Taleb und der Intelligenzquotient

Die NZZ berichtet:

„Unter dem wissenschaftstheoretischen Strich wiederholte Taleb ein Poppersches Mantra: Der Wert von Intelligenztests ist davon abhängig, wie man den Messgegenstand definiert. Die hierbei verwendete Definition von Intelligenz ist zu sehr reduziert auf Geltungsbereiche, die einem komplexen Phänomen wie dem menschlichen Intellekt in der Lebenswelt unmöglich gerecht werden.

Abgesehen von einem Punktsieg erreichte Taleb mit seinen Ausfällen auf Twitter etwas Aussergewöhnliches: Indem er die IQ-Diskussion nicht in gängige Stellvertreter-Streitigkeiten über akademische Political Correctness, Rede- und Meinungsfreiheit verpackte, sprach Taleb einen komplexen Gegenstand direkt und sachlich an. Das Resultat war ein so derbes wie packendes und lehrreiches Social-Media-Seminar. Das dürfte ruhig öfter passieren.“

https://www.nzz.ch/feuilleton/ist-der-intelligenzquotient-ein-pseudowissenschaftlicher-schwindel-nassim-taleb-geht-auf-konfrontation-mit-steven-pinker-und-anderen-helden-des-dark-web-ld.1450747

Kommentar:

Während Professor Lesch im stolzen Brustton der Überzeugung die einzigartige Richtigkeit der Urknalltheorie mantraartig wiederholt ohne auf die dabei unbedingt erforderlichen Gegenargumente einzugehen, wie das für einen gestandenen Wissenschaftler unabdingbare Selbstverständlichkeit sein müsste, hat als Herr Taleb über den Wert des Intelligenztests als Meßparameter für irgendwelche menschlichen Eigenschaften zum Gegenschlag ausgeholt.

Was in den achtziger Jahren als wissenschaftliche Redlichkeit selbstverständlich angesehen wurde bestand in der übereinstimmenden Erkenntnis, dass der Intelligenztest nicht etwa die Intelligenz des Menschen misst sondern genau das was der Ersteller des Intelligenztests mit seiner möglicherweise beschränkten Intelligenz für Intelligenz hält.

Im Zuge des Größenwahns nachwachsender Generationen wurde diese Voraussetzung des Intelligenztests unter den Tisch gekehrt und als objektiveren Parameter für angebliche Intelligenz betrachtet.

Herr Taleb hat dieser etwas beschränkten Betrachtungsweise einiges entgegengesetzt. An dieser Diskussion möchte ich mich aus verständlichen Gründen nicht beteiligen.

Dieselbe Diskussion wäre auf dem Gebiet der Medizin heute zu führen. Das was uns hier von einigen angeblichen Experten als Gesundheit und Erfolge der Medizin verkauft wird ist mehr zu als zu hinterfragen.

An dieser Stelle gibt es erhebliche Differenzen zwischen der Schul- und der Alternativmedizin.

Es wäre also auch sehr begrüßenswert wenn auf dem Gebiet der Medizin inzwischen mehr Kritiker das Wort ergreifen würden um der Vormachtstellung einer immer mehr um sich greifenden Pharmalobby entgegenzutreten.

Nichthomöopathen beurteilen Homöopathie

Dpd führt aus:

„Es bedarf keiner Forschung zur Homöopathie mehr in öffentlichen Institutionen. Zugang zu universitärer Reputation, gleich in welcher Form und auf welcher Ebene, steht der Homöopathie als unwissenschaftlicher Methode nicht zu. So führt die „Marburger Erklärung“ von 1992 aus:

