Essen und Ersatzreligion

Die FAZ schreibt:

„Immer häufiger liest man, dass Essen als Ersatzreligion bezeichnet wird.

Es ist ja erst einmal so, dass der christliche Glaube relativ verblasst ist. Noch vor 400 Jahren war es in Europa undenkbar, nicht an Gott zu glauben. Man konnte ketzerisch sein, aber es war undenkbar, seine Existenz nicht anzuerkennen. Heute ist das anders. Damit ist aber das religiöse Bedürfnis nicht ausgestorben. Dementsprechend suchen sich Menschen andere Felder, die ein Religionsersatz sein können. Und dazu gehört das Essen.“

http://www.faz.net/aktuell/stil/essen-trinken/ernaehrung-als-kriegsschauplatz-der-ernaehrungspsychologe-erklaert-15872819-p2.html

Kommentar:

Wir haben in diesem Blog bereits des Öfteren über Ersatzreligionen gesprochen. Hier wird in der FAZ die Ersatzreligion des gerechten Essens diskutiert.

Zur Definition:

Als Ersatzreligion muss jede Glaubensrichtung bezeichnet werden die geeignet ist um die sinnstiftende Orientierung im Leben zu bieten.

Darunter fällt also jede bewusste und unbewusste Ausrichtung des Lebens auf einen letzten Lebenssinn.

Es dürfte Einigkeit bestehen, dass alle alten Religionen Gott in der einen oder anderen Form als den Sinn des Lebens betrachtet haben. Gott wurde dabei nicht etwa als satanischer Geist der Hölle der Zerstörung wie bei Faust, sondern als der Schöpfer des Himmels und der Erde angesehen.

Die Ersatzreligion des Vegetarismus ist erst seit wenigen Jahren zu Ersatzreligion aufgestiegen, etwa parallel zum Kommunismus in der bürgerlichen Gesellschaft der Gegenwart.

Je weniger sich die christlichen Kirchen in ihren Religionsvorstellungen an Gott orientieren, als vielmehr am Mammon, haben sie an Glaubwürdigkeit verloren und sind gerade für junge Menschen ungeeignet einen Lebenssinn zu stiften.

Da sich ohne Lebenssinn schlecht leben lässt wird krampfhaft nach einer Ersatzreligion gesucht, die genauso verteidigt wird wie das Christentum durch die Inquisition.

Nicht ausgenommen von dieser schlechten Ersatzreligion ist die neue Wissenschaftsgläubigkeit. Sie hat besonders in der Medizin und der Alternativmedizin Einzug gehalten.

Dennoch taugt keine Ersatzreligion auch nur annähernd als Lebenssinn.

Warum am Vegetarismus etwas dran ist, zwar nicht als Religion, aber als Haltung gegenüber der Schöpfung kann im Video gesehen werden. Der Bauer wünscht sich den Verbleib der Seele auf dem Hof, wenn das Tier dort geschlachtet wird. Wer die traurigen Augen der geschlachteten Kuh erblickt hat, wird nicht mehr so gerne Rindfleisch essen. Ein sehenswerter Schlachtfilm, nicht jedoch für zarte Gemüter.

https://www.youtube.com/watch?v=MLwhspkLKx4

Die Kolonialisation des Universums

Herr Lesch führt aus:

„Es könnte sein, dass wir die ganz große Krise noch vor uns haben…

Und dann eines Tages anfangen würden Generationenraumschiffe zu bauen und endlich die Milchstraße zu explorieren. Das wär doch mal was, eine richtig große kosmische Geschichte.

… denn ein größeres Geheimnis, als da draußen im Universum wartet nirgendwo auf uns.“

https://www.youtube.com/watch?v=_oE2Z6jnrzc

Kommentar:

Damit sind wir wieder am Anfang angelangt: Beim Christentum.

Eine größere Verheißung als die Galaxie zu besiedeln wartet nirgendwo auf uns.

War die Verheißung im Christentum noch das ewige Leben, so ist nun die neue Verheißung das ganze Universum zu besiedeln.

Dazu möchte ich dann doch noch eine Anmerkung machen. Die Verheißung des Christentums hat vielen Menschen über zwei Jahrtausende einen Lebenssinn vermittelt. Mit dem Untergang des Christentums in der Gegenwart ist auch der Lebenssinn verloren gegangen. Das führt bekanntlich zu einem sinnentleerten Leben, Orientierungslosigkeit, psychischen Störungen, Rauschgiftmissbrauch u.a.

Denken wir den Gedanken zu Ende. Nehmen wir an wir wären in der Lage unsere eigene Galaxie und vielleicht sogar das ganze Universum zu besiedeln. Dann wäre dieser nächste neue Lebenssinn erfüllt. Doch was käme danach? Vielleicht die große Ernüchterung, dass es im ganzen Universum vielleicht doch nicht so schön wie auf der Erde ist?

