Wissenschaftlich erwiesener Wissenschaftsunfug

Die FAZ verkündet:

„Drei amerikanischen Forschern ist ein trauriger Beweis gelungen: Man kann selbst den größten Blödsinn publizieren – wenn er nur ins vorgefasste Weltbild passt.“

http://www.faz.net/aktuell/wissen/forschung-politik/jux-artikel-lassen-forschungen-in-keinem-guten-licht-erscheinen-15836174.html

Kommentar:

Ich habe selten so gelacht:

Die angeblichen Wissenschaftler dürfen den größten Blödsinn publizieren. Es finden sich immer noch Dümmere die diesen Unfug glauben und journalistisch verbreiten. Das gipfelt in der Verbreitung von „Mein Kampf“ in wissenschaftlichen Abhandlungen ohne, dass irgendjemand die geistige Verirrung feststellen würde.

Wer gesund  alt werden möchte muss also seinen Verstand selbst benutzen, wie es bereits in der Aufklärung verlangt wurde, bis heute jedoch immer weniger der Fall ist.

Es mangelt einfach an einer gesunden Skepsis gegenüber etablierten Lehrmeinungen und Dogmen.

In den letzten Beiträgen habe ich einiges zu der dümmlichen Wissenschaftsgläubigkeit einiger Wissenschaftler und Journalisten ausgeführt.

Da sich diese Seiten jedoch vorrangig mit Homöopathie und Alternativmedizin beschäftigen, erinnere ich daran, dass auf den Seiten des DZVHÄ heute mehr Reklame für Geistheiler gemacht wird als sich Mühe zu geben das Andenken des Herrn Hahnemann zu vermitteln und weiter zu entwickeln. Eine kritische Auseinandersetzung mit den Geistheilern findet nicht statt.

Was uns als Weiterentwicklung verkauft wird erweist sich beim genaueren Hinsehen dort jedenfalls immer wieder als Wissenschaftsbetrug statt Homöopathie. Hier treten also dieselben Probleme auf, wie in der angeblichen Gender-„Wissenschaft“ oder sonstigem Unfug mit Vortäuschung von Wissenschaftlichkeit. Ansätze die Probleme offen zu diskutieren werden seit mindestens zehn Jahren beim DZVHÄ abgelehnt.

So funktioniert keine Medizin, weder Schul- noch Alternativmedizin.

Die Wissenschaftlichkeitsklausel und Geistheilung

Der BGH hat in seinem wegweisenden Urteil vom Urteil vom 23.06.1993 – IV ZR 135/92 folgende Ausführungen gemacht:

„Damit stellt sich die sogenannte Wissenschaftlichkeitsklausel als eine die Leistungsbeschreibung einschränkende und ausgestaltende Bestimmung dar, die der Kontrolle nach § 9 AGBG unterliegt.

Für das Verständnis eines durchschnittlichen Versicherungsnehmers von dem, was wissenschaftlich allgemein anerkannt ist, entscheidet allein, dass über die generelle Wirksamkeit einer Methode unter den Schulmedizinern kein nennenswerter Streit besteht (vgl. Prölss in Prölss/Martin a. a. O. Anm. A a). Nicht allgemein anerkannt ist eine Methode erst, wenn namhafte Wissenschaftler sie als unwissenschaftlich kritisieren (vgl. LG Köln, VersR 1982, 486)

Die Schulmedizin steht im Gegensatz zur sogenannten alternativen Medizin. Die wissenschaftlich allgemein anerkannten Methoden sind gerade nicht die Methoden der alternativen Medizin (Prölss in Prölss/Martin a. a. O. Anm. A b).

Dieser Vertragszweck bedingt nicht auch die Erstattung von Kosten für eine Behandlung, die dem Bereich der Wunderheilungen und der Scharlatanerie zuzuordnen ist. Vielmehr liegt es im Interesse der Versichertengemeinschaft, solche Kosten aus der Leistungspflicht des Versicherers herauszunehmen. Dem Versicherer ist auch ein berechtigtes Interesse daran zuzubilligen, dass er Kosten der Forschung nicht mitfinanziert, wenn bereits erprobte und erfolgversprechende Methoden und Arzneimittel zur Verfügung stehen.

d) Mit der Bestimmung des § 5 Abs. 1 f MB/KK 76, dass keine Leistungspflicht für wissenschaftlich nicht allgemein anerkannte Behandlungsmethoden besteht, ist auch häufig die Erstattung solcher Kosten ausgeschlossen, die durch Behandlungen unheilbarer Krankheiten entstehen. Bei diesen Krankheiten hat die Schulmedizin in weiten Bereichen noch keine allgemein anerkannten Methoden zur Behandlung gefunden.

