum Lachen: Nicht unbedingt über eine Heilpraktikerin die sich zu physikalisch schwierigsten Fragen äußert, die sie nie gelernt hat, sondern über Herrn Hümmler, der solche Beiträge als Widerlegung der Homöopathie versucht genüsslich auszuschlachten.

Der Grundsatz der Waffengleichheit würde verlangen, dass er sich als promovierter Physiker ebenbürtige Homöopathievertreter für seine Analysen heraus sucht. Das wären beispielsweise Prof. Walach als Psychologe oder Dr. Baumgartner als Physiker.

Eine Frage bleibt jedoch zu diskutieren: Welche Informationen und wie viel Informationen ein angeregtes Elektron überhaupt speichern könne. Um dieser Frage zu beantworten ist Frau Munns offensichtlich nicht die geeignete Ansprechpartnerin.

Ich empfehle geeignete Fachleute speziell für die Frage zu konsultieren. IBM entwickelt seit Jahren einen vorläufigen und einfachen Quantencomputer. Auch bei diesem stellt sich die Frage, wie die Quanteninformation gespeichert werden kann ohne, dass sie durch Dekohärenz wieder verschwindet. Die dortigen Fachleute werden dazu bestimmt wesentlich sachkundigere Ausführung machen können als Frau Munns.

Von ihnen habe ich bisher jedenfalls noch nicht die Auffassung vernommen, dass keine Informationen gespeichert oder verarbeitet werden könnte, weil ein Elektron der Dekohärenz unterliegt.

Wenn wir diese Fragen in der Mikrobiologie bisher nicht beantworten können, ist Homöopathie nicht deshalb schon unplausibel.  Sie arbeitet mit genau diesen Phänomenen.

Und sie funktioniert, besser als sich Herr Hümmler vorstellen kann. Das sehen wir daran, dass sie sogar richtig schädlich sein kann, wenn sie von angeblichen Heilern verwendet wird, die solche Zusammenhänge nicht verstanden haben.