Neues von Morbus Parkinson als Lebensbeendigungsprogramm

Das Deutsche Ärzteblatt veröffentlicht neue Erkenntnisse zu Morbus Parkinson.

Es wird die These vertreten, dass ein für Morbus Parkinson typisches Protein Alpha-Synuclein bei einer Aktivierung des Immunsystems zu Morbus Parkinson führen würde.

Zitat:

Ergebnis: Nach einer Darminfektion, beispielsweise durch Rotaviren, kam es zu einem Anstieg von Alpha-Synuclein in den Nervenzellen. Dies spricht dafür, dass die Infektion für die Aktivierung der Proteine verantwortlich ist. Weitere Laborexperimente ergaben, dass Alpha-Synuclein in der Lage ist, Entzündungszellen anzulocken. Außerdem scheint es über die Aktivierung von dendritischen Zellen die Bildung eines immunologischen Gedächtnisses anzuregen. Diese Experimente weisen Alpha-Synuclein eine Rolle in der Immunabwehr von Darm­er­krank­ungen zu.

Zasloff vermutet, dass eine Überaktivierung des Immunsystems im Darm ein Auslöser für den Morbus Parkinson ist. Er verweist auf eine epidemiologische Untersuchung, in der eine H. pylori-Infektion mit dem Morbus Parkinson assoziiert war. Genetische Studien haben zudem ergeben, dass Menschen mit mehreren Kopien des Alpha-Synuclein-Gens fast immer an einem Morbus Parkinson erkranken.

https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/76674/Parkinson-Protein-hat-Schutzfunktion-im-Darm

Kommentar:

Die Beobachtungen des Forschers stimmen gut mit der Theorie der Lebensbeendigungsprogramme des Organismus überein, wie ich sie hier gelegentlich für die Alternativmedizin vorgestellt habe und aus der Grundlagenforschung bekannt sind.

Die Beobachtung eines überaktivierten Immunsystems als Ursache das Morbus Parkinson stimmt mit den alternativmedizinischen Beobachtungen bei  der Behandlung der Alterserkrankungen über ein.

Wir wissen aus dem von Herrn Geukens vorgestellten Fall, dass das Gleichgewicht zwischen der Krebserkennung und der damit verbundenen Krebsabwehr zwar einerseits vor dem Zerfall der Integrität des Organismus schützt. Andererseits führt ein überaktives Immunsystem zum Angriff gegen den eigenen Organismus und zerstört Ihn im Laufe des Älterwerdens. Morbus Parkinson dürfte aus dieser Erfahrung heraus als eine derartige Erkrankung des überaktiven Immunsystems angesehen werden.

Wie  dieses Gleichgewicht beim Älterwerden einreguliert werden kann ohne,  dass  Krebs entsteht oder eine andere Erkrankungen, die den Organismus zerstört, ist dem (Geuekens-)Beitrag zu entnehmen.

Aus dem obigen Forschungsbeitrag lässt sich darüber hinaus erkennen, dass dieses Ungleichgewicht offenbar ein Gleichgewicht des Darmes mit Bakterien darstellt, also keines Krankheitserreger außerhalb des eigenen Organismus benötigt.

Um ein hohes gesundes Alter zu erreichen sollte deshalb dieses Gleichgewicht vorrangig beachtet werden. Das ist in der Homöopathie bisher nicht der Fall.

Es ist Zeit die geeigenten Behandlungsstrategien zu entwickeln, statt sich in Horoskopen und Scharlatanerie zu ergehen.

Hier geht es zu den Todesprogrammen: Stammzellen Ruhephase

Die Ärztezeitung des Springerverlags berichtet:

HEIDELBERG. Fehlt es dem Körper an Vitamin A, gehen wichtige hämatopoetische Stammzelle verloren, wie Wissenschaftler herausgefunden haben (Cell 2017; online 4. Mai). Dabei handelt es sich um schlafende Stammzellen, die nur im Notfall – etwa bei massivem Blutverlust oder Infektionen – aktiv werden, teilt das Deutsche Krebsforschungszentrum mit. Forscher haben diese speziellen Stammzellen bereits 2008 entdeckt. Nach getaner Arbeit versetzt der Körper seine potentesten Stammzellen wieder in den Ruhezustand. Das schützt sie vor gefährlichen Mutationen, die zu Leukämien führen können, vermuten die Wissenschaftler. Bei einem Mangel an Retinsäure könnten aktivierte Stammzellen nicht mehr zurück in die Schlafphase und reifen stattdessen zu spezialisierten Blutzellen heran. Als Reservoir gehen sie dadurch verloren.

http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/krebs/article/935475/untersuchungen-maeusen-vitamin-a-mangel-beeintraechtigt-stammzellen.html

Kommentar:

Die Ruhephasen der Stammzellen haben für die Lebenserwartung eine besondere Rolle. Sie sind auch in höherem Alter dafür zuständig, die Gewebe zu regenerieren.

