Muttermilch als Träger der Quanteninformation

Folgende Website berichtet:

„Von Ploß und Hovorka-Kronfeld ausführlich durch Zitate belegt ist die Verwendung von Frauenmilch durch alle Zeiten zur Kräftigung Kranker und Schwacher, besonders zur Lebensverlängerung bei Greisen (noch heute verkaufen auf dem Markt zu Teheran die Nomadenweiber von der Brust weg die Milch zu diesem Zweck). Am berühmtesten ist die von Valerius Maximus in seinen Memorablilien überlieferte Geschichte von der pietätvollen Pero, die ihren zum Hungertod verurteilten Vater Myron (nicht Cimon!) im Gefängnis an ihrer Brust trinken läßt. Dieses Motiv ist durch das Gemälde von Carlo Cignani und anderer Maler berühmt geworden. Innozenz VIII. wurde mit Frauenmilch ernährt. Salbe aus Milch von Mutter und Tochter schützt das ganze Leben vor Augenkrankheiten. Auf Kopfgeschwüre legt man in Pommern roten Rosenkuchen auf und befeuchtet ihn mit Frauenmilch. Will man in Mecklenburg erforschen, ob ein Kranker sterben muß, so nimmt man Milch einer Frau, die einen Knaben säugt, und mischt unter die den Urin des Kranken; gerinnt die Milch, wird der Kranke gesund; dasselbe Mittel kennt man in Schwaben.“

http://www.stillbeziehungen.tk/Kurioses/index.htm

Weiter berichtet der Beitrag:

„Die Zeitungen berichteten gestern, daß ein Restaurant in China Speisen anbietet, die mit Frauenmilch von Bäuerinnen zubereitet werden. Diese Berichte lösten einige öffentliche Empörung aus.
Mehrere Leitartikel in der chinesischen Presse bezeichneten diese Art Speisen als „unmoralisch“ und in den Internet-Chat-Räumen des Restauranteigentümers wurde dieser verdammt und gedroht, sein Restaurant in Stücke zu hacken.“

Kommentar:

Wir wissen von Hahnemann, dass der Milchzucker die Quanteninformation auf den Empfänger überträgt.

Das trifft dann auch für Muttermilch zu.

Wenn die Muttermilch pasteurisiert oder gekocht wird, enthält sie jedoch keine Quanteninformation mehr und ist nicht geeignet die Lebenskraft zu beeinflussen.

Die Idee homöopathischen MIlchzucker zur Lebensverlängerung einzunehmen ist also nicht neu, setzt allerdings voraus, dass die Muttermilch spendenden Frauen gesund sind.

Das wird aus alternativmedizinischer Sicht für die meisten Frauen unter ständiger Behandlung der phamakologischen Art jedoch zu hinterfragen sein, wie anhand der Impfkritik und anderer unterdrückender Maßnahmen im Blog regelmäßig ausgeführt wurde.

Nomadenfrauen ohne jede Berührung mit der Chemie und Pharmakologie wären jedoch überdenkenswert.

Die Wirkung ist nicht auf alte Greise beschränkt, sondern dürfte auch bei alten Greisinnen ihre Berechtigung haben.

Wir dürfen zwar keine Wunder erwarten. Bestenfalls ein gesünderes Altwerden, was mit Schulmedizin im Allgemeinen bisher nicht zu erwarten ist.

Im Sinne der Homöopathie dürften mehrmals am Tage ein Tropfen der naturbelassenen Muttermilchflüssigkeit auf die Zunge ausreichen, um Wirkung auf die Lebenskraft und die Gesundheit zu entfalten. Beginnen sollte der Patient nicht erst im Greisenalter, sondern mit Beginn der Alterskrankheiten, also meist ab 50. Lebensjahr.

Es fehlen in Deutschland dann nur noch die Nomadenfrauen, die keine Genussgifte oder Rauschmittel zu sich nehmen und auch sonst gesund sind im Sinne der Alternativmedizin.

Zu Zeiten der untergegangenen DDR gabe es noch Muttermilchsammelstellen. Die Milch war zwar für Kinder von nicht stillenden Müttern gedacht. Nur haben sich daran mitunter auch andere bedient. Ob diese eine bessere Gesundheit hatten und ein längeres Leben wurde nicht berichtet hängt jedoch auch vom weiteren Umgang mit der Lebenskraft ab.