Und sollten wir nicht zuerst unsere Lebenszeit soweit verlängern, dass wir solche Reisen überhaupt antreten könnten?

Vielleicht sollten wir uns schon jetzt darauf einrichten, dass wir noch einiges vom Kosmos verstehen lernen werden. Gott selbst werden wir dadurch jedoch nicht ersetzen können. Herr Lesch sagte dazu, die Idee von Gott ist so großartig, wenn es Ihnen nicht geben würde müssten wir ihn erfinden.

Dazu kann ich nur ergänzen: Daran würde auch die Kolonialisation des gesamten Universum nichts ändern. Er läßt sich nicht durch Tricks und Ersatzreligionen ersetzen und schon recht nicht durch menschliche Hybris.

Neues vom Hexer II

Herr Lesch führt in Min. 8 ff- aus:

„Wenn eine Theorie überragendes Erklärungspotenzial darstellt, durch sehr sehr viele Experimente und Beobachtungen bestätigt ist dann macht es keinen Sinn so zu tun von außen das ist alles falsch, ich habe eine ganz andere Theorie. Solche Revolutionäre wie Einstein, so intelligent so schlau wie er auch immer war, ohne die entsprechenden Konflikte die Krisen die seine Zeit bereitgestellt hatte hätte er vielleicht etwas ganz anderes gemacht.

Wenn ich jetzt an die Rebellen vom Anfang denke das sind Rebellen in Fächern, wo es gar keine Krisen gibt. Weder ist die freie Energie ein Thema in der Physik noch ist sie eine  ultimative Energiequelle, sie ist gar keine Energiequelle noch…

Und beim Impfen ist man sich in der Medizin nicht nur einig, völlig einig, natürlich muss geimpft werden.

Also hier sind Rebellen in Feldern, wo es gar keiner Rebellion bedürfte.

https://www.youtube.com/watch?v=jWRaDXjO1nI

Kommentar:

Heute spricht hier erneut Edgar Walles,  nicht etwa mit Neues vom Hexer, sondern mit Neues von seinem Nachfolger.

Gewiss mag er ein großer Könner auf seinem Gebiet der Astrophysik sein. Seine medizinischen Beiträge erzeugen bei Alternativmedizinern jedoch regelmäßig Kopfschütteln.

Ob geimpft werden soll oder nicht, sollte besser einem langjährig ausgebildeten Arzt mit einem kritischen und erfahrenen Blick für die Notwendigkeit des Impfens überlassen werden. Sprüche wie „natürlich muss geimpft werden“ gehen an der Realität des Impfens vollständig vorbei.

Impfen ist nicht etwa nur eine Erfolgsgeschichte der Menschheit wie einige Ärzte im stolzen Brustton der Überzeugung behaupten.

Es gibt auch genügend Menschen die durch Impfungen Schäden erlitten haben und diese  nicht einmal mit ausreichender Sicherheit der Impfung zuordnen können.

Das bedeutet jedoch keinesfalls, dass die Impfung damit als Ursache von Schäden ausfällt.

Der DZVHÄ empfiehlt eine individuelle Impfentscheidung bei der die Vorteile und die Nachteile des Impfens gegeneinander abgewogen werden müssen und die persönlichen Risikofaktoren des zu Impfenden beachtet werden.

Eine Aussage wie „natürlich muss geimpft werden“ versteht sich unter diesen Voraussetzungen als fragwürdig.

Um Missverständnissen vorzubeugen möchte ich gleichzeitig klarstellen, dass nicht etwa jede Impfung kritisch hinterfragt werden muss, sondern nur die Impfung, die für den zu Impfenden keinen Vorteil aber möglicherweise Risiken mit sich bringt.

Welche Auswirkungen Impfungen auf die Lebenskraft haben, die bis heute von der Schulmedizin völlig ignoriert werden, wurde in vorangehenden Beiträgen regelmäßig diskutiert und bleibt bei dieser Betrachtungsweise bisher völlig unbeachtet.

Wir hätten jedoch allen Grund die Auswirkungen von übermäßigen Impfungen auf die Lebenskraft gründlicher zu Untersuchung und eventuelle schädliche Langzeitwirkungen auf die Lebenskraft zu erforschen.

Das würde jedoch voraus setzen, dass sich die Ärzteschaft nach 200 Jahren anfängt mit den Theorien der chronischen Krankheiten nach Hahnemann zu beschäftigen.

Nur hat Herr Hahnemann leider nicht, wie Herr Einstein, einen akademischen Befürworter gehabt der ihm schon in jungen Jahren eine Hochschulkariere ermöglicht hätte, wie das Max Planck gemacht hat.