„Wir betrachten die Homöopathie nicht etwa als unkonventionelle Methode, die weiterer wissenschaftlicher Prüfung bedarf. Wir haben sie geprüft. Homöopathie hat nichts mit Naturheilkunde zu tun. Oft wird behauptet, der Homöopathie liege ein ‚anderes Denken‘ zugrunde. Dies mag so sein. Das geistige Fundament der Homöopathie besteht jedoch aus Irrtümern (Ähnlichkeitsregel, Arzneimittelbild, Potenzieren durch Verdünnen). Ihr Konzept ist es, diese Irrtümer als Wahrheit auszugeben. Ihr Wirkprinzip ist die Täuschung des Patienten, verstärkt durch Selbsttäuschung des Behandlers“.“

https://hpd.de/artikel/schon-wieder-homoeopathie-eben-nicht-16247

und beruft sich auf andere medizinische Laien wie GWUP:

http://www.homöopedia.eu/index.php/Artikel:Systematische_Reviews_zur_Hom%C3%B6opathie_-_%C3%9Cbersicht

Im Impressum finden wir die vielen Ärzte für Homöopathie, die sich hinter den Seiten verstecken oder nicht?

„Der Humanistische Pressedienst (hpd.de) ist das Internetangebot eines Trägers, der die Rechtsform eines eingetragenen Vereins (hpd e.V.) hat. Die Mitglieder des Trägervereins sind Privatpersonen und Organisationen.

Sitz der Redaktion:

Pufendorfstraße 6B
10249 Berlin

Tel.: 030 555 233 90
Mail: redaktion@hpd.de

Verantwortlich im Sinne des Telemediengesetzes: Frank Nicolai, Goebenstraße 8, 10783 Berlin.“

https://hpd.de/impressum

Kommentar:

Es gibt sicher viel in der Medizin zu kritisieren, besonders wenn sie wenig in der Lage ist chronische Krankheiten zu heilen, insobesondere weil bis heute nicht einmal eine Theorie der chronischen Krankheiten in der Schulmedizin existiert.

Hier liegt jedoch der Fall vor, dass sich eine anonyme Gemeinschaft anmaßt über Sachverhalte zu entscheiden, deren nicht benannte Mitglieder Homöopathie vermutlich nie gelernt haben.

Es ist auf meinen Seiten ausreichend ausgeführt worden, dass die heute praktizierte Homöopathie mehr als kritikwürdig ist und teilweise sogar gefährlich.

Diesen Sachverhalt können medizinische Laien, die nie Homöopathie gelernt haben, jedoch nicht einmal ansatzweise beurteilen.

Umso mehr muss die Anmaßung zurückgewiesen werden, wenn sich hier anonyme Kritiker hinter einem Verein verstecken und meinen aus dem Versteck heraus unqualifizierte Kritik in einer Form zu äußern die bei medizinischen Laien den falschen Eindruck der Sachkunde erweckt.

Durch den Ausschluss von Professor Goetzsche aus der cochrane laboration wurde gerade erst kürzlich der Nachweis geliefert, dass Pharmakritik aus sachkundiger Hand in dem heutigen Medizinsystem nicht geduldet wird, nicht einmal bei den Ärzten, die behaupten dafür einzustehen.

Dasselbe trifft leider ebenfalls für Homöopathiekritik in der Alternativmedizin zu. Auch die Ärzte für Homöopathie lehnen jede selbstkritische Analyse der heutigen homöopathischen Behandlungsmethoden ab. Noch schlimmer, sie holen sich medizinische Laien für angebliche Weiterbildung in Homöopathie in ihre Zentren und meinen, dass sie von diesen Personen großartige homöopathische Erkenntnisse gewinnen könnten.

An diesen beiden Beispielen sehen wir wie weit jede Medizinkritik inzwischen zum Erliegen gekommen ist.

Das kann jedoch kein Grund sein Medizinkritik zukünftig nur noch von medizinischen Laien auszuüben.  Aufgabe der Ärzteschaft wäre es zuerst eine kritische und neutrale Institution zu schaffen die kompetent besetzt ist und sich sowohl mit Impfkritik, als auch mit Pharmakritik, als auch mit Homöopathiekritik auseinandersetzen.

Das Fehlen dieser Auseinandersetzung beweist den Rückschritt in der modernen Medizin und läßt nichts gutes für die Zukunft erwarten.

Quanteneffekt oder Wellentheorie, beides geht nicht

Prof. Walach beschäftigt sich mit der generalisierten Quantentheorie. Dabei ordnet er dem Begriff der Komplementarität vorrangige Bedeutung zu.