Die schulmedizinische angebliche Heilung von Epidermolysis bullosa

Das Deutsche Ärzteblatt berichtet:

„Bochum – Eine Keratinozyten-Transplantation mit genetisch modifizierten Zellen hat bei einem siebenjährigen Patienten, der an einer schweren Verlaufsform der Epider­molysis bullosa erkrankt war, fast die gesamte Epidermis erneuert. Die Heilung verlief laut einem Bericht in Nature (2017; doi: 10.1038/nature24487) komplikationslos. Nebenbei wurden neue Erkenntnisse zur Biologie von Stammzellen in der Haut gewonnen.“

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/83351/Gentherapie-heilt-Epidermolysis-bullosa-bei-siebenjaehrigem-Jungen

Kommentar:

Hier wird zur Zeit die Werbetrommel für die Stammzellentransplantation gerührt.

Wir wissen jedoch, dass diese Therapieform erhebliche Risiken mit sich bringt.

Das erste Risiko besteht darin, dass sich die transplantierte Haut zu einem späteren Zeitpunkt erneut ablöst und der angeblich geheilte Junge doch nicht gesund ist.

Das weitere Risiko besteht in der Möglichkeit, dass durch die Transplantation Krebs generiert wird, der das Leben vorzeitig beendet.

Alles, was bei den Homöopathen als unwissenschaftliche kritisiert wird, die Verallgemeinerung eines Einzelfalls als Heilung, das wird hier gerade vorgeführt.

Sicher ist es begrüßenswert, wenn der Junge hier eine zeitweilige Linderung oder sogar eine Lebensverlängerung erfährt.

Nur sollte gerade in eine Ärztezeitung nicht gleich von einer „Heilung“ gesprochen werden, wenn nicht einmal bekannt ist, ob die angebliche Heilung dauerhaft bestand hat und das Leben tatsächlich verlängert.

Derartige Aussagen haben weder in der Homöopathie, noch in der Schulmedizin eine Berechtigung.

TSH-der Messfühler des Lebensbeendigungsprogramms

Das Deutsche Ärzteblatt berichtet:

„Männer mit Thyrotropin-Werten im oberen Drittel des Normalbereichs (also einer vermehrten Stimulation der Schilddrüse) lebten 2,0 Jahre (95-Prozent-Konfidenz­intervall 1,0 bis 2,8) länger als Männer mit Thyrotropin-Werten im unteren Drittel des Normalbereichs, davon 1,5 Jahre ohne Herz-Kreislauf-Erkrankungen (0,2-2,6 Jahre).“

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/79411/Schilddruese-Hormonwerte-im-unteren-Normalbereich-erhoehen-Lebenserwartung

Nun wurde eine Untersuchung durchgeführt, die sich durch Erfahrungen in der Alternativmedizin bestätigen lässt.

Die durchgeführten Studien zeigten eine Abhängigkeit der Lebenserwartung von der Stimulation der Schilddrüse durch den TSH-Wert.

Diese Beobachtung passt zur alternativmedizinischen Auffassung von der Annahme genetisch bedingter Lebensbeendigungsprogramme.

Diese beenden getriggert durch Zeitablauf das Leben, indem sie in vielen Fällen den Organismus aktiv zerstören. Durch das Immunsystem wird das Gehirn und die Hypophyse angegriffen. Infolge dieses Angriffs produziert die Hypophyse weniger TSH.

Der Regelkreis zur Schilddrüse wird gestört, die Schilddrüse produziert vermehrt Schilddrüsenhormone, die ihrerseits Rückwirkung auf das Herz Kreislaufsystem und den Stoffwechsel haben. Dadurch entstehen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und das Leben wird häufig vorzeitig beendet.

Heute besteht zwar die Möglichkeit die Schilddrüsenüberfunktion schulmedizinisch zu therapieren. Dadurch wird nicht der Angriff der Lebensbeendigungsprogramme gegen das Gehirn und die Hypophyse verändert. Lebensbeendigungsprogramme lassen sich durch die bisherigen schulmedizinischen Maßnahmen nicht beeinflussen, mit homöopathischen Mitteln ist das in vielen Fällen möglich.