Gerade aber bei unheilbaren Krankheiten, bei denen sich die Qualität einer Methode nicht am Heilerfolg messen lassen kann, fehlt den in der Praxis angewandten Behandlungsmethoden zur Linderung oder auch zur wissenschaftlichen Erprobung eines Heilerfolges die allgemeine Anerkennung durch die Schulmedizin. Für einen solchen – noch nicht dem AGB-Gesetz unterliegenden – Fall (es handelte sich um Multiple Sklerose) hat der Bundesgerichtshof ausgeführt, auch die von der überwiegenden Zahl der Ärzte und Krankenanstalten geübte Behandlung könne nach den Feststellungen des Berufungsgerichts nicht als wissenschaftlich allgemein anerkannt bezeichnet werden, weil die Ursache dieser Krankheit noch immer nicht erforscht sei und jede Art der Behandlung deshalb zwangsläufig experimentellen Charakter habe, ohne dass der Nachweis medizinischer Richtigkeit geführt werden könne (Urteil vom 2. Dezember 1981 – IVa ZR 206/80 – VersR 1982, 285 unter III 4).

Die Fallgruppe der unheilbaren Krankheiten, bei denen es keine wissenschaftlich allgemein anerkannte Behandlungsmethode gibt, ist auch nicht so gering, dass sie bei der gebotenen generalisierenden und typisierenden Betrachtungsweise (BGHZ 110, 241, 244) vernachlässigt werden könnte. Das machen Krankheiten wie die erwähnte Multiple Sklerose, Aids (vgl. OLG München, VersR 1992, 1124), weite Bereiche von Krebs (vgl. OLG Braunschweig, NJW 1991, 2971), aber auch weniger bekannte Krankheiten wie z.B. colon irritable (vgl. LG Braunschweig, NJW-RR 1993, 162) deutlich.

Heute werden in der Praxis von Ärzten, die eine schulmedizinische Ausbildung erhalten haben, auch Behandlungsmethoden der alternativen Medizin als erprobt und aufgrund der Erfahrung erfolgversprechend angewandt, auch wenn diese Methoden an den medizinischen Hochschulen (noch) nicht allgemein anerkannt sind. Entscheidet sich der Versicherte für eine solche Behandlungsmethode, ist kein berechtigtes Interesse des Versicherers erkennbar, daraus erwachsende Kosten nicht zu erstatten und damit dem Vertragszweck nicht zu entsprechen, wenn die nicht wissenschaftlich allgemein anerkannte Methode in ihrer Wirksamkeit den von der Schulmedizin gebilligten Methoden gleichzustellen ist und keine höheren Kosten verursacht.“

https://www.iww.de/quellenmaterial/id/49082

Kommentar:

Der Bundesgerichtshof hat klar festgestellt, dass ein Rückzug der Versicherer auf die Wissenschaftlichkeitsklausel in ihren AGBs bei Krankheiten, deren Ursachen nicht bekannt sind und für die keine allgemein anerkannte wirksame Behandlungsmethode existiert, unzulässig ist.

Das eröffnet zwar keinen Freibrief für Geistheilung und alternative Scharlatanerie wie Pendeln, Kinesiologie usw.

Homöopathie ist jedoch in den letzten Jahren in Deutschland von vielen Ärzten auf das Gebiet der alternativen Scharlatanerie herabgedrückt worden, indem sie zu einer Art Geistheilung ohne Bezug zu Hahnemanns Heilgesetzen degradiert worden ist. Das geht so weit, dass von den Vertretern dieser Richtung teilweise sogar behauptet wird Hahnemann interessiere sie heute so gut wie gar nicht mehr. Das wurde früher bereits berichtet.

Diese praktizieren vorgetäuschte Homöopathie unter Berufung auf die Herrn Scholten, Sankaran und Körbler. Sie kann nicht als Alternativmedizin im Sinne Hahnemanns angesehen werden. Das wurde auch ausreichend ausgeführt.

Die derartig praktizierte Geistheilung sollte aus dem Leistungskatalog aller Krankenversicherer gestrichen werden.

Das ist nicht zu verwechseln mit der Homöopathie nach Hahnemann, die auch in Deutschland von einer Minderheit homöopathischer Ärzte immer noch betrieben wird, aber im Zentralverband homöopathischer Ärzte keine Mehrheit mehr hat.

Zwar hat auch die Hahnemannsche Richtung keine Belege der wissenschaftlichen Anerkennung durch die Schulmedizin. Sie kann jedoch für sich beanspruchen keine Geistheilung im Sinne Scholten, Sankaran und Körbler zu sein.

Ob Geistheiler auch ein Anspruch hätten anerkannt zu werden, ist bisher nicht ausreichend geklärt.

Gegen eine Anerkennung der Geistheiler in Deutschland spricht, dass diese Vertreter nicht einmal die Gesetzmäßigkeiten der Geistheilung erlernt und verstanden haben, um sie gefahrlos für den Patienten ausüben zu dürfen.  Das wurde in diesem Blog auch ausreichend dargestellt. Wir wissen also nicht, ob dem Patienten durch Geistheilung mehr geschadet, als genutzt wird.

Als Kritikpunkt an dem Urteil ist lediglich festzustellen, dass es sich bei der Beschäftigung mit der Wissenschaftlichkeitsklausel  nicht mit der Frage auseinandergesetzt hat, ob diese in der Schulmedizin  überhaupt eine gewisse Berechtigung hat. Auch in der Schulmedizin wird die Wissenschaftlichkeitsklausel von angesehenen Vertretern als nicht erfüllt angesehen. Prominentester Vertreter  der Schulmedizinkritik  und ihrer angeblichen Wissenschaft ist Professor Goetzsche. Auch zu diesem Punkt wurden bereits ausreichend Ausführung gemacht.