Das ist letztlich der Grund, weshalb Herr Hahnemann heute noch nicht von der etablierten Medizin beachtet wird. Da hat Herr Einstein mit seinen genialen Ideen mehr Glück gehabt. Ansosten wären seine Auffassungen möglicher weise genauso in Vergessenheit geraten, wie die Ideen von Hahnemann.

Ich bin jedenfalls überzeugt, dass seine Arbeiten bis heute als unübertroffen in der Medizin anzusehen sind.

Zur Nullpunktenergie kann bei Wikipedia nachgelesen werden.

„Als Grundlage für die Annahmen über freie Energie wird oft die in der Physik tatsächlich vorhergesagte und experimentell nachgewiesene Nullpunktsenergie angeführt. Sie ist eine Konsequenz der Quantenfeldtheorie und Folge des nichtverschwindenden Energieterms eines harmonischen Oszillators am absoluten Nullpunkt. Als indirekter Nachweis der Nullpunktsenergie gilt der von Hendrik Casimir vorhergesagte und nach ihm benannte Casimir-Effekt, der bewirkt, dass zwischen zwei leitfähigen Objekten im Vakuum eine Kraft wirkt, die beide zusammendrückt. Der Effekt ist zuerst 1956 experimentell nachgewiesen und danach mehrfach bestätigt worden. In der Astronomie gilt die Nullpunktsenergie als ein Kandidat für die sogenannte Dunkle Energie, welche eine Erklärung für die beobachtete beschleunigte Expansion des Universums bieten würde. Die tatsächliche technische Nutzbarmachung der Nullpunktsenergie gilt als unmöglich, da eine Kraftwirkung allein (wie beim Casimir-Effekt) dem System keine Energie entzieht bzw. die Herstellung des Ausgangszustands (Platten auseinanderziehen) genauso viel Energie verbraucht.“

Ob eine solche Energie nutzbar gemacht werden kann, soll hier nicht diskutiert werden. Tatsächlich gibt es eine Nullpunktenergie. Wenn Herr Lesch behauptet, sie sei keine Energiequelle, dann ergibt sich die Frage, wie das Universum aus dem angeblichen Nichts in Form eines Urknalls entstanden sein soll.

Die Gesetze der Thermodynamik sind sehr schön, sie beruhen jedoch auf Annahmen, die im Weltall nicht unbedingt gelten. Eine der Annahmen ist die Beobachtung in einem geschlossenen System, welches das Weltall nicht darstellt.

Hier sollen jedoch keine physikalischen Gegebenheiten diskutiert werden, sondern medizinische.

Auch der Mensch benötigt für seine Lebensvorgänge Energie. Diese setzt einen Energiegradienten voraus.

Wenn der Energiegradient des Lebens durch den angeblichen Urknall geschaffen worden sein sollte, wäre das auch eine Ausnutzung der Nullpunktenergie des Urknalls.

Ich fürchte also, dass viele Theorien der angeblichen Naturwissenschaften nicht einmal ansatzweise verstanden werden. Das soll selbstverständlich kein Freibrief für esoterische Spinnereien sein, wie sie leider besonders in der Homöopathie der Gegenwart zu finden sind. Und das ist letztlich unser Thema.

 

Neues vom Hümmler

Kommentar:

Herr Edgar Wallace  schreibt in seinem Kriminalroman der Homöopathiekritik mit dem Titel neues vom Hümmler über die Wirkungslosigkeit und den Unfug der Homöopathie.

Dazu dürfen bekannte Namen wie Tina Turner natürlich nicht fehlen, die zwar nicht durch einen Arzt für Homöopathie aber mit ähnlich wirkungsloser Methode behandelt worden sei und das fast nicht überlebt hätte.

Doch damit ist die Homöopathiekritik natürlich nicht erledigt.

Es geht weiter mit dem Titel: Die Quantendynamik der homöopathischen (Kopf-) Verschüttelung.

Bei diesen Ausführungen gibt es immer etwas zu lachen.

Was daran zu lachen ist stellt Herr Hümmler als physikalischen Unfug da. In dem Beitrag gibt es tatsächlich etwas lachen. Das Lachhafte ist, dass Herr Hümmler offensichtlich nicht einmal bemerkt hat, dass die Diplomierte Homöopathin einer Heilpraktikerin ist, die nicht Medizin studiert hat, sich dann jedoch  wagemutig auf das Gebiet der Quantenphysik begeben hat.

Ich kann aus dem Beitrag natürlich nicht die Kenntnisse des Herrn Hümmler auf dem Gebiet der Quantenphysik erkennen. Dazu äußert er sich vorsichtshalber schon mal nicht.

