Lebenskraft und Homosexualität

Die NZZ berichtet:

„(dpa) Papst Franziskus ist wegen Homosexueller in der Kirche in Sorge. «In unseren Gesellschaften scheint es gar, dass Homosexualität eine Mode ist, und diese Mentalität beeinflusst auf gewisse Weise auch die Kirche», sagte er in einem Interview auf Spanisch, das am Montag in einem Buch veröffentlicht werden soll. Homosexuelle Menschen im Klerus und in Priesterseminaren bereiteten ihm Sorgen, es sei eine «sehr ernste Angelegenheit». Personen mit «dieser tiefverwurzelten Tendenz» sollten seiner Meinung nicht in Seminaren oder zu religiösen Orden zugelassen werden.

Es sei ein «Fehler», zu glauben, dass Schwule in der priesterlichen Ausbildung «nicht so schlimm» seien und Homosexualität nur eine Form der Zuneigung sei. «Im geweihten Leben und im priesterlichen Leben hat diese Art von Zuneigung keinen Platz.»“

https://www.nzz.ch/international/papst-franziskus-nennt-homosexualitaet-modeerscheinung-ld.1441228

Kommentar:

Der Psychiater Herr Spitzer hatte sich zur Homosexualität geäußert, sie sei keine Krankheit da die Betroffenen nicht darunter leiden würden.

Die Kirche sieht in der Homosexualität eher eine behandlungsbedürftige Krankheit die auch durch Gebete zu behandeln sei.

Dem Papst Franziskus ist für ausnahmsweise zuzustimmen. Homosexualität ist heute eine gefeierte Minderheitenerscheinung die von deren Anhängern gerne als religiöse Weltanschauung durchs Leben getragen wird.

Dem Psychiater Herrn Spitzer ist insofern zu widersprechen, als das Kriterium des Leidens unter einer Krankheit nicht der alleinige Maßstab sein kann.

Der weit wichtigere Maßstab ist die Vereinbarkeit abweichender Neigungen, wie beispielsweise der Homosexualität, mit den Grundanforderungen des gesellschaftlichen Zusammenlebens und der gesellschaftlichen Weiterentwicklung im Sinne der Evolution.

Wir haben hier an zahlreichen Blogbeiträgen gesehen, dass die Lebenskraft die einzige Aufgabe hat der Weiterentwicklung der eigenen Spezies zu dienen.

Wenn in den entwickelten westlichen Gesellschaften Homosexualität zur Normalität erklärt wird, die nicht etwa nur zu tolerieren wäre sondern sogar noch gefeiert wird führt das die Lebenskraft in eine Sackgasse die in der Evolution keinen Fortbestand haben wird.

Die Lebensbeendigungsprogramme haben aus der Sicht des betroffenen einzelnen Individuums keinen Sinn, da sie letztlich die Aufgabe haben die Evolution der menschlichen Spezies aufrecht zu erhalten. Aus der Sicht der Menschheit haben sie durchaus einen Sinn der Aufrechterhaltung und Fortentwicklung der Spezies. Ohne Lebensbeendigungsprogramme würde es heute keinen Menschen geben.

Der Psychiater Herr Spitzer hat also offensichtlich die Funktion der Lebenskraft bei seiner Betrachtung zur Homosexualität unbeachtet gelassen. Welche Schlussfolgerungen daraus zu ziehen sind, soll hier nicht diskutiert werden.

Es muss auf jeden Fall dabei klargestellt sein, dass Betrachtung zur Homosexualität keinesfalls eine Diskriminierung von Homosexuellen rechtfertigen könnte aber auch keine Einladung zur Erhebung in den Status einer Religion begründen darf.