 

 

Die Wissenschaft der Scharlatane

Die NZZ berichtet:

„Immer wieder kommt es vor, dass sich ein mathematischer Beweis als falsch herausstellt. Meist bekommt die Öffentlichkeit davon nichts mit.

Die meisten Mathematiker wollten sich wohl aus Mitgefühl mit dem berühmten Professor nicht auf eine Beurteilung der Präsentation einlassen. Diejenigen, die es dennoch taten, erklärten, dass Atiyahs Präsentation nicht einmal als Beweisidee betrachtet werden könne, und sparten nicht mit Vorwürfen an die Veranstalter. Das Heidelberger Laureaten-Forum habe zugelassen, dass sich ein wohlverdienter Mathematiker auf seine alten Tage hin blamiert habe.“

https://www.nzz.ch/wissenschaft/zwei-beruehmte-mathematische-vermutungen-sorgen-fuer-zuendstoff-ld.1425932

Kommentar:

Wir wollen uns hier nicht auf eine mathematische Diskussion einlassen, die mit der Medizin nichts gemeinsam hat.

Die einzige Gemeinsamkeit der Fehlerhaftigkeit mathematischer Beweise mit der Medizin zeigt sich in den klassischen Naturwissenschaften durch die dort präsentierten angeblichen Beweise für grundlegende Gesetzmäßigkeiten.

Dazu hatten wir in den letzten Beiträgen ausreichend herausgearbeitet, dass die Physik auf einem Chaos unbewiesener Vermutung aufbaut, die uns von den öffentlichen Medien stolz als das Ergebnis exakter Naturwissenschaften präsentiert wird, die von niemandem zu hinterfragen seien. Das verbiete die angebliche wissenschaftliche Autorität, ähnlich dem Dogma der katholischen Sekte.

Das gleiche gilt für die Wissenschaft in der Medizin und die Biochemie. Auch sie arbeitet mit völlig unbewiesenen Theorien und Vermutungen die nicht einmal einer Plausibilitätsprüfung standhalten.

Die öffentliche Berichterstattung über diesen wissenschaftlichen Unfug beeinflusst jedoch die Finanzierungsmöglichkeiten weiterer unsinniger Forschung. Das ist die Geburt des Perpetuu mobile oder des modernen Goldesels der Brüder Grimm: Mit Unfug viel Geld verdienen.

Einer positive Presse führt zu weiterem wissenschaftlichen Unfug auch in der Medizin.

Unsinnige mathematische Beweise erscheinen dem naturwissenschaftlichen Laien als geradezu Unmöglichkeit in sich selbst. Wir sehen jedoch, dass selbst in der angeblich so exakt arbeiten Mathematik unsinnige Beweise möglich sind.

Nun kann man diese unsinnigen Beweise zwar auf Senilität einiger Forscher zurückführen. Dann muss diese Senilität bei den Forschern vieler Wissenschaften jedoch bereits in ihrem Studium eingesetzt haben als sie übersehen haben die wissenschaftlichen Grundlagen ihres Forschungsgebietes etwas kritischer und gründlicher zu überprüfen.

Unsinnige Forschung ist also offenbar eine systemimmanente Eigenschaft der modernen Wissenschaft.

Wer an dieser Stelle immer noch wissenschaftsgläubig ist und meint der liebe Gott sei ein alter Mann mit grauen Bart und verkniffenem Gesicht, meinetwegen auch eine alte Frau mit herunter hängenden Körperteilen, der sollte sich die vorangehenden Beiträgen noch einmal gründlicher durchlesen.

Wissenschaft ist nur solange Wissenschaft, wie sie von Wissenschaftlern betrieben wird und nicht von geldgierigen Scharlatanen. Das wird gerne vergessen und führt nicht zu Fortschritt, sondern zum Untergang der Menschheit.

Die erste oder ewige Lebenskraft

Herr Lesch zitiert:

„Bleiben wir bei der Theorie, dass das Universum einen Ursprung gehabt hat, dessen Ursprünge wir nicht kennen (Min. 6,35).

https://www.youtube.com/watch?v=ffLW-FS8rxk

Kommentar:

Herr Lesch führt sehr schön aus, dass der größte Denker aller Zeiten, Herr Einstein, durchaus eine andere Auffassung vertreten hat. Er war der Auffassung das Universum sei schon immer da gewesen und nicht durch einen Urknall entstanden.

Nun gibt es aus Sicht von Herrn Lesch zahlreiche angeblichen Beweise, die dafür sprechen, dass das Universum in einem Urknall entstanden sein muss.

Diese Theorien sollen hier keinesfalls diskutiert werden.

Interessant ist jedoch, dass ein so genialer Denker, wie Herr Einstein, durchaus in der Lage war die Argumente der Befürworter der Urknalltheorie zu verstehen und zu bewerten.

Offensichtlich betrachtete er die dafür sprechenden Argumente nicht als ausreichend schlüssig.

Herr Lesch führt in seinem Vortrag aus, die Quantentheorie sei eine sehr gut nachweisbare Theorie, die Vorhersagen über den Aufbau der Atome usw. auch mathematisch ausreichend sicher machen würde.