Ich kann jedoch von einer Heilpraktikerin nicht erwarten, dass sie Homöopathie und auch noch Quantenphysik wirklich gelernt hat. Damit wäre eine Heilpraktikerschule vollständig überfordert.

Es mag sein, dass sie durch ihre Ausbildung in die Lage versetzt ist einfacher akute Krankheiten homöopathisch zu behandeln und zu heilen.

Auf dem Gebiet der Quantenphysik scheitern jedoch regelmäßig auch studierte Physiker am Verständnis der dortigen Vorgänge.

Wir haben also allen Grund zum Lachen: Nicht unbedingt über eine Heilpraktikerin die sich zu physikalisch schwierigsten Fragen äußert, die sie nie gelernt hat, sondern über Herrn Hümmler, der solche Beiträge als Widerlegung der Homöopathie versucht genüsslich auszuschlachten.

Der Grundsatz der Waffengleichheit würde verlangen, dass er sich als promovierter Physiker ebenbürtige Homöopathievertreter für seine Analysen heraus sucht. Das wären beispielsweise Prof. Walach als Psychologe oder Dr. Baumgartner als Physiker.

Eine Frage bleibt jedoch zu diskutieren: Welche Informationen und wie viel Informationen ein angeregtes Elektron überhaupt speichern könne. Um dieser Frage zu beantworten ist Frau Munns offensichtlich nicht die geeignete Ansprechpartnerin.

Ich empfehle geeignete Fachleute speziell für die Frage zu konsultieren. IBM entwickelt seit Jahren einen vorläufigen und einfachen Quantencomputer. Auch bei diesem stellt sich die Frage, wie die Quanteninformation gespeichert werden kann ohne, dass sie durch Dekohärenz wieder verschwindet. Die dortigen Fachleute werden dazu bestimmt wesentlich sachkundigere Ausführung machen können als Frau Munns.

Von ihnen habe ich bisher jedenfalls noch nicht die Auffassung vernommen, dass keine Informationen gespeichert oder verarbeitet werden könnte, weil ein Elektron der Dekohärenz unterliegt.

Wenn wir diese Fragen in der Mikrobiologie bisher nicht beantworten können, ist Homöopathie nicht deshalb schon unplausibel.  Sie arbeitet mit genau diesen Phänomenen.

Und sie funktioniert, besser als sich Herr Hümmler vorstellen kann. Das sehen wir daran, dass sie sogar richtig schädlich sein kann, wenn sie von angeblichen Heilern verwendet wird, die solche Zusammenhänge nicht verstanden haben.

Lebenskraft bei Schopenhauer

Hier ist seine Auffassung zur Lebenskraft:

„ganz dieser Art ist endlich der eben jetzt, in der Mitte des 19. Jahrhunderts wieder aufgewärmte, aus Unwissenheit sich original dünkende, rohe Materialismus, welcher zunächst, unter stupider Ableugnung der Lebenskraft, die Erscheinungen des Lebens aus physikalischen und chemischen Kräften erklären, diese aber wieder aus dem mechanischen Wirken der Materie, Lage, Gestalt und Bewegung erträumter Atome entstehen lassen und so alle Kräfte der Natur auf Stoß und Gegenstoß zurückführen möchte, als welche sein »Ding an sich« sind.“

Schopenhauer, Arthur. Die Welt als Wille und Vorstellung. Band I (German Edition) (Kindle-Positionen2642-2643). Kindle-Version.

Zum Treiben der Ärzte hat er folgende Auffassung:

Nicht Ärzte und Apotheker, sondern die Lebenskraft heilt die Krankheiten, für welche jene Herren dann das Geld einstreichen
> P II 171, 185, 184 Anm.

http://www.arthur-schopenhauer-studienkreis.de/Schopenhauer-Begriffe/Lebenskraft/lebenskraft.html

Kommentar:

Bei den heutigen Ärzten und Wissenschaftlern wird man vergeblich nach dem Begriff der Lebenskraft suchen.

Umso erfreulicher ist es, dass sich zumindest Herr Schopenhauer über die Lebenskraft und ihr Wirken Gedanken gemacht hat.

Auch in der Gegenwart meinen die Forscher die Lebenskraft ignorieren zu dürfen um das Wirken des Lebens aus physikalisch chemischen Kräften heraus erklären zu wollen.

Diese Auffassung hat Herr Schopenhauer bereits verworfen.

Lediglich die Alternativmediziner Herr Hahnemann oder Herr Messmer haben ihre medizinischen Systeme auf dem Wirken der Lebenskraft aufgebaut.

