Fehler Hahnemann 2. Teil

Bei akuten Krankheiten geht Hahnemann davon aus, dass die Lebenskraft durch die akute Krankheit verstimmt wird und diese Verstimmung homöopathisch zu beheben sei.

Wir wissen aus unseren Erfahrungen, dass die akute Krankheit keine Verstimmung der Lebenskraft darstellt, sondern eher eine Reaktion der Lebenskraft auf einen Reiz der Lebenskraft durch Ungleichgewichte im Organismus zu Bakterien, Viren oder zu den eigenen möglicher weise entarteten Zellen.

Das ist ein wichtiger Unterschied.
Die Aufrechterhaltung der Lebenskraft ist das vorrangige Ziel derselben.

Sie erhält sich selbst durch ihre Programme am Leben.

Wenn sie dazu nicht in der Lage ist stirbt der Organismus.
Zur Aufrechterhaltung der Lebenskraft dienen Überwachungsaufgaben im Organismus.

Es muss ein Gleichgewicht zu den Darmbakterien und anderen körperfremden Eiweißen hergestellt und überwacht werden.

Es müssen die körpereigenen Zellen auf ihr richtiges Funktionieren überwacht werden und bei Fehlfunktionen ausgesondert werden.
Wie das im Einzelnen funktioniert ist bisher nur sehr unzureichend bekannt.

Bekannt ist jedoch, dass diese Funktionen gestört werden können, eben auch durch fehlerhafte homöopathische Behandlung.
Wer als Homöopath diese Gefahr der Falschbehandlung nicht verstandene hat, sollte besser schulmedizinisch behandeln. Damit wird normalerweise nicht so stark in die Lebenskraft eingegriffen, wie mit Homöopathie.
Zum Verständnis die Thesen in Übersicht:

Hahnemann meint eine akute Krankheit sei eine Verstimmung der Lebenskraft.

Dem steht die alternativmedizinische Auffassung gegenüber, dass eine akute Krankheit die Neufindung eines Gleichgewichts zwischen Erreger und Abwehrsystems darstellt, also lebensnotwendig ist.

Hahnemann meint deshalb die akuten Krankheiten behandeln zu müssen.

Nach alternativmedizinischer Auffassung werden akute Krankheiten nur behandelt wenn sie über das normale ungefährliche Maß hinaus gehen.

Nach Hahnemann wird die Lebenskraft bei der Behandlung akuter Erkrankungen durch das homöopathische Mittel so verstimmt, dass es in der Gegenreaktion zur Heilung der akuten Krankheit kommt.

Nach alternativmedizinischer Auffassung wird durch das akute Mittel die Heilungsreaktion direkt beeinflusst und gesteuert, auch ohne das Simileprinzip und dabei auch unterdrückt.

Das kann die Selbstheilung unterbinden und gefährlich werden.

Von mir vorgeschlagene Versuche an Mäusen um diese Zusammenhänge wissenschaftlich zu erforschen wurden von WissHom als nicht von Interesse zurückgewiesen.

So bleibt der bisherige Zustand bestehen, dass Homöopathen zwar behandeln und ab und zu Erfolge haben. Die theoretische Basis ist jedoch so löchrig, dass die Homöopathie nicht als wissenschaftliche Heilmethode betrachtet werden kann, solange keine Grundlagenforschung statt findet. Und noch schlimmer, die zahlreichen Schädigungen durch Homöopathie werden von den Homöopathen nicht der Homöopathie zugerechnet.

Der Einwand, es gibt gefährliche akute Krankheiten, die in jedem Fall behandelt werden müssen wird von diesen Thesen nicht berührt. Dabei darf nicht übersehen werden, dass selbst ungefährliche akute Krankheiten durch ständige Unterdrückung der Heilungsreaktion zu gefährlichen Erkrankungen werden. Das rechtzeitige Training des Immunsystems durch akute Krankheiten gewährleistet den besten Schutz gegen aggressive akute Krankheiten, aber auch gegen aggressive chronische Krankheiten wie Krebs u.a.

Auch davon ist bei Hahnemann nicht die Rede.

Hahnemanns Krankheitsvorstellung in der Kritik

Ich zitiere Hahnemann:

(Der Krätzeausschlag der Psora, Anm. v. Verf.) „Er entweichet, wie gedacht, nicht selten durch ein übles physisches oder psychisches Ereigniß, durch einen heftigen Schreck, durch stete Aergernis, tief eingreifenden Gram, durch eine große Verkältung oder Kälte (wie weiter unten, Beobachtung No. 67.), durch kalte, laue und warme Fluß- und Mineralbäder, durch ein, von irgend einer Ursache entstandenes Fieber, oder eine andersartige akute Krankheit (z.B. Menschenpocken, s. unten Beobachtung No. 39.), durch einen anhaltenden Durchfall, vielleicht auch zuweilen durch eine besondere Unthätigkeit der Haut, und dann sind die Folgen eben die schlimmen, wie wenn der Ausschlag durch unvernünftige Arztes-Kunst äußerlich vertrieben worden wäre. Die sekundären Uebel der innern Psora und irgend eine jener unzähligen chronischen Krankheiten diesen Ursprungs brechen dann bald oder spät aus.