Diese Aussage ist jedoch unter Physikern nicht überall geteilt.

Wir wissen die Feldtheorien der Quantenphysik können in vielen Teilen gute Vorhersagen machen, an anderen Stellen versagen sie.

Aus der Vorhersagbarkeit von physikalischen Phänomen mit mathematischen Theorien, die in weiten Teilen zu treffend sind, lassen sich, entgegen Herrn Lesch, jedoch keine weitergehenden Folgerungen in physikalisch nicht mehr nachprüfbaren Bereichen machen.

Es erfolgt eine Überbewertung der Mathematik hin zu einer Philosophie der Physik. Zur Kritik der Urknalltheorie vgl. hier.

Dann komme ich zur Medizin zurück.

Auch in der Medizin gibt es sehr schöne Theorien der Chemie, die teilweise auch auf der Quantenphysik beruhen und uns vorgaukeln wollen sie könnten Aussagen über den Beginn des Lebens und die Lebenskraft machen.

Diese Aussagen sind jedoch genauso fragwürdig wie die physikalischen Aussagen zum angeblichen Urknall des Universums.

Damit will ich keinerlei Aussagen zur Richtigkeit oder Fehlerhaftigkeit derartiger Theorien abgeben. Richtig ist eine Theorie dann wenn sie in der Lage ist durch Versuch und Irrtum einen Sachverhalt ausreichend sicher zu belegen oder sich zumindest durch Beobachtung bestätigen lässt.

Es gibt es heute weder zum angeblichen Urknall noch zur Entstehung des Lebens und der Lebenskraft versuche die deren Richtigkeit bestätigen oder widerlegen könnten, Beobachtungen allerdings ausreichend.

Hahnemann hat sich nicht umsonst dagegen gewehrt irgendwelche philosophischen Strömungen in sein Heilsystem aufzunehmen.

Kriterium für die Richtigkeit einer medizinischen Theorie sei alleine die Gesundheit des Patienten.

Aus den Forschungen die Herr Hahnemann als Erster betrieben hat wissen wir heute, dass das Freisein von Symptomen keinesfalls Gesundheit ist, wie Hahnemann noch vorgeschwebt hat.

Aus den Beiträgen in diesem Block konnte jeder Leser entnehmen, dass Gesundheit im heutigen alternativ medizinischen Sinne nur die freie Fluktuation der Lebenskraft sein kann.

Dieser Erkenntnis geht zuerst auf die alten Ärzte um Hippokrates zurück und wurde später durch den Arzt Franz Anton Messner konkretisiert.

Hahnemann hat durch die Entdeckung der Homöopathie die geistartige Wirksamkeit homöopathischer Mittel als Erster und Einziger erkannt.

Die geistartige Wirksamkeit homöopathischer Mittel wird von den heutigen Geistheilern, die sich fälschlicherweise als Homöopathen bezeichnen, missbraucht und mißverstanden.

Wer Gesundheit verstehen will muss zuerst den Ursprung des Universums als Quantenfluktuation verstanden haben, wie das mit anderen Worten Herr Schopenhauer formuliert hat.

Die Quantenfluktuation des Universums ist als die ursprüngliche Lebenskraft anzusehen aus der erste einfache Lebensformen entstanden sind und die weiter im Menschen ihren vorläufigen Abschluss gefunden hat.

Die Frage was vor dem Urknall war, können wir also nicht beantworten. Wir wissen jedoch, dass die erste Quantenfluktuation des Universums bereits die erste Lebenskraft darstellte.

Falls es eine erste Quantenfluktuation gegeben hat, war sie die erste Lebenskraft und der Ursprung des Menschen. Falls es keine erste Lebenskraft gegeben hat, sondern einen ewigen Kosmos, gibt es auch eine ewige Lebenskraft, egal welcher Physiker langfristig recht behalten soll.

Die Lebenskraft ist in jedem Fall mit dem Kosmos verbunden.

Wenn dann die erste Fluktuation der Lebenskraft verstanden wurde, muss in der nächsten Stufe das Schlüssel-Schloss-Prinzip der Pharmakologie und Mikrobiologie in das Märchenreich verbannt werden.

Diese Theorie behauptet zwar heute irgendwelche Lebensvorgänge erklären zu können. Doch auch an dieser Theorie kann auf dem Hintergrund der quantenartigen Wirkung der Lebensprogramme nicht wirklich festgehalten werden. Das bedeutet die Mikrostrukturen des Lebens haben Eigenschaften eines Quantencomputers, welche nicht durch das Schlüssel-Schloss-Prinzip erklärt werden können, sondern lediglich auf der Basis einer intelligenten Informationsverarbeitung vom Beginn des Lebens an, auch im mikrobiologischen Bereich. Erste Zweifel an der heutigen Schlüssel-Schloss-Theorie werden hier angedeutet. Der Autor spricht von allmählich auftretenden neuen Vorstellungen von den Zusammenhängen zwischen Protein-Primär-, Sekundär- und Tertiärstruktur und Proteinfunktion. Das ist nur eine vorsichtige Umschreibung des heutigen wissenschaftlichen Dilemmas.