Mit der Quantenmechanik kommt ein neuer Aspekt in die Diskussion, nämlich die ganzheitliche Betrachtung von Situationen, Gegenständen oder Sachverhalten, bei denen maximal inkompatible Gegensätze nötig werden, um die Sache zu verstehen.

Man sieht daran: der grundlegendste Sachverhalt, der von der Quantenmechanik erfasst wird, der bislang nicht in der geistesgeschichtlichen Diskussion relevant war, ist der theoretische Umgang mit komplementären oder inkompatiblen Begriffspaaren. Genauer gesagt, in der Quantenmechanik sind solche Grössen nötig und unreduzierbar.

Meistens übersehen oder ignorieren wir sie, weil sie in unserem klassisch-physikalischen Weltbild keinen Platz haben, oder aber, wir versuchen – unzulänglicher und unzulässiger Weise – solche Phänomene mit einem notdürftigen kausalen Verständnis auszustatten. Telepathie, Hellsehen, Präkognition etwa wären lebensweltliche Phänomene, von denen wir vermuten, dass sie nichtlokal in ihrer Natur sind und daher als generalisierte Verschränkungsphänomene verstanden werden müssen. Möglicherweise sind auch viele andere Phänomene, die wir noch nicht gut verstanden haben, Beispiele für solche nicht-lokale Verschränkungen generalisierter Art.“

https://harald-walach.de/forschung/schwache-quantentheorie/

Kommentar:

Auf der Grundlage der Hahnemannschen Erkenntnisse stellen sich die Phänomene der Quantenphysik in der Medizin anders dar als von Professor Walach diskutiert.

Wichtigstes Indiz für quantenphysikalische Phänomene in der Medizin ist nach seiner Auffassung das angeblich nicht lokale Phänomen der Telepathie des Hellsehens und der Präkognitionen.

Wir wissen aus den Versuchen, dass 90 % der Personen die behaupten derartige Eigenschaften zu haben als Betrüger entlarvt wurden und unter Versuchsbedingungen keinerlei derartige Phänomene reproduzieren konnten.

Wir wissen, dass ein ganz geringer Personenkreis tatsächlich die Phänomene der Telepathie beherrscht. Das ist in zahlreichen Fallberichten überliefert. Dann ergibt sich die Frage, ob Telepathie auf das Instrumentarium der Quantenphysik zurückgreifen muss um erklärbar zu werden.

Wir wissen darüber hinaus aus der Funktechnik, dass bereits geringfügige Sendeleistung von wenigen Milliwatt einer geeigneten Frequenz ausreichend sind von einem sehr selektiven Empfänger in tausenden von Kilometern Entfernung empfangen zu werden. Entscheidend dabei ist die Resonanz des Senders und des Empfängers. Das Gehirn produziert bei der Informationsverarbeitung  wellenartige elektromagnetische Signale, die möglicherweise über freie elektromagnetische Felder übertragbar sind.

Diese Erkenntnisse bedeuten nichts anderes als das Kommunikation zwischen zwei Lebewesen nicht auf einer Quantenebene über Verschränkung erfolgt, was physikalisch auch schwer nachvollziehbar wäre,  sondern über elektromagnetische Felder mit hoher Resonanz.

Den einzigen sicheren Hinweis auf quantenphysikalische Vorgänge im lebenden Organismus haben wir durch Hahnemann und neuere Versuche geliefert bekommen.

Die zunehmende Wirkung homöopathischer Mittel durch Potenzieren erlaubt den Rückschluss auf das Fehlen des Ausgangsstoffes und eine informationsartiger Weitergabe der Heilinformation.

Diese wirkt jedoch nicht über eine Entfernung sondern ausschließlich durch Kontakt in Form des Berührens der Nervenenden.