Die Entdeckung von TOR durch Herrn Hall

Die NZZ beschreibt die Entdeckung von TOR durch Michael N. Hall:

„Doch er habe die Möglichkeit gesehen, mit der Hilfe von Rapamycin auf Signalwege in den Zellen zu stossen.

Denn bereits zu dieser Zeit wusste man, dass Immunsuppressiva die Vermehrung von Immunzellen blockieren. Wie das geschieht, war jedoch eine Black Box. Hier sollte Heitmans Arbeit Licht ins Dunkel bringen. Wie erhofft, führte Rapamycin bei den Hefezellen zu einem Wachstumsstopp, worauf sie abstarben. Nur ein paar wenige überlebten. Diese Zellen mussten im Erbgut Mutationen tragen, die sie gegen das Medikament resistent machten.

Tatsächlich fanden die Forscher solche Mutationen in zwei bis dahin unbekannten Genen. Diese Gene nannte Hall «target of rapamycin» (TOR), weil sie in nicht mutierter Form die Wirkung von Rapamycin vermitteln. Das war die Geburtsstunde von TOR1 und TOR2. Der Durchbruch wurde 1991 in der Fachzeitschrift «Science» verkündet.

https://www.nzz.ch/wissenschaft/medizin/molekulare-signalwege-der-zellenversteher-ld.1314947

Das DZNE sieht keine Lebensverlängernde Wirkung des Rapamycin:

Kein Jugendelixier

Ehningers Arbeitsgruppe untersuchte gemeinsam mit Wissenschaftlern des Helmholtz Zentrums München und weiteren Kollegen wie sich Rapamycin auf Mäuse auswirkte. Das Ergebnis ist ernüchternd. „Unsere Studie kommt zu dem Fazit, dass Rapamycin das Leben zwar verlängert, aber nur sehr begrenzte Effekte auf das Altern an sich hat“, fasst Ehninger die Befunde zusammen. „Wir sehen zwar sehr vereinzelt einen positiven Trend, etwa beim Lernverhalten oder bei manchen Blutwerten. Aber das betrifft gleichermaßen junge wie alte Mäuse. Rapamycin wirkt also nicht auf das Altern an sich, sondern nur auf ganz bestimmte Eigenschaften des Organismus.“

Darin sehen die Forscher auch die Ursache der lebensverlängernden Wirkung. „Wir gehen davon aus, dass die Verlängerung der Lebensspanne dadurch zustande kommt, dass Rapamycin die Tumorbildung hemmt. Das ist eine bekannte Wirkung, die wir auch bestätigen konnten. Bei den untersuchten Mausstämmen sind Krebsgeschwüre eine der Haupttodesursachen“, sagt der Molekularmediziner. „Demnach hat Rapamycin zwar einen isolierten Effekt auf lebensbegrenzende Erkrankung von Mäusen. Wir sehen aber keinen allgemeinen Einfluss auf die Alterung von Säugetieren.“

https://www.dzne.de/ueber-uns/presse/meldungen/2013/pressemitteilung-nr-23.html

Kommentar:

Wir wissen aus unseren homöopathischen Erfahrungen, dass es zwei voneinander unabhängige Lebensbeendigungsprogramme gibt.

Das erste Lebensbeendigungsprogramm funktioniert auf der Basis des Stoffwechsels. Es ist als passives Lebensbeendigungsprogramm aufzufassen und hat für den durchschnittlichen Mitteleuropäer eine untergeordnete Bedeutung.

Das zweite Lebensbeendigungsprogramm ist als aktives Autoaggressionsprogramm zu verstehen.

Der Organismus setzt ab dem 50. Lebensjahr mithilfe seiner Lebenskraft Programme in Kraft, welche die  Aufgabe haben das Leben aktiv zu beenden.

Rapamycin wirkt nach den Erkenntnissen der schulmedizinisch orientierten Forscher auf das zweite Lebensbeendigungsprogramm ein und vermindert bei Mäusen die Entstehung von Krebs.