Man glaube aber nicht, daß die jetzt in ihrem Lokal- Symptome, ihrem Hautausschlage so gemilderte Psora dadurch wesentlich vom alten Aussatze abweiche. Auch der Aussatz ließ sich in den älteren Zeiten, wenn er nicht veraltet war, nicht ganz selten durch kaltes Bad und oftmaliges Eintauchen in Flüsse und warme Mineralbäder (s. unten No. 35.) von der Haut vertreiben, aber auch damals achtete man die bösen Folgen davon eben so wenig, als die neuern Aerzte die akuten Uebel und die schleichenden Siechthume bemerken, welche auf das Selbstentweichen oder die gewaltsame Vertreibung des jetzigen Krätz-Ausschlags bald oder spät aus der inwohnenden Psora sich hervorzuthun nicht unterlassen.“

[Samuel Hahnemann: Die chronischen Krankheiten. DB Spezial: Samuel Hahnemann: Gesammelte Werke, S. 25731

(vgl. Krankheiten-Bd. 1, S. 99)]

Kommentar:

Hahnemann geht von einem chronischen Grundübel aller chronischen Erkrankungen aus, der Krätzesiechtum, der Psora. Sie macht sich durch einen Hautausschlag bemerkbar.

Diese Theorie der chronischen Krankheit lässt sich mitunter bei homöopathischen Behandlungen bestätigen, greift jedoch nach unserem heutigen Medizinverständnis zu kurz.

Wir wissen heute, dass das Abwehrsystem ein Gleichgewicht zwischen Viren, Bakterien und dem Gleichgewicht herstellen muss, um gesund zu sein.

Die weitere Aufgabe des Abwehrsystems besteht in der Krebsüberwachung des gesamten Organismus.

Ursache für alle chronischen Krankheiten war für Hahnemann die innere Psora.

Die Unterdrückung des Ausschlages war nach seiner Auffassung die Ursache für schleichendes Siechtum.

Die Rolle der akuten Krankheiten für die Gewährleistung einer gesunden Krebsüberwachung und Zurückdrängen der chronischen Krankheiten hat Hahnemann bestritten und verkannt.

Er war der Auffassung, dass es keiner akuten Krankheiten bedarf.

  „Nein! wahre Heilkunst ist jenes nachdenkliche Geschäft, was dem höhern Menschen-Geiste, der freien Ueberlegung, und dem wählenden, nach Gründen entscheidenden Verstande obliegt, um jene instinktartige und verstand- und bewußtlose, aber automatisch energische Lebenskraft, wenn sie durch Krankheit zu innormaler Thätigkeit verstimmt worden, mittels einer, dieser ähnlichen Affection, von homöopathisch ausgewählter Arznei erzeugt, dergestalt arzneikrank, und zwar in einem etwas höhern Grade umzustimmen, daß die natürliche Krankheits-Affection nicht mehr auf sie wirken könne und sie so derselben quitt werde, einzig noch beschäftigt bleibend mit der so ähnlichen, etwas stärkern Arzneikrankheits-Affection, gegen welche sie nun ihre ganze Energie richtet, die aber bald von ihr überwältigt, sie aber dadurch frei und fähig wird, wieder zur Norm der Gesundheit und zu ihrer eigentlichen Bestimmung, »der Belebung und Gesund-Erhaltung des Organisms« zurückzukehren, ohne bei dieser Umwandlung schmerzhafte oder schwächende Angriffe erlitten zu haben. Dieß zu bewirken, lehrt die homöopathische Heilkunst.“

[Samuel Hahnemann: Organon der Heilkunst (6. Auflage). DB Spezial: Samuel Hahnemann: Gesammelte Werke, S. 21570

(vgl. Organon-6, S. 38)]

Hier erklärt Hahnemann die angeblich verstand- und bewusstlose, aber automatische Lebenskraft werde durch Krankheit zu anormaler Tätigkeit verstimmt.

Es sei Aufgabe des Arztes diesen Zustand zu beheben.

Auch an dieser Stelle muss mit unseren heutigen Kenntnissen widersprochen werden.

Aufgabe der Lebenskraft ist es das Leben zu erhalten. Sie ist deshalb keinesfalls als verstandlos oder dumm zu betrachten. Richtig ist, dass sie nach einfachem Reiz-Reaktionsschema funktioniert. Diese Mechanismen werden durch die höhere Nerventätigkeit überlagert, was jedoch nicht grenzenlos erfolgt.

Um etwas Ordnung in das System zu bringen stelle ich die Thesen gegenüber:

Hahnemann:

Für ihn ist die Lebenskraft dumm und muss durch den Arzt korrigiert werden.

Naturheilkundliche Auffassung:

Die Lebenskraft bewirkt alleine die Heilung. Sie kann bestenfalls unterstützt werden.