Damit ist bereits der große Irrtum vieler Homöopathen der Gegenwart angesprochen. Sie meinen teilweise, die Heilinformation sei unabhängig von der Berührung des homöopathischen Mittels mit den Nervenenden wirksam und behaupten damit eine Fernwirkung oder Geistheilung homöopathischer Mittel.  Das widerspricht jedoch den Erkenntnissen von Hahnemann von Anfang an, sowie zahlreichen anderer Homöopathen, einschließlich meiner Person.

Für Professor Walach ist der psychotherapeutische Ansatz verständlicherweise vorzuziehen. Er spielt in der Homöopathie ebenfalls eine wichtige Rolle.

Die Auffassung, dass Fernwirkungseffekte Telepathie Hellsehen und Präkognition mit Quantenphysik zu erklären wären ist nicht nachvollziehbar.

Verschränkung unter Lebewesen könnte angenommen werden, wenn wir alle Lebewesen auf wenige Ausgangsmoleküle zurückführen, die von Anfang an verschränkt waren und die Verschränkung im Laufe der Evolution weiter gegeben haben.

Sie setzt weiter voraus, dass alle verschränkten Elemente zumindest in der Evolution einmal Kontakt miteinander hatten und durch zelluläre Mechanismen verschränkt worden sind. Auch diese Annahme ist nachvollziebar.

Die Voraussetzungen könnten für Mutter Kind oder Vater Kind angenommen werden, für weiter entfernte Verwandte nur noch in geringerem Maße.

Eine Informationsübertragung über die Verschränkung dürfte dabei jedoch nicht das entscheidende Erklärungsmodell darstellen, sondern lediglich eine Bereitstellung synchroner Sender und Empfänger. Ihre Synchronisation wird durch die ursprüngliche Verschränkung der beteiligten Moleküle hergestellt und damit hochresonante Systeme geschaffen, die ihrerseits über elektromagnetische Wellen räumliche Entfernungen überwinden könnten um Informationen auszutauschen.

Ein Modell wie alleine über quantenphysikalische Verschränkungen Informationen über Entfernungen übertragen werden könnten, ohne die Übertragung des verschränkten Teilchens, wurde von ihm nicht erläutert und kann hier nicht nachvollzogen werden.

Alledings wird beim Berühren der Nervenenden durch das homöopathische Mittel ausschließlich eine Quanteninformation durch Verschränkung mit dem Empfänger übertragen, nicht etwa eine elektromagnetische Schwingung durch Einwirkung auf das Nervensystem.

Das sind die beiden Phänomene die heute in der Alternativmedizin regelmäßig verwechselt werden.

Fakewissenschaften

Prof. Lesch verbreitet wieder Glaubenslehre der Kosmologie:

https://www.youtube.com/watch?v=IcMkerb1Cnc

Hier eine kritische Meinung:

„Die Urknalltheorie basiert auf einer großen Anzahl hypothetischer Wesenheiten, auf Dingen, die wir
niemals beobachtet haben – Aufblähung, geheimnisvolle Materie und dunkle Energie sind die auffallendsten
Beispiele. Ohne diese gäbe es einen fatalen Widerspruch zwischen den Beobachtungen durch die Astronomen und den Vorhersagen der Urknalltheorie. In keinem anderen Bereich der Physik würde diese stetige Zuflucht in neue hypothetische Objekte als ein Weg akzeptiert werden, um die Lücken zwischen Theorie und Beobachtung zu schließen. Irgendwann
müssten ERNSTHAFTE FRAGEN ÜBER DIE RICHTIGKEIT DER ZUGRUNDELIEGENDEN URKNALLTHEORIE AUFGEWORFEN WERDEN!“

https://www.astronews.com/forum/showthread.php?9591-Urknalltheorie-falsch-Alternativen

Kommentar:

Aus meinem Teil Physikstudium weiss ich, dass der Professor bei der Berechnung physikalischer Vorgänge regelmäßig Näherungsrechnungen verwendet hat. Die physikalische Realität ließ sich durch die zur Verfügung stehende Mathematik nicht exakt berechnen.

Umso gravierender darf die Fehlerhaftigkeit mathematischer Modelle betrachtet werden wenn sie einen angeblichen Urknall errechnen wollen.