Beim Menschen werden im Alter oft Nerven angegriffen, die Gelenke oder sogar das ganze Gehirn.

In der Alternativmedizin gibt es sowohl homöopathische Mittel als auch Arzneistoffe welche geeignet sind den Angriff des eigenen Abwehrsystems gegen den Organismus zur Beendigung des Lebens zu dämpfen oder hinauszuzögern. Systematische Forschung dazu existiert bisher nicht.

Neues von Morbus Parkinson als Lebensbeendigungsprogramm

Das Deutsche Ärzteblatt veröffentlicht neue Erkenntnisse zu Morbus Parkinson.

Es wird die These vertreten, dass ein für Morbus Parkinson typisches Protein Alpha-Synuclein bei einer Aktivierung des Immunsystems zu Morbus Parkinson führen würde.

Zitat:

Ergebnis: Nach einer Darminfektion, beispielsweise durch Rotaviren, kam es zu einem Anstieg von Alpha-Synuclein in den Nervenzellen. Dies spricht dafür, dass die Infektion für die Aktivierung der Proteine verantwortlich ist. Weitere Laborexperimente ergaben, dass Alpha-Synuclein in der Lage ist, Entzündungszellen anzulocken. Außerdem scheint es über die Aktivierung von dendritischen Zellen die Bildung eines immunologischen Gedächtnisses anzuregen. Diese Experimente weisen Alpha-Synuclein eine Rolle in der Immunabwehr von Darm­er­krank­ungen zu.

Zasloff vermutet, dass eine Überaktivierung des Immunsystems im Darm ein Auslöser für den Morbus Parkinson ist. Er verweist auf eine epidemiologische Untersuchung, in der eine H. pylori-Infektion mit dem Morbus Parkinson assoziiert war. Genetische Studien haben zudem ergeben, dass Menschen mit mehreren Kopien des Alpha-Synuclein-Gens fast immer an einem Morbus Parkinson erkranken.

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/76674/Parkinson-Protein-hat-Schutzfunktion-im-Darm

Kommentar:

Die Beobachtungen des Forschers stimmen gut mit der Theorie der Lebensbeendigungsprogramme des Organismus überein, wie ich sie hier gelegentlich für die Alternativmedizin vorgestellt habe und aus der Grundlagenforschung bekannt sind.

Die Beobachtung eines überaktivierten Immunsystems als Ursache das Morbus Parkinson stimmt mit den alternativmedizinischen Beobachtungen bei  der Behandlung der Alterserkrankungen über ein.

Wir wissen aus dem von Herrn Geukens vorgestellten Fall, dass das Gleichgewicht zwischen der Krebserkennung und der damit verbundenen Krebsabwehr zwar einerseits vor dem Zerfall der Integrität des Organismus schützt. Andererseits führt ein überaktives Immunsystem zum Angriff gegen den eigenen Organismus und zerstört Ihn im Laufe des Älterwerdens. Morbus Parkinson dürfte aus dieser Erfahrung heraus als eine derartige Erkrankung des überaktiven Immunsystems angesehen werden.

Wie  dieses Gleichgewicht beim Älterwerden einreguliert werden kann ohne,  dass  Krebs entsteht oder eine andere Erkrankungen, die den Organismus zerstört, ist dem (Geuekens-)Beitrag zu entnehmen.

Aus dem obigen Forschungsbeitrag lässt sich darüber hinaus erkennen, dass dieses Ungleichgewicht offenbar ein Gleichgewicht des Darmes mit Bakterien darstellt, also keines Krankheitserreger außerhalb des eigenen Organismus benötigt.

Um ein hohes gesundes Alter zu erreichen sollte deshalb dieses Gleichgewicht vorrangig beachtet werden. Das ist in der Homöopathie bisher nicht der Fall.

Es ist Zeit die geeigenten Behandlungsstrategien zu entwickeln, statt sich in Horoskopen und Scharlatanerie zu ergehen.