Schlussfolgerung:

Hahnemann hat die akuten Krankheiten als Ausdruck einer gestörten Lebenskraft angesehen, die vom Arzt korrigiert werden müssen.

Dem steht die naturheilkundliche Auffassung gegenüber, dass akute Krankheiten eine wichtige Funktion in der Evolution des Lebens haben. Sie dienen zuerst zur Auswahl des evolutionär stabilsten Individuums für die Fortpflanzung und Weiterentwicklung.

Da dieser Vorgang heute versucht wird aus gesellschaftlichen Erwägungen zu unterbinden, werden die akuten Krankheiten generell bekämpft und als Krankheiten angesehen.

Sie haben eine zweite Bedeutung für die Stärkung der Lebenskraft und der Immunabwehr.

Durch die heutige Unterdrückung akuter Krankheiten wird gesamtgesellschaftlich die Abwehrkraft jedes einzelnen Individuums unterdrückt und damit das Überleben der Gesellschaft gefährdet.

Im Ergebnis verschafft sich die Evolution neue Wege zur Selektion der überlebensfähigsten Individuen. Wenn alle akuten Infektionskrankheiten ausgemerzt wären, würden andere chronische Erkrankungen die Rolle der akuten Krankheiten übernehmen und die Menschen vorzeitig an chronischen Krankheiten statt an den akuten sterben.

Die Evolution lässt sich nicht überlisten. Diese Gedanken spielen bei Hahnemann keine Rolle.

Wenn wir für uns und unsere Nachkommen ein gesundes und langes Leben wünschen, dürfen wir nicht alle Infektionskrankheiten ausrotten. Ziel muss es sein eine gesunde Lebenskraft zu entwickeln. Das setzt voraus, dass diese durch ungefährliche Infekte gestärkt wird, statt sie durch Unterdrückung akuter Infekte zu beschädigen und lebensuntauglich zu machen.

Hier irrte Hahnemann ausnahmsweise, lag jedoch mit seinen Betrachtungen dennoch viel näher an der Wirklichkeit als jede Schulmedizin.

Ockhams Rasiermesser vs. Esoterik

Sehen wir uns die Theorie von Ockham in der Esoterik an, dann müsste auch dort die einfachste Theorie die richtige sein.
– Theorie der unsterblichen Seele:

Klingt einfach, ist jedoch mit Naturgesetzen nicht vereinbar, wie der anzunehmenden Tatsache, dass zuerst das Universum entstand und dann der Mensch.
– Theorie des unsterblichen Periodensystems der Elemente in der Homöopathie:

Klingt einfach, ist jedoch mit den Erkenntnissen von Hahnemann nicht in Übereinstimmung zu bringen. Er war der Auffassung, dass sich die Lebenskraft an den Symptomen erkennen lässt.

Wir wissen heute, dass das nur teilweise der Fall ist. Ein einfaches System zur Erkennung der Lebenskraft lässt sich nicht außerhalb der Lebenskraft erkennen, wie es das Periodensystem darstellt.
– Theorie des „Wie innen so außen“

klingt für den medizinischen Laien überzeugend einfach. Verstößt jedoch gegen die Gesetze der Lebenskraft.

Die Lebenskraft kann sich nur im lebenden Organismus im Laufe der Evolution heraus bilden, nicht jedoch durch Seelenwanderung irgend welcher Psychoesoteriker.
– Theorie der Verwandtschaft von homöopathischen Mittel durch Zugehörigkeit zu einem Königreich oder einer Familie:

Klingt für den Laien einfach ist dennoch falsch.

Auch diese Theorie hält den Test an der Lebenskraft nicht stand. Sie wurde aus Bequemlichkeit von einigen Homöopathen in die Welt gesetzt. Damit soll elegant umgangen werden, dass die Lebenskraft nicht ohne weitere erkennbar ist und diese fehlende Erkenntnis durch Spekulation ersetzt werden.

Eine ähnliche Wirkung von Königreichen der homöopathischen Mitteln ist nicht Gegenstand der Forschung von Herrn Hahnemann gewesen. Heute wissen wir noch besser, dass derartige Betrachtungen keinen Bestand haben.
– Theorie, dass ein homöopathisches Mittel richtig sein muss, wenn es Beschwerdefreiheit erzeugt:

Klingt auch für den medizinischen Laien richtig und ist dennoch falsch.

Wenn die Lebenskraft fluktuiert, dann erzeugt sie Symptome, an denen ich deren Arbeit erkennen kann. Wenn sie dagegen keine Symptome mehr erzeugt, weil ich sie durch homöopathische Mittel zum verstummen gebracht habe, dann ist das Lebewesen vermutlich bald verstorben oder auf dem Wege dorthin.
Zusammenfassung:

In der Esoterik wird Ockhams Rasiermesser gerne unsachgemäß angewendet und führt zu vermeintlich einfachen Lösungen schwieriger Probleme.

Sie halten jedoch dem ersten Logiktest nicht stand und basieren weder auf Erfahrungen noch auf gewissenhafter Beobachtung der Lebensvorgänge.

Sie widersprechen dazu meist auch den Erkenntnissen der wissenschaftlichen Forschung und der inneren Logik.