Aus diesen mathematischen Modellen physikalische Theorien herleiten zu wollen dürfte erst dann gerechtfertigt sein wenn sie sich an der Realität gemessen als richtig erweisen.

Das ist gerade bei der Urknalltheorie nicht gegeben.

Sehen wir uns die heutigen medizinischen Theorien an zu Krankheit, Impfung und Tod dann werden wir schnell feststellen, dass es nicht einmal eine umfassende Theorie der Krankheit, Gesundheit und des Todes in der Schulmedizin gibt. Der Einzige der eine erste Theorie zur chronischen Krankheit aufgestellt hat war Herr Hahnemann. Seine zwischen etwa 200 Jahre alten Erkenntnisse sind bis heute nicht in die Schulmedizin aufgenommen worden.

Wir können demzufolge davon ausgehen, dass die Schulmedizin weitere 200 Jahre bei der Behandlung chronischer Erkrankungen völlig im Dunkeln herum irren wird. Solange wird uns auch die Urknalltheorie als die letzte Wahrheit verkündet werden.

Die sieben unabänderlichen Eigenschaften des todsündigen Menschen

Sünden entstehen nach der klassischen Theologie aus sieben schlechten Charaktereigenschaften:

  • Superbia
    Hochmut (Stolz, Eitelkeit, Übermut)
  • Avaritia
    Geiz (Habgier, Habsucht)
  • Luxuria
    Wollust (Ausschweifung, Genusssucht, Begehren, Unkeuschheit)
  • Ira
    Zorn (Jähzorn, Wut, Rachsucht)
  • Gula
    Völlerei (Gefräßigkeit, Maßlosigkeit, Unmäßigkeit, Selbstsucht)
  • Invidia
    Neid (Eifersucht, Missgunst)
  • Acedia
    Faulheit (Feigheit, Ignoranz, Überdruss, Trägheit des Herzens)

https://de.wikipedia.org/wiki/Tods%C3%BCnde

Kommentar:

Was in der Theologie die schlechten Charaktereigenschaften sein sollen ist offenbar der Charakter des Durchschnittsbürgers.

Kritisch wird es, wenn eine dieser Eigenschaften vollständigem Besitz über einen Menschen ergreift. Sie haben von der Evolution her betrachten jede ihre evolutionäre Berechtigung und dienen letztendlich der Lebenskraft zum Fortbestand.

Wenn wir sie als abzustellende Todsünden der Kirchen betrachten wollen, würden wir nicht lediglich die Evolution einfältig beenden sondern auch unser individuelles Leben Satanas preisgeben.

Wer die Absicht hat 140 Jahre alt zu werden sollte sich nicht in Selbstzerwürfnis vor den Spiegel stellen und als armen Sünder vor dem Herrn betrachten, sondern als selbstbewussten Vertreter der sieben Todsünden vor Gott, was natürlich nicht heißen sollte wir leben für die sieben Todsünden allein. Die verkrüppelten Vertreter der Verleugnung der sieben Todsünden lassen sich in den Kirchen besichtigen. Sie verhöhnen ihr eigenes Leben in einem Schuldkult der Sünden, wie wir es heute gerade aktuell besonders beobachten müssen.

Wer sich nur lange genug als unwerten reuigen Sünder betrachtet, wird es irgendwann auch tatsächlich sein.

Und wir dürfen uns heute auch fragen, ob dieser Schuldkult nicht letztendlich zu einem Überschießen der Ira und Superbia geführt haben und immer wieder führen wird mit dem Ergebnis der satanischen Auswüchse des letzten Jahrhunders.

Anders formuliert:

Der angebliche Gutmensch schürt den satanischen Hass. Das ist das Simileprinzip von Hahnemann auf die Charaktereigenschaften angewendet.

Der Glaube des Homöopathen bei Kent

Herr Kent ging davon aus, dass nur ein gläubiger Mensch Homöopath werden könne. Ich habe vorangehenden Beitrag bereits darauf aufmerksam gemacht, dass die Heilung chronischer Krankheiten ein Eingriff in das Geschehen der Evolution ist und damit dem alten Mann mit dem weißen Bart in das Handwerk pfuscht.