Hier geht es zu den Todesprogrammen: Stammzellen Ruhephase

Die Ärztezeitung des Springerverlags berichtet:

HEIDELBERG. Fehlt es dem Körper an Vitamin A, gehen wichtige hämatopoetische Stammzelle verloren, wie Wissenschaftler herausgefunden haben (Cell 2017; online 4. Mai). Dabei handelt es sich um schlafende Stammzellen, die nur im Notfall – etwa bei massivem Blutverlust oder Infektionen – aktiv werden, teilt das Deutsche Krebsforschungszentrum mit. Forscher haben diese speziellen Stammzellen bereits 2008 entdeckt. Nach getaner Arbeit versetzt der Körper seine potentesten Stammzellen wieder in den Ruhezustand. Das schützt sie vor gefährlichen Mutationen, die zu Leukämien führen können, vermuten die Wissenschaftler. Bei einem Mangel an Retinsäure könnten aktivierte Stammzellen nicht mehr zurück in die Schlafphase und reifen stattdessen zu spezialisierten Blutzellen heran. Als Reservoir gehen sie dadurch verloren.

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/article/935475/untersuchungen-maeusen-vitamin-a-mangel-beeintraechtigt-stammzellen.html

Kommentar:

Die Ruhephasen der Stammzellen haben für die Lebenserwartung eine besondere Rolle. Sie sind auch in höherem Alter dafür zuständig, die Gewebe zu regenerieren.

Eine wichtige Rolle spielt dabei Vitamin A.

Das ist jedoch nicht alles.

Genauso wichtig sind die körpereigenen Zerstörungsprogramme, die ab dem 50 Lebensjahr den Organismus angreifen und zerstören.

Wie das genau funktioniert, ist bisher nicht untersucht.

Bei der Behandlung der chronischen Krankheiten und Selbstzerstörungsprogramme ist für uns demzufolge wichtig zu erfahren, ob wir die Stammzellen in ihrer Ruhe stören oder sogar zerstören.

Laborparameter existieren bisher nicht.

Wir können bestenfalls versuchen über die Gleichgewichte und Reparaturfähigkeit im Organismus abzuschätzen, ob wir mit unserer Behandlung auf dem richtigen Weg sind.

Der frühe Tod von Ärzten für Homöopathie sollte Grund genug sein, darüber nachzudenken, was in der Gegenwartshomöopathie falsch gemacht wird.

Dazu verweise ich auch auf meinen Grundsatzaufsatz zu dieser Frage.

Da von alternativmedizinischer Seite hier keine ausreichenden Erkenntnisse vorliegen, würde ich mich freuen, wenn Kolleginnen/Kollegen ihre Erfahrungen und Untersuchungen dazu übermitteln.

Hahnemanns Krankheitsvorstellung in der Kritik

Ich zitiere Hahnemann:

(Der Krätzeausschlag der Psora, Anm. v. Verf.) „Er entweichet, wie gedacht, nicht selten durch ein übles physisches oder psychisches Ereigniß, durch einen heftigen Schreck, durch stete Aergernis, tief eingreifenden Gram, durch eine große Verkältung oder Kälte (wie weiter unten, Beobachtung No. 67.), durch kalte, laue und warme Fluß- und Mineralbäder, durch ein, von irgend einer Ursache entstandenes Fieber, oder eine andersartige akute Krankheit (z.B. Menschenpocken, s. unten Beobachtung No. 39.), durch einen anhaltenden Durchfall, vielleicht auch zuweilen durch eine besondere Unthätigkeit der Haut, und dann sind die Folgen eben die schlimmen, wie wenn der Ausschlag durch unvernünftige Arztes-Kunst äußerlich vertrieben worden wäre. Die sekundären Uebel der innern Psora und irgend eine jener unzähligen chronischen Krankheiten diesen Ursprungs brechen dann bald oder spät aus.

Man glaube aber nicht, daß die jetzt in ihrem Lokal- Symptome, ihrem Hautausschlage so gemilderte Psora dadurch wesentlich vom alten Aussatze abweiche. Auch der Aussatz ließ sich in den älteren Zeiten, wenn er nicht veraltet war, nicht ganz selten durch kaltes Bad und oftmaliges Eintauchen in Flüsse und warme Mineralbäder (s. unten No. 35.) von der Haut vertreiben, aber auch damals achtete man die bösen Folgen davon eben so wenig, als die neuern Aerzte die akuten Uebel und die schleichenden Siechthume bemerken, welche auf das Selbstentweichen oder die gewaltsame Vertreibung des jetzigen Krätz-Ausschlags bald oder spät aus der inwohnenden Psora sich hervorzuthun nicht unterlassen.“

[Samuel Hahnemann: Die chronischen Krankheiten. DB Spezial: Samuel Hahnemann: Gesammelte Werke, S. 25731

(vgl. Krankheiten-Bd. 1, S. 99)]

Kommentar:

Hahnemann geht von einem chronischen Grundübel aller chronischen Erkrankungen aus, der Krätzesiechtum, der Psora. Sie macht sich durch einen Hautausschlag bemerkbar.

