Grams in der TAZ

Die TAZ berichtet:

„Es war mein Lebenstraum“

Natalie Grams hat ihre homöopathische Praxis geschlossen. Jetzt leitet sie das kritische „Informationsnetzwerk Homöopathie“.

Haben Sie selber „potenziert“?

Nein, die Herstellung ist längst industrialisiert, das wird nicht mehr alles liebevoll von Hand geschüttelt. Allerdings hat der Homöopath, bei dem ich gelernt habe, seine Medikamente noch teilweise selbst mit einem in Leder gebundenen Buch potenziert.

https://taz.de/Ex-Homoeopathin-ueber-Globuli/!5289991/

Kommentar:

Hahnemann hat noch darauf bestanden, dass jeder Homöopath seine Medikamente selbst herzustellen hat. Diese Auffassung wird auch von mir vertreten und hat ihre Berechtigung. Die Medikamente sollten nicht lediglich selbst hergestellt, sondern auch in ihrere Wirkung an sich überprüft werden. Und diese Anforderungen habe ich nicht lediglich an Homöopathen, sondern an jeden Mediziner, der Patienten Medikamente verabreicht. Bei pharmakologischen Präparaten wird der ärztliche Selbstversuch nicht immer ungefährlich möglich sein. Wenn jeder Arzt die Medikamente, die er seinem Patienten zumutet selbst einnehmen würde, wäre er vielleicht bereit nur das unbedingt Erforderliche zu verordnen.

Frau Grams hat sich bemüht mit dem Zentralverband homöopathischer Ärzte ins Gespräch zu kommen. Das ist misslungen. Sie hat auch den Eindruck, dass es unerwünscht sei.

Diese Aussage von Frau Grams kann ich absolut bestätigen. Auch wenn ich bezweifle dass Frau Grams bei Herrn Scholten und Herrn Sankaran überhaupt Homöopathie gelernt hat, statt Geistheilung, ist ihr Wunsch sich über die Grundlagen der Homöopathie auseinanderzusetzen mehr als nachvollziehbar. Diese Auseinandersetzung findet bis heute nicht statt. Die angebliche Homöopathieforschung ist zwar keine Placeboforschung, läßt jedoch die wesentlichen Fragen der Homöopathie unbeantwortet.

Die wichtigste Frage wäre, ob homöopathische Mittel gefährlich durch ihre Anwendung sein können. Ein von mir dazu vorgeschlagener Versuch wurde ohne nachvollziehbare Begründung abgelehnt.

Die einzige Erklärung die ich dazu habe ist, dass im Zentralverband homöopathischer Ärzte inzwischen unkritische Ärzte das Sagen haben, die an einer kritischen Auseinandersetzung mit der Homöopathie nicht interessiert sind.

Dabei wird nicht lediglich die Kritik ignoriert sondern auch eine mögliche Patientengefährdung durch Homöopathie.

Das wurde von mir bereits in den letzten Jahren bemängelt.