Quantenfluktuation als Lebenskraft

Herr Lesch erläutert die Welt:

https://www.youtube.com/watch?v=FwNV_e-Xz68

Für uns ist interessant Min. 35,46:

Im  stolzen Brustton der Überzeugung erläutert er, dass das Gehirn kein Quantencomputer sei.

Was spricht gegen diese Behauptung?

Das Gehirn arbeitet nach dem Prinzip der Mustererkennung. Dabei wird ein Muster erfasst und weiteren Informationen zugeordnet, wie zum Beispiel der Eigenschaft „gefährlich“ oder „nützlich“.

Aus der Erfahrung kann ich bestätigen, dass beim Schachspiel die Mustererkennung die wichtigste Aufgabe übernimmt. Erkenne ich ein Muster, bin ich in der Lage die damit verbundene Spielstrategie zu erfassen und umzusetzen. Dabei spielen Gefühle wie gefährlich oder nützlich eine Rolle. Selbst die Vernetzung von Spielergehirnen, wie Gedankenlesen, läßt sich beim Schachspielen aufzeigen.

Der digitale Computer arbeiten hingegen nach dem Grundsatz der Identifizierung ähnlicher Muster oder logischer Algorithmen. Dabei werden die Muster Stück für Stück verglichen.  Der digitale Computer erkennt auch Muster, kann sie jedoch keinem weiteren unbewussten Signal wie „gefährlich“ oder „nützlich“ zuordnen.

Vergleichen wir die beiden Verarbeitungsstrategien, sehen wir, dass das Unbewusste typisch ist für die Unbestimmtheit des Quantencomputers. Sie entspricht der Superposition des Quantencomputers. Bevor die Information nicht abgerufen ist, kann sie nicht erfasst und konkretisiert werden. Sie ist aber bereits vorher latent vorhanden.

Das ist typisch für unbewusste Vorgänge unseres Gehirns.

Ähnliche Eigenschaften hat kein digitaler Computer zu bieten.

Dann komme ich zur zweiten wichtigen Stelle bei Herrn Lesch: (H1,01,27):

Hier erklärt er, dass am Anfang des Universums eine große Quantenfluktuation (Superquantenfluktuation oder Urknall) stattgefunden haben muss.

Wenn wir die Aussage von Herrn Lesch ernst nehmen, dass am Anfang des Universums eine große Quantenfluktuation stattgefunden haben muss sind wir bereits beim bis heute miss- und unverstandenen Philosophen Schopenhauer gelandet.

Er erklärte, dass der Wille überall im Universum zu finden sei und nicht lediglich im Menschen und letztlich darüber bestimmt was im Universum geschieht. Wille meint letzlich eine Art unsprünglicher Wille zum Leben, also eine Art Lebenskraft.

Wir haben in zahlreichen früheren Beitragen ausgeführt, dass eine gesunde Lebenskraft fluktuieren muss. Die alten Ärzte sagten dazu dass die Krise in der Gesundheit dazu dient diese wieder herzustellen.

Die Theorie der Heilkrise wurde von Franz Anton Messner für seinen Messmerismus beobachtet, eingeführt und begründet. Heute wird seine Theorie als eine Art von Psychotherapie grundsätzlich missverstanden. Er verspottete die damalige Ärzteschaft mit der Bemerkung, sie könnten nicht einmal eine Krankheit von einer Krise unterscheiden. Das meinte, die Schulmedizin unterdrückt die Heilkrise und wundert sich warum die Patienten anschließend sterben. Die wirkliche Krankheit wird hingegen nicht einmal als Krankheit erkannt.

An dieser Einschätzung hat sich bis heute nichts geändert.

Zur Gesundheit und zu einem langen Leben gehört das regelmäßige Auftreten von Heilkrisen.

Eine Heilkrise hat ihre erste Entsprechung in der Kosmologie, konkret in der Quantenfluktuation, die vermutlich zum angeblichen Urknall geführt haben könnte, soweit wir diesen unbewiesenen steilen Thesen folgen wollen oder auch nicht.

Ob Urknall oder nicht ist unerheblich für die Quantenfluktuation. Sie ist im Kosmos ständig nachweisbar und fällt nicht unter Esoterik oder unter Annahmen zur Entstehung des Kosmos.

Sie ist jedoch die Grundlage jeder Lebenskraft und Heilkrise.

Wir sehen an diesen Ausführungen, dass die Lebenskraft bereits im Urknall in Form der angeblichen (Super-) Quantenfluktuation anzunehmen ist.

Die gesamte Schulmedizin darf langsam aber sicher umgeschrieben werden, wenn wir unser Leben verlängern, statt verkürzen wollen.

Fast alle Theorien der Schulmedizin beruhen auf falschen Annahmen, wie wir im am vergeblichen Kampf gegen die Alterskrankheiten (bzw. Lebensbeendigungsprogrammen) deutlicher nicht sehen könnten.

Der Glaube des Homöopathen bei Kent

Herr Kent ging davon aus, dass nur ein gläubiger Mensch Homöopath werden könne. Ich habe vorangehenden Beitrag bereits darauf aufmerksam gemacht, dass die Heilung chronischer Krankheiten ein Eingriff in das Geschehen der Evolution ist und damit dem alten Mann mit dem weißen Bart in das Handwerk pfuscht.

