Amerikaner sterben immer früher

Die NZZ berichtet:

In ihren Augen geht der Griff nach den Opioiden, nach Alkohol oder nach der Schusswaffe für den Suizid auf den sozialen Abstieg der weißen Amerikaner mit High-School-Abschluss seit den siebziger Jahren zurück. Ihnen schien früher ein gutes Leben in bescheidenem Wohlstand garantiert zu sein. Dass sie nun früh sterben, ist gar nicht immer auf akute Armut zurückzuführen. Es ist eher ein «Tod durch Hoffnungslosigkeit». Dazu passt, dass die Zahl der Suizidtoten pro 100 000 Personen am stärksten zwischen 15 und 74 Jahren zunahm, während sie bei den über 75 Jahre alten Menschen abnahm.

https://www.nzz.ch/international/drogen-und-suizide-amerikaner-sterben-immer-frueher-ld.1440845

Kommentar:

Im Beitrag wird behauptet die Sterblichkeit steige durch Missbrauch von Opioiden an.

Gleichzeitig wird jedoch eingestanden, dass offensichtlich eine gewisse Hoffnungslosigkeit die Grundlage dafür bilden würde.

Im Blog wurde bereits regelmäßig ausgeführt, dass auch eine gewisse Religiosität im Sinne einer sinnvollen Ausrichtung des eigenen Lebens unabdingbare Voraussetzung für ein gesundes Leben darstellt.

Ein Dahintreiben im Alltagsleben ohne Sinn und Verstand wirft uns auf die animalische Stufe zurück. Anders formuliert: Ohne sinnvolles Leben mit Ausrichtung auf einen sinnvollen Lebensinhalt gibt es überhaupt kein Leben als Mensch.

Dann spielt es jedoch auch keine Rolle ob wir uns durch welche lebensbeendenden Maßnahme wie auch immer aus dem Leben schleichen.

Der Zweckoptimismus einiger Journalisten, die behaupten dank moderner medizinischer Erkenntnisse würde unser Leben immer sinnvoller und länger erweist sich bereits bei den Amerikanern als gescheitert.

Wenn wir die Absicht haben 140 Jahre alt zu werden müssen wir unserem Leben also zuerst einen sinnvollen Inhalt verpassen.

In der nächsten Stufe müssen wir uns von sinnlosen bis gefährlichen medizinischen Interventionen fernhalten und in der dann folgenden Stufe müssen wir uns um die chronischen Krankheiten im Sinne der Lebensbeendigungsprogramme kümmern und diese soweit möglich ausschalten.

Von diesen drei Stufen sind die Amerikaner, die freiwillig aus dem Leben geschieden sind, offensichtlich sehr weit entfernt.