Hier sollte Ockhams Rasiermesser erst zur Anwendung kommen, wenn eine Theorie zumindest die Voraussetzungen erfüllt mit unseren sonstigen Erkenntnissen nicht in Widerspruch zu stehen.

Das Unverständnis der quantenphysikalischen Vorgänge der Quantendatenverarbeitung im lebenden Organismus darf dabei jedoch nicht als Unvereinbar mit den wissenschaftlichen Erkenntnissen angesehen werden, wie das die Skeptiker fälschlicher weise behaupten.

Wo sind meine Rescue Tropfen?

„So, und nach so viel Quark verabschiede ich mich – ich brauche jetzt dringend meine Rescue-Tropfen…“ schreibt Herr Dr. Holm Gero Hümmler, nachdem er über alle Homöopathievertreter hergezogen ist.

http://quantenquark.com/blog/tag/lothar-brunke/

Lohnt es sich mit den Argumenten der Skeptiker auseinander zu setzen?

Sicher, man kann von ihrem „QuantenQuark“ mitunter etwas lernen.

Was lernen wir also von Herrn Hümmler?

Ich fürchte, dass seine Auseinandersetzung mit der Homöopathie und deren Quantengrundlage nicht den eigenen Anforderungen entspricht, die er an die Homöopathen stellt.

Dass man als Naturwissenschaftler über „Erdschwestern“ gerne herziehen kann, versteht sich von selbst. Die entscheidende Frage, was haben diese Schwestern mit der Erde und der Homöopathie zu tun, bleibt offen.

Richtig ist jedoch folgendes:

„Tatsächlich scheint die schwache Quantentheorie aber in der Esoterikszene so richtig nur die Parapsychologen und die Familienaufsteller zu begeistern.“

Dem ist aus homöopathischer Sicht nichts hinzuzufügen. Der Autor verschweigt jedoch in diesem Zusammenhang, dass es, wie Peter Sloterdijk schön heraus gearbeitet hat, in den letzten Jahrzehnten eine Entwicklung weg von der Medizin hin zur Psychologisierung gegeben hat. Dieser Bewegung haben sich zahlreiche Homöopathen angeschlossen, die meinen die Lebenskraft, die bei Herrn Hümmler nicht einmal vorkommt, psychologisch erklären zu wollen.

Dass dabei nur Quantenquark heraus kommt, habe ich in meinem Blog bereits ausführlichst erläutert.

Auch davon finde ich bei Herrn Hümmler nicht ein Wort.

Doch dann geht es richtig zur Sache:

„Sein Buch eröffnet Brunke mit einem aus dem Zusammenhang gerissenen Zitat des Mitbegründers der quantenphysikalischen Konzepts der Dekohärenz, Dieter Zeh. Etwas über Dekohärenz zu lernen, würde vielen Quantenquark-Autoren sicher gut anstehen. Zehs hochgradig abstrakte Arbeit, aus der das Zitat stammt, ist dafür aber denkbar ungeeignet.“

Ja, dann wäre doch alles klar, wieder einmal die Homöopathie wiederlegt?

Die hochgradig abstracte Arbeit ist natürlich nicht für Ärzte für Homöopathie verständlich, dafür benötigt man eine Weihung als Skeptiker, oder besser der inquisitorischen Kirche der Skeptiker.

Da hätte Herr Hümmler vielleicht mal Herrn Zeh persönlich fragen sollen, ob er sich missverstanden fühlt und ihm die Gelegenheit zur Klarstellung gegeben. Davon lese ich in seinen Ausführen jedoch erstaunlicher weise nichts. Also doch wieder mal inquisitorische Gelüste?

Ja und Herr Hartmann Römer? Der anerkannte theoretische Physiker?

Jetzt werden wir über die Wissenschaftstheorie von Herrn Hümmler aufgeklärt:

„Es wird an keiner Stelle klar, was das ganze eigentlich mit der Realität zu tun hat. Die Physik verwendet Mathematik, um experimentell messbare Sachverhalte zu beschreiben – selbst Theorien, zu denen man aktuell noch nichts messen kann, sind zumindest klar auf dieses Ziel ausgerichtet.“

Da bleibt einem bei so viel „Wissenschaftskritik“ glatt die Spucke im Halse stecken.

Was war das? Wir verwenden Mathematik, um experimentell messbare Sachverhalte zu beschreiben, selbst Theorien, zu denen man aktuelle noch nichts messen kann, seien nach seiner Auffassung klar auf dieses Ziel ausgerichtet?

Ja dann schauen wir uns mal die Glaubenskongregation der Stringtheorie an.

Alles klare Erkenntnisse der Physik?

Herr Zehn hat sich in seinem Werk ausführlich zu diesen Theorien geäußert und sie als Physik ohne Realität bezeichnet. (Physik ohne Realität: Tiefsinn oder Wahnsinn? Autoren: Zeh, H. Dieter )
Ich kann mich noch an Zeiten meines Physikstudiums erinnern, wie der Professor mit allen möglichen mathematischen Näherungsrechnungen versucht hat physikalische Sachverhalte näherungsweise zu berechnen. Von einer exakten Wiedergabe physikalischer Sachverhalte durch die Mathematik war in unseren Vorlesungen leider nirgendwo die Rede. Bei Herrn Hümmler gelten dann wohl andere physikalische Gesetze?