Wenn wir uns heute die Aufgabe stellen chronische Krankheiten heilen zu wollen müssen wir auf das Wissen der Alternativmediziner wie Hahnemann und seine Schüler zurückgreifen.

Bei Schopenhauer ist interessant, dass er eine Lebenskraft nicht lediglich im belebten Bereich sieht, sondern der Entstehung des Universums bereits eine gewisse Lebenskraft zugesteht.

Bei Schopenhauer sind keine esoterischen Ergüsse zur Lebenskraft zu finden. Seine Auffassung ist mit einem wissenschaftlichen Weltbild der Gegenwart in Übereinstimmung zu bringen.

Heidenspaß statt Höllenqual

Herr Philipp Möller führt aus:

„Doch wie auch die Kritiker der Atomkraft haben natürlich auch wir Alternativen im Gepäck, und zwar eine Leitkultur von Humanismus und Aufklärung, die sich auf Wissenschaft, Philosophie und Kunst stützt. Wissenschaft um Erkenntnisse zu erlangen, Philosophie um diese Erkenntnisse zu deuten und Kunst um dem Wunsch des Menschen nach Kreativität und Lebensfreude gerecht zu werden. Wir setzen uns für eine Gesellschaft ein, in der Religion Privatsache und vom Staat getrennt ist – politisch, juristisch und finanziell! So will es übrigens auch unsere Verfassung… Wir sind für eine Gesellschaft, in der Meinungsfreiheit mehr Wert ist als die leicht zu verletzenden „religiösen Gefühle“ und in der wehrlose Kinderhirne nicht religiös indoktriniert werden. Wir fordern eine Ethik, die sich an den Interessen der Menschen orientiert (und übrigens auch aller anderen Tiere!), statt einer gottgegebenen Moral! Wir sind für kritisches Denken statt religiösen Dogmen, Diesseits statt Jenseits und Heidenspaß statt Höllenqual.“

http://philippmöller.de/gottlos-glucklich/

Kommentar:

Herr Möller führt in seinem Vortrag aus, warum er der Auffassung ist dass wir keinen Gott benötigen würden.

Kritisches Denken statt religiöse Dogmen. Als Alternative bietet er unter anderem  Wissenschaft an um Erkenntnisse zu erlangen.

Welches Wissenschaftsbild Herr Möller dabei vertritt führt er nicht weiter aus.

Das wäre jedoch ausgesprochen interessant gewesen und ist wohl sein Geheimnis.

Wissenschaft, die ich meine, arbeitet auf der Grundlage der Vernunft der Evolution.

Was finden  wir stattdessen bei Herrn Möller?

Heidenspaß statt Höllenqual.

Heidenspaß und Höllenqual für jeweils wen eigentlich?

Vielleicht Heidespaß statt Höllenqual als die neue Vernunft der Evolution des neuen Atheismus?

Wenn ich eine alte Religion verdamme und durch eine neue ersetze würde ich zumindest erwarten, dass er sich zu den grundlegenden Fragen seiner angeblich „neuen“ Religion auch ausführlich äußert.

Haben wir in der Evolution gelernt, dass unsere Vorfahren durch Heidenspaß, statt durch Höllenqual zu Neuzeitmenschen geworden sind? Wohl eher das Gegenteil. Ein wenig Bibelkenntnis würde da weiter helfen, Wissenschaft auch.

Da reicht es nicht aus Schlagworte durch den Tanzsaal zu werfen wie: Heidenspaß und Höllenqual.

Der Tänzer muss den Tanz des Satans auf dem Höllenfeuer nicht nur verkünden sondern auch noch als das bessere Leben vortanzen.

Ich vermute hier besteht noch einiges an Erklärungsbedarf. Religion als Privatsache ist eine gute Idee. Sie verkennt jedoch vom Ansatz her dass auch der angeblicher Atheismus eine alte Religion im neuen Gewand darstellt. Im neuen Gewandt, mit dem bereits die kleinen Kinder in der Schule indoktriniert werden.

Auch der Atheismus in der Darstellung des Herrn Möller entleert mit Heidenspaß den Sinngehalt des menschlichen Daseins zur Höllenqual.

Die Phantomjagd oder Phantomas der Enterbte

ZDF hat einen Filmbeitrag von umfassender philosophischer Aussage ausgestrahlt:

„Der Wilde Westen steckt voller Geheimnisse – die nur darauf warten, gelüftet zu werden. So denkt auch der Glücksritter Dave Arnold zu Anfang des 20. Jahrhunderts.