Man kann deshalb die Auffassung vertreten es stehe dem Menschen nicht zu Gottes Werk zu boykottieren.

In der Tat kommt aus katholischen Kreisen regelmäßig Kritik an der Homöopathie, die darin eine Art Hexerei sehen wollen.

Damit sind wir bereits mitten in den Grundfragen jeder Religion angelangt.

Wer Medizin und noch mehr die Menschwerdung als das Ergebnis chemischer Reaktionen ansieht wird weder das Wesen der Lebenskraft noch das der Lebensbeendigungsprogramme verstehen können.

Wenn ich Medizin und die Menschwerdung jedoch als eine Fortsetzung des Werkes Gottes ansehe wird die Auffassung von Herrn Kent verständlich.

Richtige Homöopathie ist die Fortsetzung des Werkes Gottes ohne Hexerei und übersinnlichen Unfug oder sonstiger Heilslehren.

Wer dabei die Heilslehren der Religion beiseite schiebt, Medizin nicht als Nächstenliebe begreift, sondern als Gelderwerbsquelle und dabei möglicherweise sogar noch mit betrügerischen Mitteln arbeitet, der ist als Fortsetzer der Werke Gottes nicht geeignet, sondern eher Vertreter des Faustischen Alltagsmenschen in Mitteleuropa, wie er uns bereits in der Schule nahe gelegt wird.

Wer wissen möchte was Nächstenliebe ist, der sollte zum Sikhtempel nach Delhi fahren und sich die Speisung der Zehntausenden ansehen.

Vom Endzweck des Menschseins bei Kant

Kant schreibt:

Von dem Menschen nun (und so jedem vernünftigen Wesen in der Welt), als einem moralischen Wesen, kann nicht weiter gefragt werden: wozu (quem in finem) er existiere. Sein Dasein hat den höchsten Zweck selbst in sich, dem, so viel er vermag, er die ganze Natur unterwerfen kann, wenigstens welchem zuwider er sich keinem Einflusse der Natur unterworfen halten darf. – Wenn nun Dinge der Welt, als ihrer Existenz nach abhängige Wesen, einer nach Zwecken handelnden obersten Ursache bedürfen, so ist der Mensch der Schöpfung Endzweck; denn ohne diesen wäre die Kette der einander untergeordneten Zwecke nicht vollständig gegründet; und nur im Menschen, aber auch in diesem nur als Subjekte der Moralität, ist die unbedingte Gesetzgebung in Ansehung der Zwecke anzutreffen, welche ihn also allein fähig macht, ein Endzweck zu sein, dem die ganze Natur teleologisch untergeordnet ist.32

[Kant: Kritik der Urteilskraft. DB Sonderband: Die digitale Bibliothek der Philosophie, S. 29118

(vgl. Kant-W Bd. 10, S. 394-395)]

 

Kommentar:

Hahnemann hat bewusst abgelehnt über medizinische Sachverhalte zu spekulieren und ein philosophisches Gebäude dafür zu errichten.

Wie wir in den chronischen Krankheiten bei Hahnemann sehen, kam auch er nicht umhin eine Theorie der chronischen Krankheiten aufzustellen. Das wurde von nachfolgenden Homöopathen als Einladung aufgefasst wildeste philosophische Spekulationen zur Homöopathie aufzustellen, die jeglicher nachprüfbarer Grundlage entbehren.

Ich möchte deshalb in dieser Betrachtung auf die Elementarebene zurückkommen. Ganz ohne elementare Betrachtung zum Menschsein und den Krankheiten wird eine Medizin nicht in der Lage sein Krankheiten zu erkennen zu behandeln und zu heilen.

Die Philosophen haben sich seit Menschheitgedenken bemüht eine Theorie vom Sinn des Lebens aufzustellen.

Kant macht dazu eine klare Ansage: Beim Menschen könne nicht hinterfragt werden wozu er überhaupt existiere. Anders formuliert heißt es das menschliche Dasein hat von vornherein keine Sinn und keinen Zweck an sich.

Um den Glauben an einen Sinn im menschlichen Dasein doch noch zu retten greift Herr Kant zu einer Form der Intellektuellen Selbstüberlistung mit Rückfrageverbot. Er postuliert frisch und fröhlich, wenn schon der Mensch einer nach Zwecken handelnden obersten Ursache bedürfe, so sei der Mensch bereits der Endzweck der Schöpfung.

Damit sind wir jedoch bereits wieder bei den biblischen Glaubensaussagen gelandet, ohne dass Herr Kant diese Glaubensaussage auch als solche kennzeichnen würde.

Wohin diese Art der Frömmigkeit führt, sehen wir im Goethespruch:

Engel
Gerettet ist das edle Glied
Der Geisterwelt vom Bösen,
Wer immer strebend sich bemüht,
Den können wir erlösen.
Und hat an ihm die Liebe gar
Von oben teilgenommen,
Begegnet ihm die selige Schar
Mit herzlichem Willkommen.

Vielleicht gibt es auch Erlösung ohne sinnloses Treiben ohne Unterlass?