Man kann deshalb die Auffassung vertreten es stehe dem Menschen nicht zu Gottes Werk zu boykottieren.

In der Tat kommt aus katholischen Kreisen regelmäßig Kritik an der Homöopathie, die darin eine Art Hexerei sehen wollen.

Damit sind wir bereits mitten in den Grundfragen jeder Religion angelangt.

Wer Medizin und noch mehr die Menschwerdung als das Ergebnis chemischer Reaktionen ansieht wird weder das Wesen der Lebenskraft noch das der Lebensbeendigungsprogramme verstehen können.

Wenn ich Medizin und die Menschwerdung jedoch als eine Fortsetzung des Werkes Gottes ansehe wird die Auffassung von Herrn Kent verständlich.

Richtige Homöopathie ist die Fortsetzung des Werkes Gottes ohne Hexerei und übersinnlichen Unfug oder sonstiger Heilslehren.

Wer dabei die Heilslehren der Religion beiseite schiebt, Medizin nicht als Nächstenliebe begreift, sondern als Gelderwerbsquelle und dabei möglicherweise sogar noch mit betrügerischen Mitteln arbeitet, der ist als Fortsetzer der Werke Gottes nicht geeignet, sondern eher Vertreter des Faustischen Alltagsmenschen in Mitteleuropa, wie er uns bereits in der Schule nahe gelegt wird.

Wer wissen möchte was Nächstenliebe ist, der sollte zum Sikhtempel nach Delhi fahren und sich die Speisung der Zehntausenden ansehen.

Vom Endzweck des Menschseins bei Kant

Kant schreibt:

Von dem Menschen nun (und so jedem vernünftigen Wesen in der Welt), als einem moralischen Wesen, kann nicht weiter gefragt werden: wozu (quem in finem) er existiere. Sein Dasein hat den höchsten Zweck selbst in sich, dem, so viel er vermag, er die ganze Natur unterwerfen kann, wenigstens welchem zuwider er sich keinem Einflusse der Natur unterworfen halten darf. – Wenn nun Dinge der Welt, als ihrer Existenz nach abhängige Wesen, einer nach Zwecken handelnden obersten Ursache bedürfen, so ist der Mensch der Schöpfung Endzweck; denn ohne diesen wäre die Kette der einander untergeordneten Zwecke nicht vollständig gegründet; und nur im Menschen, aber auch in diesem nur als Subjekte der Moralität, ist die unbedingte Gesetzgebung in Ansehung der Zwecke anzutreffen, welche ihn also allein fähig macht, ein Endzweck zu sein, dem die ganze Natur teleologisch untergeordnet ist.32

[Kant: Kritik der Urteilskraft. DB Sonderband: Die digitale Bibliothek der Philosophie, S. 29118

(vgl. Kant-W Bd. 10, S. 394-395)]

 

Kommentar:

Hahnemann hat bewusst abgelehnt über medizinische Sachverhalte zu spekulieren und ein philosophisches Gebäude dafür zu errichten.

Wie wir in den chronischen Krankheiten bei Hahnemann sehen, kam auch er nicht umhin eine Theorie der chronischen Krankheiten aufzustellen. Das wurde von nachfolgenden Homöopathen als Einladung aufgefasst wildeste philosophische Spekulationen zur Homöopathie aufzustellen, die jeglicher nachprüfbarer Grundlage entbehren.

Ich möchte deshalb in dieser Betrachtung auf die Elementarebene zurückkommen. Ganz ohne elementare Betrachtung zum Menschsein und den Krankheiten wird eine Medizin nicht in der Lage sein Krankheiten zu erkennen zu behandeln und zu heilen.

Die Philosophen haben sich seit Menschheitgedenken bemüht eine Theorie vom Sinn des Lebens aufzustellen.

Kant macht dazu eine klare Ansage: Beim Menschen könne nicht hinterfragt werden wozu er überhaupt existiere. Anders formuliert heißt es das menschliche Dasein hat von vornherein keine Sinn und keinen Zweck an sich.