Damals sucht er in Texas nach einem verschollenen spanischen Goldschatz. Eine uralte Karte und drei mysteriöse, mit netzartigen Linien überzogene Steine sollen ihm den Weg weisen. Sieben Jahre lang folgt er den Zeichen der Spinnensteine, den „Spider Rocks“.“

https://www.zdf.de/dokumentation/zdfinfo-doku/das-raetsel-der-spider-rocks-102.html

Kommentar:

Wir haben im Blog regelmäßig auf die Unzulänglichkeiten der schulmedizinischen Forschung hingewiesen.

Die Goldsuche des Dave Arnold kann als hervorragendes Bildgleichnis (Metapher) für die Sinnlosigkeit dieses Treibens angesehen werden.

Dave Arnold war besessen von der Idee er könnte das spanische Gold finden. Die Spinnensteine sollten ihm den Weg dazu weisen.

Obwohl er eine Niederlage nach der anderen hinnehmen musste, seine Spinnensteine zwar neue Spinnensteine aufzeigten, sein Finanzier durch die hohen Kosten verarmte und abbrannte, war er nicht davon zu überzeugen, dass er sich auf den falschen Weg mit untauglichen Mitteln gemacht hatte.

Die Spinnensteine zeigten nicht den Weg zum Reichtum und Gold.

Dann sehen wir uns den Weg der Schulmedizin in den letzten 200 Jahren an. Er wird uns zwar von dessen Vertretern gerne als einziger Erfolgsstory verkauft. Man kann ihn jedoch mit den Spinnensteinen des Dave Arnold vergleichen.

Auch die Suche nach der heilenden Chemie hat in 200 Jahren nicht die Substanz hervorgebracht, mit der unser Leben unbegrenzt und gesund verlängert werden könnte.

Für eine Lebensverkürzung hingegen benötige ich keine Chemie, wie uns Paracelsus vorgelebt hat. Da reicht bereits eine falsche Theorie und sein Selbstversuch mit Quecksilber.

So wie Dave Arnold glaubte mit jedem neu gefundenen Spinnenstein hätte er endlich das spanische Gold gefunden, so glauben die Schulmediziner seit Jahrhunderten bis heute mit jeder chemischen Substanz die sie neu entwickeln hätten sie den Stein der Weisen gefunden und die Krankheit des Todes geheilt. Hahnemann wies jedoch schon darauf hin, dass Krankheit keine fehlerhafte Substanz im Körper darstellt und nicht durch Chemie heilbar ist.

Wir wissen von Steve Arnold, dass er ein Leben lang einer untauglichen Fiktion hinterher gejagt ist. Die Spinnensteine zeigen nicht den Weg zum spanischen Schatz. Und wenn sie es würden, hätten die einheimischen Bewohner, wie der Hirte, diesen bereits lange geborgen und beiseite geschafft.

Genau das dürfen wir getrost auch von der heutigen schulmedizinischen Forschung annehmen.

Wenn es eine chemische Substanz geben würde, welche uns gesund alt werden ließe, hätten wie sie schon längst gefunden und für uns selbst verwendet, um nicht an bösartigen Krankheiten wie Krebs u. a. sterben zu müssen.

Ich wünsche allen Lesern einen gesunden ersten Advent und wenn die Gesundheit nicht vorhanden sein sollte gute Besserung auch ohne Chemie.

Lebensbeendigungsprogramm

Das Deutsche Ärzteblatt berichtet über pulmonalen Hypertonus im Zusammenhang mit Krebs:

„Wie genau der Tumor das Immunsystem zum Umbau der Blutgefäße veranlasst, wissen die Forscher nicht. Ihre Erkenntnisse könnten jedoch zu neuen therapeutischen Ansätzen führen. Eine Folge der Immunreaktion ist eine vermehrte Bildung von Phosphodiesterase 5 (PDE5). Medikamente, die PDE5 hemmen, könnten deshalb die Entwicklung der pulmonalen Hypertonie stoppen. PDE-Inhibitoren werden bereits als Medikamente eingesetzt.“

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/83639/Warum-Lungenkrebs-zur-Luftnot-fuehrt-und-wie-Viagra-dies-verhindern-koennte

Kommentar:

Wir wissen aus den Forschungen der Mikrobiologen, dass es Lebensbeendigungsprogramme gibt, die aktiv dafür sorgen das Leben zu einem bestimmten Zeitpunkt zu beenden.

Die hier vorgestellte Beobachtung passt in diese These. Sie lässt sich von den alternativmedizinischen Beobachtungen bestätigen.

Wir können sehen, wie der Organismus ab dem 50. Lebensjahr bei einem bestimmten Konstitutionstyp durch das eigene Immunsystem systematisch zerstört wird.

Wenn es gelingt das zerstörerische Immunsystem zu dämpfen, dürfte das zu einer gesunden Lebensverlängerung führen.

Die ausgeführte Beobachtung ermöglicht umgekehrt Rückschlüsse auf die Selbstzerstörungsreaktion im Organismus.