Eine wichtige Rolle spielt dabei Vitamin A.

Das ist jedoch nicht alles.

Genauso wichtig sind die körpereigenen Zerstörungsprogramme, die ab dem 50 Lebensjahr den Organismus angreifen und zerstören.

Wie das genau funktioniert, ist bisher nicht untersucht.

Bei der Behandlung der chronischen Krankheiten und Selbstzerstörungsprogramme ist für uns demzufolge wichtig zu erfahren, ob wir die Stammzellen in ihrer Ruhe stören oder sogar zerstören.

Laborparameter existieren bisher nicht.

Wir können bestenfalls versuchen über die Gleichgewichte und Reparaturfähigkeit im Organismus abzuschätzen, ob wir mit unserer Behandlung auf dem richtigen Weg sind.

Der frühe Tod von Ärzten für Homöopathie sollte Grund genug sein, darüber nachzudenken, was in der Gegenwartshomöopathie falsch gemacht wird.

Dazu verweise ich auch auf meinen Grundsatzaufsatz zu dieser Frage.

Da von alternativmedizinischer Seite hier keine ausreichenden Erkenntnisse vorliegen, würde ich mich freuen, wenn Kolleginnen/Kollegen ihre Erfahrungen und Untersuchungen dazu übermitteln.

Hahnemanns Krankheitsvorstellung in der Kritik

Ich zitiere Hahnemann:

(Der Krätzeausschlag der Psora, Anm. v. Verf.) „Er entweichet, wie gedacht, nicht selten durch ein übles physisches oder psychisches Ereigniß, durch einen heftigen Schreck, durch stete Aergernis, tief eingreifenden Gram, durch eine große Verkältung oder Kälte (wie weiter unten, Beobachtung No. 67.), durch kalte, laue und warme Fluß- und Mineralbäder, durch ein, von irgend einer Ursache entstandenes Fieber, oder eine andersartige akute Krankheit (z.B. Menschenpocken, s. unten Beobachtung No. 39.), durch einen anhaltenden Durchfall, vielleicht auch zuweilen durch eine besondere Unthätigkeit der Haut, und dann sind die Folgen eben die schlimmen, wie wenn der Ausschlag durch unvernünftige Arztes-Kunst äußerlich vertrieben worden wäre. Die sekundären Uebel der innern Psora und irgend eine jener unzähligen chronischen Krankheiten diesen Ursprungs brechen dann bald oder spät aus.

Man glaube aber nicht, daß die jetzt in ihrem Lokal- Symptome, ihrem Hautausschlage so gemilderte Psora dadurch wesentlich vom alten Aussatze abweiche. Auch der Aussatz ließ sich in den älteren Zeiten, wenn er nicht veraltet war, nicht ganz selten durch kaltes Bad und oftmaliges Eintauchen in Flüsse und warme Mineralbäder (s. unten No. 35.) von der Haut vertreiben, aber auch damals achtete man die bösen Folgen davon eben so wenig, als die neuern Aerzte die akuten Uebel und die schleichenden Siechthume bemerken, welche auf das Selbstentweichen oder die gewaltsame Vertreibung des jetzigen Krätz-Ausschlags bald oder spät aus der inwohnenden Psora sich hervorzuthun nicht unterlassen.“

[Samuel Hahnemann: Die chronischen Krankheiten. DB Spezial: Samuel Hahnemann: Gesammelte Werke, S. 25731

(vgl. Krankheiten-Bd. 1, S. 99)]

Kommentar:

Hahnemann geht von einem chronischen Grundübel aller chronischen Erkrankungen aus, der Krätzesiechtum, der Psora. Sie macht sich durch einen Hautausschlag bemerkbar.

Diese Theorie der chronischen Krankheit lässt sich mitunter bei homöopathischen Behandlungen bestätigen, greift jedoch nach unserem heutigen Medizinverständnis zu kurz.

Wir wissen heute, dass das Abwehrsystem ein Gleichgewicht zwischen Viren, Bakterien und dem Gleichgewicht herstellen muss, um gesund zu sein.

Die weitere Aufgabe des Abwehrsystems besteht in der Krebsüberwachung des gesamten Organismus.

Ursache für alle chronischen Krankheiten war für Hahnemann die innere Psora.

Die Unterdrückung des Ausschlages war nach seiner Auffassung die Ursache für schleichendes Siechtum.

Die Rolle der akuten Krankheiten für die Gewährleistung einer gesunden Krebsüberwachung und Zurückdrängen der chronischen Krankheiten hat Hahnemann bestritten und verkannt.

Er war der Auffassung, dass es keiner akuten Krankheiten bedarf.

