Wein-Nacht oder Weihnacht?

Wikipedia führt aus:

„Christen und Nichtchristen feiern Weihnachten heute meist als Familienfest mit gegenseitigem Beschenken; dieser Brauch wurde seit 1535 von Martin Luther als Alternative zur bisherigen Geschenksitte am Nikolaustag propagiert, um so das Interesse der Kinder auf das Fest der Geburt Christi zu lenken.[3] In katholischen Familien fand die Kinderbescherung weiterhin lange Zeit am Nikolaustag statt. Hinzu kamen alte und neue Bräuche verschiedener Herkunft, zum Beispiel Krippenspiele seit dem 11. Jahrhundert, zudem der geschmückte Weihnachtsbaum (16. Jahrhundert), der Adventskranz (1839) und der Weihnachtsmann (19. Jahrhundert). Dieser löste in manchen Regionen das Christkind und den Nikolaus als Gabenbringer für die Kinder ab.“

https://de.wikipedia.org/wiki/Weihnachten

Kommentar:

Die Doppeldeutigkeit des Begriffs Weihnacht (Wein-Nacht)lässt sich sehr leicht erklären. Weihnacht ist angeblich das  Fest der Liebe, speziell der Familienliebe.

Für den Mediziner ist das Weinen um Weihnacht von größerem Interesse. Die sogenannte Weihnachtsdepression kennt jeder Mediziner. Pünktlich zum Heiligabend um 18:00 Uhr melden sich im ärztlichen Bereitschaftsdienst regelmäßig Patienten die meinen eine ausgerechnet am Heiligabend bereits lange andauernde Beschwerde hätte solche Ausmaße angenommen, dass sie unbedingt ärztlich behandelt werden müssen.

Die Ruhe um Heiligabend lässt depressive Menschen in ein Stimmungstief fallen welches sie unter einem Vorwand nutzen um unbedingt eine ärztliche Behandlung in Anspruch nehmen zu wollen.

Aus diesem Zusammenhang kommt der Begriff Weihnacht. Diese Patienten weinen innerlich bereits, gestehen sich das natürlich nicht ein und versuchen eine andere Krankheit zu nutzen um zwischenmenschliche Kontakte auch mit dem Arzt herzustellen.

Es wird seit Jahren viel darüber diskutiert was die Vereinsamung der gerade der älteren Menschen verursacht.

Zu Weihnachten dürfen wir darüber nachdenken, was in dieser Gesellschaft so grundlegend falsch läuft, wenn sich gerade zur Weihnacht viele mit Weihnachtsdepression beim Arzt melden.