Und wenn wir Herrn Zeh zitieren wollen, dann vielleicht die richtigen Stellen?

Als nächstes betrachten wir die Äußerungen von Herr Hartmann Römer, den anerkannten theoretischen Physiker.

Hat er sich zum Quantenquark geäußert?

Er hat mit Herrn Walach eine etwas unglückliche Theorie der schwachen Quantentheorie aufgestellt. Offenbar wollte Herr Walach damit Gesetzmäßigkeiten der Psyche und der Parapsychologie erklären. In der Homöopathie nach Hahnemann kommt Parapsychologie nicht vor, dafür aber bei den Geistheilern nach Scholten und Sankaran. Deshalb sehe ich keine Notwendigkeit mich damit auseinander zu setzen.

Soweit er sich zur angeblich Wirkungslosigkeit der Homöopathie bekannt haben soll, habe ich Herrn Römer persönlich nachgefragt. Er zog es vor diese Anfrage nicht zu beantworten, da er  Weiser bleiben wollte, im Gegensatz zu Herrn Lesch, der sich über Homöopathie im ZDF in einer Weise äußerte, die beweist, dass er sie nicht verstanden hat.

Zur weiteren Erkenntnis für Herrn Hümmler, will ich mal den Unterschied von Geistheilung und Homöopathie umreißen:

Der Unterschied zwischen Hahnemann und den Geistheilern ist gerade in der Verwechselung von Parapsychologie mit Homöopathie zu sehen.

Homöopathie ist also angewandte quantenphysikalische Erkenntnis aus der Lebenskraft mit Hilfe von homöopathisch hergestellten Mitteln, wie sie Hahnemann entdeckt hat.

Geistheilung ist die psychische Einflussnahme auf andere Personen mit der Absicht sie zu heilen oder auch zu schädigen und hängt mit Parapsychologie zusammen, wie sie von Alters her durch Naturvölker betrieben wird. Ob sie mit Quantenphysik erklärte werden kann ist bisher offen.

Homöopathie funktioniert über homöopathische Mittel. Geistheilung durch geistige Einflussnahme, wie Märchenerzählung nach Sankaran, oder eine Periodensystemhoroskop nach Scholten und alle anderen geistigen Richtungen.

Welche Heilerfolge mit beiden Methoden erzielt werden, wurde im Blog regelmäßig berichtet.

Ich glaube ich brauche jetzt auch die Rescue-Tropfen oder eine Geistheilung der Herren Scholten und Sankaran, vielleicht auch mal eine politisch korrekte schwule Erdschwester für die Aufrichtung meiner gekränkten Aura mit Entgiftung und Borrelioseentzug, sowie geistiger Pendelfernheilung aller Universen und Paralleluniversen unter Einbeziehung aller schwarzen Kräfte der schwarzen Magie und schwarzen Materie alle schwarzen Hexen, sofern sie um MItternacht von den Erdschwestern bei Vollmond geheiligt wurden und von Herrn Lesch für Wissenschaft erklärt wurden. Das ganze unterfüttert mit etwas Miracle Mineral Supplement. Dann geht es mir schon viel besser, die Wunderheilung kann dann nicht mehr ausbleiben. Den Sensenmann habe ich zwar bestellt, schicke ihn aber weiter an die Wissenschaftsgläubigen  einer merkwürdigen Sekte mit der Tendenz zur Selbstüberhöhung.

Warnhinweis:

Vorsicht, die Aussagen in dem Beitrag sind für Ärzte bestimmt, die bereits wissen, dass hier viel Unfug geredet wird. Medizinische Laien sollten sich an den Arzt oder Apotheker ihres Vertrauens wenden und als erstes fragen, ob er wisse, was die Lebenskraft heute zu sagen hat und sie von den Auffassungen der Pharmakologen unterscheidet. Das ist das Kriterium zur Unterscheidung von Wissenschaft zu Unfug.

Höllenqual statt Heidenspass

Für Philipp Möller wäre die Welt ohne Religionen ein besserer Ort:

https://www.youtube.com/watch?v=UOXf2pIWPKA

Wir benötigen keine Religion ist seine Kernaussage. Die dafür vorgebrachten Argumente überzeugen auf den ersten Blick.

Er setzt stattdessen auf:

–          Wissenschaft um Erkenntnisse zu gewinnen

–          Philosophie um die Erkenntnis zu deuten

–          Und Kunst um dem Bedürfnis der Menschen gerecht zu werden nach Kreativität und Lebensfreude

Sein Motto: Heidenspass statt Höllenqual

Kommentar:

Wissenschaft hat sich als Handlanger der Politik und der Mächtigen erwiesen, nicht als der Diener der unbestechlichen Wahrheiten der Natur oder Gottes.