Diese Theorie der chronischen Krankheit lässt sich mitunter bei homöopathischen Behandlungen bestätigen, greift jedoch nach unserem heutigen Medizinverständnis zu kurz.

Wir wissen heute, dass das Abwehrsystem ein Gleichgewicht zwischen Viren, Bakterien und dem Gleichgewicht herstellen muss, um gesund zu sein.

Die weitere Aufgabe des Abwehrsystems besteht in der Krebsüberwachung des gesamten Organismus.

Ursache für alle chronischen Krankheiten war für Hahnemann die innere Psora.

Die Unterdrückung des Ausschlages war nach seiner Auffassung die Ursache für schleichendes Siechtum.

Die Rolle der akuten Krankheiten für die Gewährleistung einer gesunden Krebsüberwachung und Zurückdrängen der chronischen Krankheiten hat Hahnemann bestritten und verkannt.

Er war der Auffassung, dass es keiner akuten Krankheiten bedarf.

  „Nein! wahre Heilkunst ist jenes nachdenkliche Geschäft, was dem höhern Menschen-Geiste, der freien Ueberlegung, und dem wählenden, nach Gründen entscheidenden Verstande obliegt, um jene instinktartige und verstand- und bewußtlose, aber automatisch energische Lebenskraft, wenn sie durch Krankheit zu innormaler Thätigkeit verstimmt worden, mittels einer, dieser ähnlichen Affection, von homöopathisch ausgewählter Arznei erzeugt, dergestalt arzneikrank, und zwar in einem etwas höhern Grade umzustimmen, daß die natürliche Krankheits-Affection nicht mehr auf sie wirken könne und sie so derselben quitt werde, einzig noch beschäftigt bleibend mit der so ähnlichen, etwas stärkern Arzneikrankheits-Affection, gegen welche sie nun ihre ganze Energie richtet, die aber bald von ihr überwältigt, sie aber dadurch frei und fähig wird, wieder zur Norm der Gesundheit und zu ihrer eigentlichen Bestimmung, »der Belebung und Gesund-Erhaltung des Organisms« zurückzukehren, ohne bei dieser Umwandlung schmerzhafte oder schwächende Angriffe erlitten zu haben. Dieß zu bewirken, lehrt die homöopathische Heilkunst.“

[Samuel Hahnemann: Organon der Heilkunst (6. Auflage). DB Spezial: Samuel Hahnemann: Gesammelte Werke, S. 21570

(vgl. Organon-6, S. 38)]

Hier erklärt Hahnemann die angeblich verstand- und bewusstlose, aber automatische Lebenskraft werde durch Krankheit zu anormaler Tätigkeit verstimmt.

Es sei Aufgabe des Arztes diesen Zustand zu beheben.

Auch an dieser Stelle muss mit unseren heutigen Kenntnissen widersprochen werden.

Aufgabe der Lebenskraft ist es das Leben zu erhalten. Sie ist deshalb keinesfalls als verstandlos oder dumm zu betrachten. Richtig ist, dass sie nach einfachem Reiz-Reaktionsschema funktioniert. Diese Mechanismen werden durch die höhere Nerventätigkeit überlagert, was jedoch nicht grenzenlos erfolgt.

Um etwas Ordnung in das System zu bringen stelle ich die Thesen gegenüber:

Hahnemann:

Für ihn ist die Lebenskraft dumm und muss durch den Arzt korrigiert werden.

Naturheilkundliche Auffassung:

Die Lebenskraft bewirkt alleine die Heilung. Sie kann bestenfalls unterstützt werden.