Um den Glauben an einen Sinn im menschlichen Dasein doch noch zu retten greift Herr Kant zu einer Form der Intellektuellen Selbstüberlistung mit Rückfrageverbot. Er postuliert frisch und fröhlich, wenn schon der Mensch einer nach Zwecken handelnden obersten Ursache bedürfe, so sei der Mensch bereits der Endzweck der Schöpfung.

Damit sind wir jedoch bereits wieder bei den biblischen Glaubensaussagen gelandet, ohne dass Herr Kant diese Glaubensaussage auch als solche kennzeichnen würde.

Wohin diese Art der Frömmigkeit führt, sehen wir im Goethespruch:

Engel
Gerettet ist das edle Glied
Der Geisterwelt vom Bösen,
Wer immer strebend sich bemüht,
Den können wir erlösen.
Und hat an ihm die Liebe gar
Von oben teilgenommen,
Begegnet ihm die selige Schar
Mit herzlichem Willkommen.

Vielleicht gibt es auch Erlösung ohne sinnloses Treiben ohne Unterlass?

Wir können uns sparen Jahrtausende alte philosophische Werke zu studieren. Der letzte Sinn des Menschseins wird von keinem Philosophen ernsthaft behauptet. Herr Hahnemann tat gut daran sich nicht an diesen wilden Spekulationen ohne Sinn und Verstand zu beteiligen.

Auch modernen Homöopathen täten besser  daran sich von esoterischen Spinnereien der Neuzeit fernzuhalten.

Lebenskraft bei Schopenhauer

Hier ist seine Auffassung zur Lebenskraft:

„ganz dieser Art ist endlich der eben jetzt, in der Mitte des 19. Jahrhunderts wieder aufgewärmte, aus Unwissenheit sich original dünkende, rohe Materialismus, welcher zunächst, unter stupider Ableugnung der Lebenskraft, die Erscheinungen des Lebens aus physikalischen und chemischen Kräften erklären, diese aber wieder aus dem mechanischen Wirken der Materie, Lage, Gestalt und Bewegung erträumter Atome entstehen lassen und so alle Kräfte der Natur auf Stoß und Gegenstoß zurückführen möchte, als welche sein »Ding an sich« sind.“

Schopenhauer, Arthur. Die Welt als Wille und Vorstellung. Band I (German Edition) (Kindle-Positionen2642-2643). Kindle-Version.

Zum Treiben der Ärzte hat er folgende Auffassung:

Nicht Ärzte und Apotheker, sondern die Lebenskraft heilt die Krankheiten, für welche jene Herren dann das Geld einstreichen
> P II 171, 185, 184 Anm.

http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de/Schopenhauer-Begriffe/Lebenskraft/lebenskraft.html

Kommentar:

Bei den heutigen Ärzten und Wissenschaftlern wird man vergeblich nach dem Begriff der Lebenskraft suchen.

Umso erfreulicher ist es, dass sich zumindest Herr Schopenhauer über die Lebenskraft und ihr Wirken Gedanken gemacht hat.

Auch in der Gegenwart meinen die Forscher die Lebenskraft ignorieren zu dürfen um das Wirken des Lebens aus physikalisch chemischen Kräften heraus erklären zu wollen.

Diese Auffassung hat Herr Schopenhauer bereits verworfen.

Lediglich die Alternativmediziner Herr Hahnemann oder Herr Messmer haben ihre medizinischen Systeme auf dem Wirken der Lebenskraft aufgebaut.

Wenn wir uns heute die Aufgabe stellen chronische Krankheiten heilen zu wollen müssen wir auf das Wissen der Alternativmediziner wie Hahnemann und seine Schüler zurückgreifen.

Bei Schopenhauer ist interessant, dass er eine Lebenskraft nicht lediglich im belebten Bereich sieht, sondern der Entstehung des Universums bereits eine gewisse Lebenskraft zugesteht.

Bei Schopenhauer sind keine esoterischen Ergüsse zur Lebenskraft zu finden. Seine Auffassung ist mit einem wissenschaftlichen Weltbild der Gegenwart in Übereinstimmung zu bringen.