Die so gewonnenen Erkenntnisse sind gerade in der Medizin mehr als fragwürdig.

Philosophie ist keine Wissenschaft, die Erkenntnisse gewinnen würde, sondern Intelektuelle Selbstbefriedigung einsamer verirrter Denker, die meinen schlauer zu sein als Gott und dabei natürlich Gott für überflüssig erklären.

Kritiker behaupten sogar, dass Philosophie eine besondere Form der Gemütserkrankung ist, welche inhaltlich darauf ausgerichtet ist ein logisches Ordnungssystems zu erschaffen um ihre eigene Unfähigkeit der Gotteserkenntnis zu beruhigen und zu verdecken. Ein solches Ordnungssystem ist die Systematik der homöopathischen Mittel nach Jan Scholten und Sankaran. Es hat viel mit Philosophie zu tun, nichts jedoch mit Homöopathie oder Gesundheit. 

Kunst für Kreativität ist kein Ersatz für transzendentale Erkenntnisse.

Heidenspass statt Höllenqual ist das Motte der Rauschmittel konsumierenden verirrten Mitmenschen, die meinen auf Kosten anderer lebt es sich am besten.

Die Religionskritik macht es sich sehr einfach, wenn sie die Kirchen als Äquivalent des Gottesglaubens ansehen. Die modernen Kirchen der Neuzeit verkünden keinen Gott, sie betrachten sich selbst als zusätzliche Partei eines Parteienstaates, der die Macht zu Lasten der einfach arbeitenden Menschen an sich gerissen hat.

Wer die Kirchen kritisiert, kann deshalb nichts falsch machen. Alles was die Kirchen machen hat nichts mit Gott zu tun, sondern mit Ausbeutung des Menschen durch den Menschen.

Auf diesem Hintergrund erscheint die Kirchenkritik des Herrn Möller zwar berechtigt, ist jedoch nicht im entferntesten mit der sachlich fundierten Kirchenkritik des Herrn Deschner vergleichbar.

Das darf jedoch nicht darüber hinweg täuschen, dass es einen Gottesglauben ohne Kirchen gibt.

So wie es eine Homöopathie nach Hahnemann gibt, gibt es heute auch eine angebliche Homöopathie ohne Hahnemann. Deren Vertreter haben Hahnemanns geniale Entdeckungen missbraucht um sie ins Gegenteil zu verkehren, genauso wie die heutigen Kirchen nichts mit dem historischen Jesus und seinem Glauben zu tun haben.

Heidenspass statt Höllenqual klingt da eher wie der Hilferuf des Ertrinkenden, der krampfhaft schreit: Haltet den Dieb und den nicht existierenden Gott.

Wer Heidenspass statt Höllenqual als Lebensinhalt verkündet, wird bald bemerken, dass sich der Heidenspasss früher in eine Höllenqual verwandelt, als er sich träumen lassen hat.

So haben wir im Ergebnis eine Transmutation der kiffenden 68-er in eine neue Art von Mensch. Sie verwandeln den Heidenspass in Höllenqualen, bis das Leben eine einzige Höllenqual ohne Heidenspass geworden ist. Das ist die neue Religionskritik?

Die (schöne heile) Welt der Frau Grams

Die Welt berichtet:

„Nur, für psychosomatische Leiden, sagt Grams, braucht man keine Zuckerkugeln. Eine Heilmethode, die eine geistartige Energie postuliert, kann nicht Teil der Medizin sein. Sie sieht es so: Die Homöopathie ist selbst ein Patient. Es fehlt ihr an Daten und Fakten, sie halluziniert und will ihre Krankheit nicht wahrhaben. Aber Krankheitseinsicht kann ein erster Schritt zur Genesung sein.“

https://www.welt.de/vermischtes/article147000535/Als-waere-ich-aus-einer-Sekte-ausgestiegen.html

Kommentar:

Wer bei Geistheilern für viel Geld Kurse besucht und Geistheilung statt Homöopathie lernt, kann hinterher nicht behaupten, dass er/sie Hahnemann verstanden hätte.

Das ist jedoch bei Frau Grams der Fall. Sie hat Kurse in übersinnlicher Wahrnehmung nach Scholten und Sankaran absolviert und sich einreden lassen, sie lerne Homöopathie.

Ihre Entscheidung in einer Klinik zu arbeiten war für ihre materielle Sicherheit die bessere Wahl.

Als Arzt für Homöopathie verdient man durch die mageren Sätze der Gebührenordnung so wenig Geld, dass es nicht zur Bestreitung der Existenz ausreicht.

Das hat jedoch wenig mit der Wirksamkeit der Homöopathie nach Hahnemann zu tun.

Wer übersinnliche Wahrnehmung nach Scholten und Sankaran lernen will, benötigt keine Homöopathie nach Hahnemann. Diese Vertreter nutzen für ihre Zwecke die homöopathischen Mittel, ohne zu wissen was und wie diese wirken. Das ist gefährliche Scharlatanerie, die keine Berechtigung hat und mehr Patienten schadet, als nutzt. Insofern hat Frau Grams die richtige Entscheidung getroffen und sich der Psychosomatik zugewandt.