Schlussfolgerung:

Hahnemann hat die akuten Krankheiten als Ausdruck einer gestörten Lebenskraft angesehen, die vom Arzt korrigiert werden müssen.

Dem steht die naturheilkundliche Auffassung gegenüber, dass akute Krankheiten eine wichtige Funktion in der Evolution des Lebens haben. Sie dienen zuerst zur Auswahl des evolutionär stabilsten Individuums für die Fortpflanzung und Weiterentwicklung.

Da dieser Vorgang heute versucht wird aus gesellschaftlichen Erwägungen zu unterbinden, werden die akuten Krankheiten generell bekämpft und als Krankheiten angesehen.

Sie haben eine zweite Bedeutung für die Stärkung der Lebenskraft und der Immunabwehr.

Durch die heutige Unterdrückung akuter Krankheiten wird gesamtgesellschaftlich die Abwehrkraft jedes einzelnen Individuums unterdrückt und damit das Überleben der Gesellschaft gefährdet.

Im Ergebnis verschafft sich die Evolution neue Wege zur Selektion der überlebensfähigsten Individuen. Wenn alle akuten Infektionskrankheiten ausgemerzt wären, würden andere chronische Erkrankungen die Rolle der akuten Krankheiten übernehmen und die Menschen vorzeitig an chronischen Krankheiten statt an den akuten sterben.

Die Evolution lässt sich nicht überlisten. Diese Gedanken spielen bei Hahnemann keine Rolle.

Wenn wir für uns und unsere Nachkommen ein gesundes und langes Leben wünschen, dürfen wir nicht alle Infektionskrankheiten ausrotten. Ziel muss es sein eine gesunde Lebenskraft zu entwickeln. Das setzt voraus, dass diese durch ungefährliche Infekte gestärkt wird, statt sie durch Unterdrückung akuter Infekte zu beschädigen und lebensuntauglich zu machen.

Hier irrte Hahnemann ausnahmsweise, lag jedoch mit seinen Betrachtungen dennoch viel näher an der Wirklichkeit als jede Schulmedizin.

Theoriebildung in der Homöopathie fehlerhaft

In Weiterbildung Homöopathie Bd. F S. 46 schreibt Herr Bleul: „Wer sich allerdings an die Grundregel hält, die gegenwärtige im Vordergrund stehende Krankheit in der Gesamtheit ihrer Symptome zu behandeln und die Arzneiwahl nicht mit Symptomen zu verquicken, die aktuelle nicht relevant sind, kann die oft verwirrenden Miasmen-Theorien vernachlässigen.“

Zuvor wird Herr Klunker als Kritiker der Miasmentheorie aufgeführt.

Im Lernziel wird dann jedoch ausgeführt:

„Die Hypothesen von Hahnemann und J. H. Allen zur Mischung der Miasmen kennen und ihre Bedeutung für die therapeutische Praxis einschätzen können.“

Diese Miasmentheorie muss heute als unwissenschaftlich zurück gewiesen werden.

Das erklärte Lernziel führt den jungen Arzt vom Problem der homöopathischen Behandlung weg.

Es geht nicht darum eine miasmatische Belastung zu erkennen oder die Gesamtheit der Symptome. Beides führt nicht zur Heilung einer chronischen Krankheit.

Gibt es denn dann überhaupt eine Möglichkeit chronische Krankheiten zu heilen?

Wie chronische Krankheiten durch die Natur geheilt werden, haben die alten Ärzte Hippokrates, Asklepios und Mesmer vorgeführt und zwar ohne jemals Homöopathie gelernt zu haben.

Mit Homöopathie sollten wir deshalb nicht hochtrabenden Spinnereien nachjagen, sondern uns an die naturgemäßen Heilungsregeln der alten Ärzte halten.

Das ist in der heutigen Theoriebildung ausgeklammert, wenn hinter Miasmen und Symptomen hinterher gejagt wird und jeder versucht den anderen mit Spinnereien zu übertreffen (Scholten, Sankaran).

So bleibt die Gesundheit der Patienten auf der Strecke.