Ein Umbau der Blutgefäße durch das Immunsystem dürfte gleichzeitig mit einer Verminderung des Sauerstoffgehalts und der Vermehrung der Phosphordiesterase verbunden sein.

Den Sauerstoffgehalt können wir heute nicht invasiv mit einem Sensor messen. Das sollte ab dem 50. Lebensjahr regelmäßig erfolgen. Gleichzeitig können auch alle anderen Aktivitäten der Lebensbeendigungsprogramme erfaßt werden. Dann haben wir bereits lange vor Ausbruch der ersten Symptome einen Hinweis auf die Aktivität der Lebensbeendigungsprogramme und können rechtzeitig etwas dagegen unternehmen.

Die Welterklärer

Max Rauner erklärt uns die Welt, insbesondere die der Quantenwelt.

„Auf ZEIT ONLINE hatte er viele Jahre lang die Videokolumne: »Dr. Max erklärt die Welt«. Sein jüngstes Buch ist »Schluss mit dem Bullshit – Auf der Suche nach dem verlorenen Verstand« (mit Tobias Hürter).“

http://www.maxrauner.de/

In seinem Beitrag: „Pseudowissenschaft Quantenmedizin, Einstein für Esoteriker“ erklärt er seine steilen Thesen zur Alternativmedizin.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/quantenmedizin-einstein-fuer-esoteriker-a-1017748.html

Herr Rauner erklärt in seinem Jahrhundertwerk: „Schluss mit dem Bullshit, auf der Suche nach dem verlorenen Verstand,“ wie die Welt aus seiner Sicht wirklich funktioniert.

Wir dürfen uns einig sein, dass jede Form von Esoterik kranken Gehirnen entspringt, welche die Suche nach Gott mit ihren eigenen verschwirbelten Ideen verwechselt. Er hat auch bereits die passenden psychoanalytischer Erklärung gefunden. Nach Herrn Rauner und seinen zitierten Autoren handelt sich bei Esoterikern um neidische Menschen. Sie sind neidisch auf die Erkenntnisse der Physiker und damit das nicht so auffällt betreiben sie dagegen gemeinschaftliche Selbstimmunisierung.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/quantenmedizin-einstein-fuer-esoteriker-a-1017748.html

Kennen wir der derartige Ausführungen nicht in ähnlicher Form  bereits von Professor Lesch?

Hält er nicht im Fernsehen gelegentlich Vorträge über Alternativmedizin, die er als Astrophysiker nie erlernt hat?

Und hat Herr Rauner zwar Physik studiert aber nie Alternativmedizin?

Er bemängelt, dass die Theorien der Alternativmedizin angeblich nie bewiesen oder widerlegt werden könnten.

Dann sehen wir uns die Theorien der Schulmedizin an, insbesondere das Schlüssel Schloss Prinzip und fragen, welche chronische Krankheit mit dieser Theorie jemals geheilt werden konnte und ob damit letztlich eine gesunde Lebensverlängerung ermöglicht worden ist.

Tatsächlich ist Quantentheorie in der Mikrobiologie kein angeblicher Bullshit, sondern die normale Kommunikation des Lebens auf zellulärer Ebene.

Das ist in der modernen Forschung der Mikrobiologie bis heute offenbar nicht angekommen.

Alles Leben beruht letztendlich auf quantenphysikalischen Vorgängen und deren Programmierung in der Lebenskraft.

Davon haben jedoch weder Herr Rauner noch bei Herrn Lesch jemals etwas gehört, zu mindestens kommt der Begriff in ihren Vorträgen nicht im positiven Sinne vor.

Unbestritten wird in der Homöopathie und in der Esoterik heute leider viel Unfug verkündet.

Wenn sich die Esoteriker auf Geistesgrößen wie Planck und Einstein berufen können sie zwar mit diesen nicht mithalten.

Sie haben aber, entgegen Herrn Rauner, zumindest verstanden, dass moderne Medizin etwas ganz anderes sein sollte als pharmakologische Präparat zu schlucken und Bakterien zu bekämpfen.

Da spielt das keine große Rolle ob medizinische Laien zur Wirkung der Alternativmedizin untaugliche Theorien verkünden.

Die von medizinischen Fachleuten verkündeten Theorien der Gegenwart beruhen auf den Annahmen der Alchemie des Mittelalters und sind in vielen Teilen genauso verkehrt wie die Annahmen der Esoteriker und ihre wundersamen Theorien.