Hier noch der obligatorische Hinweis auf die Schulmedizinkritik:

Gotzsche, P. C. (2014). Tödliche Medizin und organisierte Kriminalität. München: Riva.

Dieses Buch sollte jeder Skeptiker lesen, bevor er meint Homöpathie kritisieren zu dürfen.

Lebenskraft reloaded

Hahnemann führt aus:

„Wahre Heilkunst ist jenes nachdenkliche Geschäft, was dem höhern Menschen-Geiste, der freien Ueberlegung, und dem wählenden, nach Gründen entscheidenden Verstande obliegt, um jene instinktartige und verstand- und bewußtlose, aber automatisch energische Lebenskraft, wenn sie durch Krankheit zu innormaler Thätigkeit verstimmt worden, mittels einer, dieser ähnlichen Affection, von homöopathisch ausgewählter Arznei erzeugt, dergestalt arzneikrank, und zwar in einem etwas höhern Grade umzustimmen, daß die natürliche Krankheits-Affection nicht mehr auf sie wirken könne und sie so derselben quitt werde, einzig noch beschäftigt bleibend mit der so ähnlichen, etwas stärkern Arzneikrankheits-Affection, gegen welche sie nun ihre ganze Energie richtet, die aber bald von ihr überwältigt, sie aber dadurch frei und fähig wird, wieder zur Norm der Gesundheit und zu ihrer eigentlichen Bestimmung, »der Belebung und Gesund-Erhaltung des Organisms« zurückzukehren, ohne bei dieser Umwandlung schmerzhafte oder schwächende Angriffe erlitten zu haben. Dieß zu bewirken, lehrt die homöopathische Heilkunst.“

[Samuel Hahnemann: Organon der Heilkunst (6. Auflage). DB Spezial: Samuel Hahnemann: Gesammelte Werke, S. 21570

(vgl. Organon-6, S. 38)]

Für die Anhänger einer psycho-geistartigen Homöopathietheorie wiederholte ich die Kernaussage:

„instinktartige und verstand- und bewusstlose, aber automatisch energische Lebenskraft,“

Das sind nach Hahnemann die Attribute der Lebenskraft, die wir mit der Homöopathie beeinflussen:

Instinktartig – auch bei einfachsten Lebewesen vorhanden, läuft nach einem einfachen Reiz-Reflexschema ab

Bewusstlos: lässt sich nicht durch Psychotricks, Joga, Gottesglauben, Esoterik usw. beeinflussen

Automatische Lebenskraft: funktioniert wie ein heute noch nicht existierender Quantencomputer automatisch nach einem einfachen Reiz-Reflexschema.

Nicht materiell: Keine Steuerung über die mechanistische Rezeptor-Bindungstheorie der Pharmakologen mit angeblich chemischen Gleichgewichten, also quantenartige Steuerung über computerartige Programme.

Kommentar:

Die Lebenskraft wird von Hahnemann als dumm angesehen. Wir könnten mit unserem Verstand die Lebensvorgänge viel besser steuern. Dafür gibt es nach seinen Aussagen die Homöopathie.

Es ist aus den Zeilen deutlich zu entnehmen, wie weit sich die heutigen Homöopathen von Hahnemann entfernt haben, wenn sie von einem horoskopartigen Periodensystem der Elemente ausgehen, indem jedes Element einer bestimmten Entwicklungsstufe des Menschen entsprechen soll.

Die Lebenskraft macht zwar gewisse Entwicklungen in der Ontogenese durch. Diese werden jedoch nicht durch irgendwelche Elemente repräsentiert.

Eine Zuordnung des Periodensystems zu menschlichen Entwicklungsstufen ist durch keine Erfahrung zu belegen. Hahnemann hat solche Spekulationen verworfen.

Und er beschreibt auch sehr genau, weshalb die Lebenskraft keine psychischen Qualitäten aufzuweisen hat. Sie läuft nach einem einfachen Reiz-Reflexschema ab und ist nach seiner Auffassung deshalb als einfach und sogar als dumm anzusehen.

Wer sich selbst als dumm ansehen möchte, kann seine Lebenskraft mit der Psyche in Verbindung bringen, wie das heute bei zahlreichen Homöopathen geschieht.

Die Datenverarbeitung im Gehirn ist jedoch weit mehr als die Lebenskraft zu bieten hat. Da muss Hahnemann unumschränkt zugestimmt werden.

Die Lebenskraft sorgt für unsere materielle Existenz. Wenn wir sie von unserem Verstand her regeln wollten, wäre die Menschheit bereits ausgestorben, wie das bei der Abtreibungsdebate zu erkennen ist.

Zusammen gefasst lässt sich sagen, dass die von der Homöopathie zu beeinflussende Lebenskraft keinen Charakter oder psychische Symptome aufzuweisen hat.

Sie macht sich lediglich durch das Funktionieren der Lebensvorgänge bemerkbar.