Dazu muss ausgeführt werden, dass die Gesamtheit der Symptome, die angeblich erhoben werden sollen, bereits zu Hahnemann Zeiten überwiegend auf Placebosymptomen beruht. Die Erhebung von Placebosymptomen wie bei Herrn Scholten und Sankaran erhellt nicht das Wesen der chronischen Krankheit. Das führt bei Herrn Scholten allenfalls zu einer einfältigen psychologisierenden Erbauung über die eigene angenommene Genialität. Das ist im vorangehenden (Video) Beitrag gut erkennbar.

Das erste Ziel eines Arztes für Homöopathie muss darin bestehen die pathologischen Symptome eines homöopathischen Mittels am Gesunden zu prüfen in Form einer Arzneimittelprüfung.

Danach kann ich mich an die Aufgabe wagen die pathologischen Symptome des Patienten einschließlich der angeborenen pathologischen Symptome zu erfassen und mit Hilfe des zugegebener Maßen schwierig zu findenden heilkräftigen Mittels vorsichtig in die Richtung zu beeinflussen, wo dem Patienten etwas mehr Beschwerdefreiheit und ein längeres Leben möglich wird.

Die Annahme eines Miasmas geht davon aus, dass es eine Art von Ansteckung gibt, welche die Gesundheit beeinflussen würde und zu chronischen Krankheiten führt.

Mit unseren heutigen Erkenntnissen wissen wir, dass die Mehrheit der chronischen Krankheiten nicht durch Ansteckung, sondern durch Vererbung übertragen werden und nicht zu übersehen auch durch Impfungen und sonstige Unterdrückung von akuten Krankheiten begünstigt werden.

Die Miasmentheorie ist demzufolge nicht mehr zeitgemäß.

Die Gesamtheit der Symptome ist unbrauchbar, weil sie überwiegend auf Placeboprüfungssymptomen beruht. Der von Vithoulkas gepriesene angebliche Charakter homöopathischer Mittel existiert in der Realität nicht und ist weder beim Patienten noch beim Mittel erkennbar. Wenn er existieren würde, wäre er nicht verwertbar, da er nicht feststehend, sondern flexibel ist und von dem Erkrankungsstand ständig beeinflusst wird. Er lässt sich nicht zur Grundlage einer homöopathischen Behandlung machen.

Die in der Homöpatieausbildung gelehrten Ansätze sind nicht geeignet die Gesundheit des Patienten herzustellen.

Von den Gefahren für die Gesundheit durch diese Methoden habe ich bereits früher Ausführungen gemacht. Davon ist in der Homöopathieausbildung bis heute nicht die Rede.

Autismus und ADHS in Verbindung mit der Darmflora

Das Ärzteblatt berichtet über den Zusammenhang zwischen Darmflora und Autismus.

„Houston – Der Nachwuchs von adipösen Mäusen zeigt autistische Verhaltensweisen, die Forscher in Cell (2016; 165: 1762-1775) auf eine Veränderung der Darmflora der Tiere zurückführen. Tatsächlich konnte das Verhalten der Tiere durch die Fütterung mit bestimmten Milchsäurebakterien teilweise normalisiert werden. Dabei kam es zu einem Anstieg der Oxytocin-Werte und einer emotionalen Lernreaktion im Gehirn.“

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/68188/Probiotikum-bessert-autistisches-Verhalten-von-Maeusen

Mit den Tierversuchen wurde aufgezeigt, dass ein Zusammenhang zwischen dem Immunsystem, der Darmflora und den Gehirn existiert.

Nach der alternativmedizinischen Auffassung dürfte Autismus und ADHS unter Umständen durch einen Angriff des Immunsystems gegen das eigene Gehirn zustande kommen. Sofern sich diese Theorie in den weiteren Untersuchungen als richtig erweisen sollte, wäre der Schlüssel für eine ursächliche Autismusbehandlung gefunden.

Daraus lassen schlussfolgern:

  • Von Autismus und ADHS betroffene Kinder sollten probiotische Nahrungsmittel mit lebenden Bakterien verzehren.
  • Es gibt zur Unterstützung der Behandlung pharmakologisch hergestellte Bakterienpräparate.
  • Es sollten weitere immunstimmulierende Maßnahmen unterbleiben, wie weitere Impfungen und pharmakologische immunwirksame Präparate.