Sterbehilfe für angeblich psychisch Kranke

Das DÄ berichtet:

„Die Mutter des Belgiers Tom Mortier erhielt 2012 aktive Sterbehilfe aufgrund psychischer Leiden. Die Angehörigen wurden erst nach dem Tod darüber informiert. Voraussetzung für aktive Sterbehilfe in Belgien ist, dass sich die Patienten in einer medizinisch aussichtslosen Lage befinden. Mortier zufolge sei das bei seiner Mutter nicht der Fall gewesen. Sie habe lediglich vorübergehende psychische Erkrankungen gehabt, die heilbar gewesen wären. Aus diesem Grund klagte er.“

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/100278/Menschengerichtshof-behandelt-belgischen-Sterbehilfefall

Kommentar:

Die Grenze zwischen Sterbehilfe und Euthanasie ist nicht allzu weit. Es wurde in früheren Beiträgen regelmäßig diskutiert, dass die Menschheit im Größenwahn gerne Sterbehilfe als ein Akt der Mitmenschlichkeit verkaufen will, wie wir das aus unsäglichen Diktaturen kennen.

Im Beitrag vorgestellte Frau litt an einer psychischen Störung und wurde angeblich auf Ihren Wunsch aus dem Leben befördert.

Was eine psychische Störung sein soll befindet offenbar der tötende Arzt.

Es bestehen hier erhebliche Bedenken gegen die Anmaßung eines Arztes über Leben und Tod zu befinden.

Genauso wenig wie es einem Richter zusteht über Leben und Tod zu entscheiden, genauso wenig darf diese absurde Entscheidung einem Arzt überlassen bleiben.

Wer die Absicht hat aus dem Leben zu scheiden muss diese Absicht alleine und ohne Hilfe eines Dritten umsetzen. Als andere ist vorsätzliche Tötung.

Psychische Leiden dürfen als chronische Erkrankung angesehen werden, die mit Hilfe der Theorie von den Chronischen Krankheiten nach Hahnemann durchaus als besserungsfähig oder heilbar angesehen werden dürfen.