Wenn wir Arzneimittelprüfungen durchführen, können wir deshalb nicht vorrangig auf die angeblich psychischen Symptome achten, sondern auf die von der Lebenskraft gesteuerten pathologischen Symptome. Anders können wir nicht den Wirkungskreis eines homöopathischen Arzneimittels erkennen.

Die heutige angebliche Psychohomöopathie hat mit Homöopathie nichts zu tun, aber sehr viel mit esoterischem Aberglauben.

Theoriebildung in der Homöopathie fehlerhaft

In Weiterbildung Homöopathie Bd. F S. 46 schreibt Herr Bleul: „Wer sich allerdings an die Grundregel hält, die gegenwärtige im Vordergrund stehende Krankheit in der Gesamtheit ihrer Symptome zu behandeln und die Arzneiwahl nicht mit Symptomen zu verquicken, die aktuelle nicht relevant sind, kann die oft verwirrenden Miasmen-Theorien vernachlässigen.“

Zuvor wird Herr Klunker als Kritiker der Miasmentheorie aufgeführt.

Im Lernziel wird dann jedoch ausgeführt:

„Die Hypothesen von Hahnemann und J. H. Allen zur Mischung der Miasmen kennen und ihre Bedeutung für die therapeutische Praxis einschätzen können.“

Diese Miasmentheorie muss heute als unwissenschaftlich zurück gewiesen werden.

Das erklärte Lernziel führt den jungen Arzt vom Problem der homöopathischen Behandlung weg.

Es geht nicht darum eine miasmatische Belastung zu erkennen oder die Gesamtheit der Symptome. Beides führt nicht zur Heilung einer chronischen Krankheit.

Gibt es denn dann überhaupt eine Möglichkeit chronische Krankheiten zu heilen?

Wie chronische Krankheiten durch die Natur geheilt werden, haben die alten Ärzte Hippokrates, Asklepios und Mesmer vorgeführt und zwar ohne jemals Homöopathie gelernt zu haben.

Mit Homöopathie sollten wir deshalb nicht hochtrabenden Spinnereien nachjagen, sondern uns an die naturgemäßen Heilungsregeln der alten Ärzte halten.

Das ist in der heutigen Theoriebildung ausgeklammert, wenn hinter Miasmen und Symptomen hinterher gejagt wird und jeder versucht den anderen mit Spinnereien zu übertreffen (Scholten, Sankaran).

So bleibt die Gesundheit der Patienten auf der Strecke.

Dazu muss ausgeführt werden, dass die Gesamtheit der Symptome, die angeblich erhoben werden sollen, bereits zu Hahnemann Zeiten überwiegend auf Placebosymptomen beruht. Die Erhebung von Placebosymptomen wie bei Herrn Scholten und Sankaran erhellt nicht das Wesen der chronischen Krankheit. Das führt bei Herrn Scholten allenfalls zu einer einfältigen psychologisierenden Erbauung über die eigene angenommene Genialität. Das ist im vorangehenden (Video) Beitrag gut erkennbar.

Das erste Ziel eines Arztes für Homöopathie muss darin bestehen die pathologischen Symptome eines homöopathischen Mittels am Gesunden zu prüfen in Form einer Arzneimittelprüfung.

Danach kann ich mich an die Aufgabe wagen die pathologischen Symptome des Patienten einschließlich der angeborenen pathologischen Symptome zu erfassen und mit Hilfe des zugegebener Maßen schwierig zu findenden heilkräftigen Mittels vorsichtig in die Richtung zu beeinflussen, wo dem Patienten etwas mehr Beschwerdefreiheit und ein längeres Leben möglich wird.

Die Annahme eines Miasmas geht davon aus, dass es eine Art von Ansteckung gibt, welche die Gesundheit beeinflussen würde und zu chronischen Krankheiten führt.

Mit unseren heutigen Erkenntnissen wissen wir, dass die Mehrheit der chronischen Krankheiten nicht durch Ansteckung, sondern durch Vererbung übertragen werden und nicht zu übersehen auch durch Impfungen und sonstige Unterdrückung von akuten Krankheiten begünstigt werden.

Die Miasmentheorie ist demzufolge nicht mehr zeitgemäß.

Die Gesamtheit der Symptome ist unbrauchbar, weil sie überwiegend auf Placeboprüfungssymptomen beruht. Der von Vithoulkas gepriesene angebliche Charakter homöopathischer Mittel existiert in der Realität nicht und ist weder beim Patienten noch beim Mittel erkennbar. Wenn er existieren würde, wäre er nicht verwertbar, da er nicht feststehend, sondern flexibel ist und von dem Erkrankungsstand ständig beeinflusst wird. Er lässt sich nicht zur Grundlage einer homöopathischen Behandlung machen.

Die in der Homöpatieausbildung gelehrten Ansätze sind nicht geeignet die Gesundheit des Patienten herzustellen.

Von den Gefahren für die Gesundheit durch diese Methoden habe ich bereits früher Ausführungen gemacht. Davon ist in der Homöopathieausbildung bis heute nicht die Rede.