Wir können uns sparen Jahrtausende alte philosophische Werke zu studieren. Der letzte Sinn des Menschseins wird von keinem Philosophen ernsthaft behauptet. Herr Hahnemann tat gut daran sich nicht an diesen wilden Spekulationen ohne Sinn und Verstand zu beteiligen.

Auch modernen Homöopathen täten besser  daran sich von esoterischen Spinnereien der Neuzeit fernzuhalten.

Lebenskraft bei Schopenhauer

Hier ist seine Auffassung zur Lebenskraft:

„ganz dieser Art ist endlich der eben jetzt, in der Mitte des 19. Jahrhunderts wieder aufgewärmte, aus Unwissenheit sich original dünkende, rohe Materialismus, welcher zunächst, unter stupider Ableugnung der Lebenskraft, die Erscheinungen des Lebens aus physikalischen und chemischen Kräften erklären, diese aber wieder aus dem mechanischen Wirken der Materie, Lage, Gestalt und Bewegung erträumter Atome entstehen lassen und so alle Kräfte der Natur auf Stoß und Gegenstoß zurückführen möchte, als welche sein »Ding an sich« sind.“

Schopenhauer, Arthur. Die Welt als Wille und Vorstellung. Band I (German Edition) (Kindle-Positionen2642-2643). Kindle-Version.

Zum Treiben der Ärzte hat er folgende Auffassung:

Nicht Ärzte und Apotheker, sondern die Lebenskraft heilt die Krankheiten, für welche jene Herren dann das Geld einstreichen
> P II 171, 185, 184 Anm.

http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de/Schopenhauer-Begriffe/Lebenskraft/lebenskraft.html

Kommentar:

Bei den heutigen Ärzten und Wissenschaftlern wird man vergeblich nach dem Begriff der Lebenskraft suchen.

Umso erfreulicher ist es, dass sich zumindest Herr Schopenhauer über die Lebenskraft und ihr Wirken Gedanken gemacht hat.

Auch in der Gegenwart meinen die Forscher die Lebenskraft ignorieren zu dürfen um das Wirken des Lebens aus physikalisch chemischen Kräften heraus erklären zu wollen.

Diese Auffassung hat Herr Schopenhauer bereits verworfen.

Lediglich die Alternativmediziner Herr Hahnemann oder Herr Messmer haben ihre medizinischen Systeme auf dem Wirken der Lebenskraft aufgebaut.

Wenn wir uns heute die Aufgabe stellen chronische Krankheiten heilen zu wollen müssen wir auf das Wissen der Alternativmediziner wie Hahnemann und seine Schüler zurückgreifen.

Bei Schopenhauer ist interessant, dass er eine Lebenskraft nicht lediglich im belebten Bereich sieht, sondern der Entstehung des Universums bereits eine gewisse Lebenskraft zugesteht.

Bei Schopenhauer sind keine esoterischen Ergüsse zur Lebenskraft zu finden. Seine Auffassung ist mit einem wissenschaftlichen Weltbild der Gegenwart in Übereinstimmung zu bringen.

Zusammenfassung Erkenntnisse der Homöopathieforschung

Ich möchte die Erkenntnisse der letzten Jahre in kurzen Thesen zusammenfassen:

I.

Homöopathie beruht auf quantenartigen Informationen, die in Gleichgewichtskreise der DNA eingreift und diese zeitweilig verschiebt.

Homöopathie beruht nicht auf einer geistartigen Wirkung in dem Sinne, dass sie über die Psyche wirken würde, sondern geistartig im Sinne von Informationsartig und auf intrazelluläre Regelkreise bezogen.

Geistheilung und Homöopathie haben beide nichts gemeinsam. Homöopathie wirkt durch das berühren der Nervenenden mit der Quanteninformation aus dem homöopathischen Mittel. Geistheilung wirkt durch geistige Einflussnahme des Geistheilers.

Dann komme ich zu den Irrtümern der Homöopathie:

Eine Grundannahme der Homöopathie lautet:

Das homöopathische Mittel erzeuge Prüfungssymptome. Diese Auffassung ist unscharf und sollte in dieser Form nicht vertreten werden. Richtig ist vielmehr, dass Homöopathie die Lebenskraft verstimmt und nur diese Verstimmung der Lebenskraft in der Lage ist individuelle Prüfungssymptome des Probanden zu erzeugen.

Davon gibt es eine bisher kaum beachtete Ausnahme. Die Grundprogramme der Lebenskraft laufen so unterschwellig ab, dass sie vom Bewusstsein  wenig oder nicht erfasst werden können. Dazu gehören beispielsweise alle grundlegenden Dienstprogramme die dafür sorgen, dass der Organismus sich selbst mit der nötigen Energie versorgt, sich vermehrt und auch gesetzmäßig in einem bestimmten Alter selbst vernichtet (Lebensbeendigungsprogramme).

Diese Programme können zwar durch homöopathische Mittel beeinflusst werden. Auf dieser fundamentalen Ebene erzeugen homöopathische Mittel jedoch keine wahrnehmbaren Prüfungssymptome. Wir haben nur die Möglichkeit indirekt die Wirkung der homöopathischen Mittel auf diese Lebensebene zu erfassen, indem wir beobachten, ob unter ihrer Wirkung eine Lebensverlängerung bewirkt wird oder das Gegenteil.