Erforschung der Gleichgewichtskreise in der Lebenskraft

Hier ein weiterer Auszug aus dem Interview mit Herrn Hall:

„Denn bereits zu dieser Zeit wusste man, dass Immunsuppressiva die Vermehrung von Immunzellen blockieren. Wie das geschieht, war jedoch eine Black Box. Hier sollte Heitmans Arbeit Licht ins Dunkel bringen. Wie erhofft, führte Rapamycin bei den Hefezellen zu einem Wachstumsstopp, worauf sie abstarben. Nur ein paar wenige überlebten. Diese Zellen mussten im Erbgut Mutationen tragen, die sie gegen das Medikament resistent machten.

Tatsächlich fanden die Forscher solche Mutationen in zwei bis dahin unbekannten Genen. Diese Gene nannte Hall «target of rapamycin» (TOR), weil sie in nicht mutierter Form die Wirkung von Rapamycin vermitteln. Das war die Geburtsstunde von TOR1 und TOR2. Der Durchbruch wurde 1991 in der Fachzeitschrift «Science» verkündet.

Einige Kollegen hätten die Idee, mit Hefezellen zu arbeiten, als «silly» bezeichnet, erinnert sich Hall. Denn es ging ja um den Einsatz des Medikaments beim Menschen. Diese Kollegen hätten nicht verstanden, dass Rapamycin von Bakterien gebildet wird – als Waffe gegen andere Mikroorganismen wie Hefepilze. Nur mit diesem Modellorganismus sei die Entdeckung von TOR so schnell möglich gewesen.“

https://www.nzz.ch/wissenschaft/medizin/molekulare-signalwege-der-zellenversteher-ld.1314947

Kommentar:

Wir können aus dieser Schilderung entnehmen, wie der Forschungsfortschritt auf dem Gebiet der Biochemie stattfindet.

Zuerst wurde beobachtet, dass Rapamycin bei Hefezellen zu einem Wachstumsstopp führte. Danach starben Sie ab. Die wenigen überlebenden Zellen wurden auf Mutationen hin untersucht und als TOR definiert, weil sie in nicht mutierter Form die Wirkung von Rapamycin vermitteln.

Diese schulmedizinische mikrobiologische Auffassung geht davon aus, dass sie die Wirkung eines Medikamentes ein bestimmtes Eiweiß zuständig sein soll in Verbindung oder Wechselwirkung mit der DNA.

Als Alternativmediziner gehe ich von der Fehlerhaftigkeit dieser Annahme aus.

Die Beobachtung der Lebenskraft lässt darauf schließen, dass es sich nicht um einen statischen Vorgang im Sinne einer Bindung an einen Rezeptor handelt.

Die Existenz der Lebenskraft setzt voraus, dass deren Programme eingerichtete Gleichgewichtskreise beeinflussen.

Die Gleichgewichtkreise werden von der DNA im stabilen Gleichgewicht gehalten bis der Organimus auf irgend etwas zu reagieren hat.

Wenn Rapamycin bei Hefezellen zu Wachstumsstopp führt ist die Annahme durchaus berechtigt, dass es an einen Rezeptor in der Zelle bindet.

Es führt demzufolge zu einer Unterbrechung der intrazellulären Signalwege oder Ausschaltung des zuständigen Gleichgewichtskreises.

Wenn ich diesem Gleichgewichtskreis eine Quanteninformation durch ein homöopathisches Mittel zuführe, verändert es lediglich seine Aktivität und sein Gleichgewicht zu weiteren verbundenen Schwingungskreisen.

An diesem Beispiel läßt sich der unterschiedliche Krankheitsbegriff in der Schulmedizin gegenüber der Alternativmedizin verdeutlichen.

Während Schulmedizin mit pharmakologischen Präparaten intrazelluläre Signalwege blockieren will, möchte der Alternativmedizin lediglich die Gleichgewichtszustände der Lebenskraft verändern.

Um die entsprechenden Gleichgewichte der Lebenskraft zu identifizieren wäre eine ähnliche Vorgehensweise wie durch Herrn Hall auch mithilfe von homöopathischen Mitteln möglich.

Dazu können die schulmedizinisch bekannten oralen Antidiabetesmittel soweit homöopathisch verarbeitet werden, dass der Wirkstoff keine physiologischen Auswirkungen auf den Stoffwechsel hat.

Dann könnte der Antidiabeteseffekt durch häufiges Wiederholen so weit gesteigert werden bis die Hefezellen absterben. Im nächsten Schritt wäre es möglich die überlebenden Hefezellen auf die daran beteiligten Gene zu untersuchen und diese zu identifizieren.

Die Vorgehensweise wäre vergleichbar mit der Schulmedizin. Das zu Grunde liegende theoretische Modell basiert jedoch auf quantenphysikalischen Überlegung die bis heute in der Schulmedizin keinen Einzug gefunden haben, wenn wir von den wenigen Ausnahmen absehen.