Zusammenfassung Erkenntnisse der Homöopathieforschung

Ich möchte die Erkenntnisse der letzten Jahre in kurzen Thesen zusammenfassen:

I.

Homöopathie beruht auf quantenartigen Informationen, die in Gleichgewichtskreise der DNA eingreift und diese zeitweilig verschiebt.

Homöopathie beruht nicht auf einer geistartigen Wirkung in dem Sinne, dass sie über die Psyche wirken würde, sondern geistartig im Sinne von Informationsartig und auf intrazelluläre Regelkreise bezogen.

Geistheilung und Homöopathie haben beide nichts gemeinsam. Homöopathie wirkt durch das berühren der Nervenenden mit der Quanteninformation aus dem homöopathischen Mittel. Geistheilung wirkt durch geistige Einflussnahme des Geistheilers.

Dann komme ich zu den Irrtümern der Homöopathie:

Eine Grundannahme der Homöopathie lautet:

Das homöopathische Mittel erzeuge Prüfungssymptome. Diese Auffassung ist unscharf und sollte in dieser Form nicht vertreten werden. Richtig ist vielmehr, dass Homöopathie die Lebenskraft verstimmt und nur diese Verstimmung der Lebenskraft in der Lage ist individuelle Prüfungssymptome des Probanden zu erzeugen.

Davon gibt es eine bisher kaum beachtete Ausnahme. Die Grundprogramme der Lebenskraft laufen so unterschwellig ab, dass sie vom Bewusstsein  wenig oder nicht erfasst werden können. Dazu gehören beispielsweise alle grundlegenden Dienstprogramme die dafür sorgen, dass der Organismus sich selbst mit der nötigen Energie versorgt, sich vermehrt und auch gesetzmäßig in einem bestimmten Alter selbst vernichtet (Lebensbeendigungsprogramme).

Diese Programme können zwar durch homöopathische Mittel beeinflusst werden. Auf dieser fundamentalen Ebene erzeugen homöopathische Mittel jedoch keine wahrnehmbaren Prüfungssymptome. Wir haben nur die Möglichkeit indirekt die Wirkung der homöopathischen Mittel auf diese Lebensebene zu erfassen, indem wir beobachten, ob unter ihrer Wirkung eine Lebensverlängerung bewirkt wird oder das Gegenteil.

II.

Die Lebenskraft kann nur als programmierte Rückkopplung zwischen einzelnen untergeordneten Quantencomputern verstanden werden.

Sie hat die Möglichkeit sich selbst nach vorgegebenen Programmen ein zu regeln.

Die Homöopathie sollte nur dann zur Anwendung kommen, wenn die körpereigenen Regulierungsprogramme versagen oder nicht ausreichend funktionieren.

Besonders erfolgreich arbeitet Homöopathie bei der Einregulierung des Abwehrsystems. Besonders Autoimmunerkrankungen und Abwehrschwäche sind gut geeignet um homöopathisch behandelt zu werden.

III.

Von besonderem Interesse dürften die Lebensbeendigungsprogramme sein. Die Ungleichgewichte durch Lebensbeendigungsprogramme lassen sich als chronische Krankheiten mitunter bereits in jungen Lebensjahren nachweisen.

Die Behandlung zu diesem Zeitpunkt bietet einen erheblichen Lebensgewinn.

Sofern wir eine Lebensverlängerung erzielen wollen, müssen wir die chronischen Krankheiten in jungen Jahren rechtzeitig und erfolgreich behandeln ohne dabei die Lebenskraft zu schwächen.

Gleichzeitig müssen wir mit Hilfe der Homöopathie die Stammzellen soweit inaktivieren, bis sie in höherem Lebensalter auch noch für die Zellregeneration unverbraucht zur Verfügung stehen.

Das sollte Aufgabe der Homöopathie in den nächsten Jahrzehnten darstellen.

Dafür müssten zuerst objektive Parameter der Behandlung entwickelt werden. Alleine der Bezug auf Symptome reicht da nicht aus.