II.

Die Lebenskraft kann nur als programmierte Rückkopplung zwischen einzelnen untergeordneten Quantencomputern verstanden werden.

Sie hat die Möglichkeit sich selbst nach vorgegebenen Programmen ein zu regeln.

Die Homöopathie sollte nur dann zur Anwendung kommen, wenn die körpereigenen Regulierungsprogramme versagen oder nicht ausreichend funktionieren.

Besonders erfolgreich arbeitet Homöopathie bei der Einregulierung des Abwehrsystems. Besonders Autoimmunerkrankungen und Abwehrschwäche sind gut geeignet um homöopathisch behandelt zu werden.

III.

Von besonderem Interesse dürften die Lebensbeendigungsprogramme sein. Die Ungleichgewichte durch Lebensbeendigungsprogramme lassen sich als chronische Krankheiten mitunter bereits in jungen Lebensjahren nachweisen.

Die Behandlung zu diesem Zeitpunkt bietet einen erheblichen Lebensgewinn.

Sofern wir eine Lebensverlängerung erzielen wollen, müssen wir die chronischen Krankheiten in jungen Jahren rechtzeitig und erfolgreich behandeln ohne dabei die Lebenskraft zu schwächen.

Gleichzeitig müssen wir mit Hilfe der Homöopathie die Stammzellen soweit inaktivieren, bis sie in höherem Lebensalter auch noch für die Zellregeneration unverbraucht zur Verfügung stehen.

Das sollte Aufgabe der Homöopathie in den nächsten Jahrzehnten darstellen.

Dafür müssten zuerst objektive Parameter der Behandlung entwickelt werden. Alleine der Bezug auf Symptome reicht da nicht aus.

Heidenspaß statt Höllenqual

Herr Philipp Möller führt aus:

„Doch wie auch die Kritiker der Atomkraft haben natürlich auch wir Alternativen im Gepäck, und zwar eine Leitkultur von Humanismus und Aufklärung, die sich auf Wissenschaft, Philosophie und Kunst stützt. Wissenschaft um Erkenntnisse zu erlangen, Philosophie um diese Erkenntnisse zu deuten und Kunst um dem Wunsch des Menschen nach Kreativität und Lebensfreude gerecht zu werden. Wir setzen uns für eine Gesellschaft ein, in der Religion Privatsache und vom Staat getrennt ist – politisch, juristisch und finanziell! So will es übrigens auch unsere Verfassung… Wir sind für eine Gesellschaft, in der Meinungsfreiheit mehr Wert ist als die leicht zu verletzenden „religiösen Gefühle“ und in der wehrlose Kinderhirne nicht religiös indoktriniert werden. Wir fordern eine Ethik, die sich an den Interessen der Menschen orientiert (und übrigens auch aller anderen Tiere!), statt einer gottgegebenen Moral! Wir sind für kritisches Denken statt religiösen Dogmen, Diesseits statt Jenseits und Heidenspaß statt Höllenqual.“

http://philippmöller.de/gottlos-glucklich/

Kommentar:

Herr Möller führt in seinem Vortrag aus, warum er der Auffassung ist dass wir keinen Gott benötigen würden.

Kritisches Denken statt religiöse Dogmen. Als Alternative bietet er unter anderem  Wissenschaft an um Erkenntnisse zu erlangen.

Welches Wissenschaftsbild Herr Möller dabei vertritt führt er nicht weiter aus.

Das wäre jedoch ausgesprochen interessant gewesen und ist wohl sein Geheimnis.

Wissenschaft, die ich meine, arbeitet auf der Grundlage der Vernunft der Evolution.

Was finden  wir stattdessen bei Herrn Möller?

Heidenspaß statt Höllenqual.

Heidenspaß und Höllenqual für jeweils wen eigentlich?

Vielleicht Heidespaß statt Höllenqual als die neue Vernunft der Evolution des neuen Atheismus?

Wenn ich eine alte Religion verdamme und durch eine neue ersetze würde ich zumindest erwarten, dass er sich zu den grundlegenden Fragen seiner angeblich „neuen“ Religion auch ausführlich äußert.

Haben wir in der Evolution gelernt, dass unsere Vorfahren durch Heidenspaß, statt durch Höllenqual zu Neuzeitmenschen geworden sind? Wohl eher das Gegenteil. Ein wenig Bibelkenntnis würde da weiter helfen, Wissenschaft auch.

Da reicht es nicht aus Schlagworte durch den Tanzsaal zu werfen wie: Heidenspaß und Höllenqual.

Der Tänzer muss den Tanz des Satans auf dem Höllenfeuer nicht nur verkünden sondern auch noch als das bessere Leben vortanzen.

Ich vermute hier besteht noch einiges an Erklärungsbedarf. Religion als Privatsache ist eine gute Idee. Sie verkennt jedoch vom Ansatz her dass auch der angeblicher Atheismus eine alte Religion im neuen Gewand darstellt. Im neuen Gewandt, mit dem bereits die kleinen Kinder in der Schule indoktriniert werden.

Auch der Atheismus in der Darstellung des Herrn Möller entleert mit Heidenspaß den Sinngehalt des menschlichen Daseins zur Höllenqual.