  „Nein! wahre Heilkunst ist jenes nachdenkliche Geschäft, was dem höhern Menschen-Geiste, der freien Ueberlegung, und dem wählenden, nach Gründen entscheidenden Verstande obliegt, um jene instinktartige und verstand- und bewußtlose, aber automatisch energische Lebenskraft, wenn sie durch Krankheit zu innormaler Thätigkeit verstimmt worden, mittels einer, dieser ähnlichen Affection, von homöopathisch ausgewählter Arznei erzeugt, dergestalt arzneikrank, und zwar in einem etwas höhern Grade umzustimmen, daß die natürliche Krankheits-Affection nicht mehr auf sie wirken könne und sie so derselben quitt werde, einzig noch beschäftigt bleibend mit der so ähnlichen, etwas stärkern Arzneikrankheits-Affection, gegen welche sie nun ihre ganze Energie richtet, die aber bald von ihr überwältigt, sie aber dadurch frei und fähig wird, wieder zur Norm der Gesundheit und zu ihrer eigentlichen Bestimmung, »der Belebung und Gesund-Erhaltung des Organisms« zurückzukehren, ohne bei dieser Umwandlung schmerzhafte oder schwächende Angriffe erlitten zu haben. Dieß zu bewirken, lehrt die homöopathische Heilkunst.“

[Samuel Hahnemann: Organon der Heilkunst (6. Auflage). DB Spezial: Samuel Hahnemann: Gesammelte Werke, S. 21570

(vgl. Organon-6, S. 38)]

Hier erklärt Hahnemann die angeblich verstand- und bewusstlose, aber automatische Lebenskraft werde durch Krankheit zu anormaler Tätigkeit verstimmt.

Es sei Aufgabe des Arztes diesen Zustand zu beheben.

Auch an dieser Stelle muss mit unseren heutigen Kenntnissen widersprochen werden.

Aufgabe der Lebenskraft ist es das Leben zu erhalten. Sie ist deshalb keinesfalls als verstandlos oder dumm zu betrachten. Richtig ist, dass sie nach einfachem Reiz-Reaktionsschema funktioniert. Diese Mechanismen werden durch die höhere Nerventätigkeit überlagert, was jedoch nicht grenzenlos erfolgt.

Um etwas Ordnung in das System zu bringen stelle ich die Thesen gegenüber:

Hahnemann:

Für ihn ist die Lebenskraft dumm und muss durch den Arzt korrigiert werden.

Naturheilkundliche Auffassung:

Die Lebenskraft bewirkt alleine die Heilung. Sie kann bestenfalls unterstützt werden.

Schlussfolgerung:

Hahnemann hat die akuten Krankheiten als Ausdruck einer gestörten Lebenskraft angesehen, die vom Arzt korrigiert werden müssen.

Dem steht die naturheilkundliche Auffassung gegenüber, dass akute Krankheiten eine wichtige Funktion in der Evolution des Lebens haben. Sie dienen zuerst zur Auswahl des evolutionär stabilsten Individuums für die Fortpflanzung und Weiterentwicklung.

Da dieser Vorgang heute versucht wird aus gesellschaftlichen Erwägungen zu unterbinden, werden die akuten Krankheiten generell bekämpft und als Krankheiten angesehen.

Sie haben eine zweite Bedeutung für die Stärkung der Lebenskraft und der Immunabwehr.

Durch die heutige Unterdrückung akuter Krankheiten wird gesamtgesellschaftlich die Abwehrkraft jedes einzelnen Individuums unterdrückt und damit das Überleben der Gesellschaft gefährdet.

Im Ergebnis verschafft sich die Evolution neue Wege zur Selektion der überlebensfähigsten Individuen. Wenn alle akuten Infektionskrankheiten ausgemerzt wären, würden andere chronische Erkrankungen die Rolle der akuten Krankheiten übernehmen und die Menschen vorzeitig an chronischen Krankheiten statt an den akuten sterben.

Die Evolution lässt sich nicht überlisten. Diese Gedanken spielen bei Hahnemann keine Rolle.

Wenn wir für uns und unsere Nachkommen ein gesundes und langes Leben wünschen, dürfen wir nicht alle Infektionskrankheiten ausrotten. Ziel muss es sein eine gesunde Lebenskraft zu entwickeln. Das setzt voraus, dass diese durch ungefährliche Infekte gestärkt wird, statt sie durch Unterdrückung akuter Infekte zu beschädigen und lebensuntauglich zu machen.

Hier irrte Hahnemann ausnahmsweise, lag jedoch mit seinen Betrachtungen dennoch viel näher an der Wirklichkeit als jede Schulmedizin.

Theoriebildung in der Homöopathie fehlerhaft

In Weiterbildung Homöopathie Bd. F S. 46 schreibt Herr Bleul: „Wer sich allerdings an die Grundregel hält, die gegenwärtige im Vordergrund stehende Krankheit in der Gesamtheit ihrer Symptome zu behandeln und die Arzneiwahl nicht mit Symptomen zu verquicken, die aktuelle nicht relevant sind, kann die oft verwirrenden Miasmen-Theorien vernachlässigen.“

Zuvor wird Herr Klunker als Kritiker der Miasmentheorie aufgeführt.

Im Lernziel wird dann jedoch ausgeführt:

„Die Hypothesen von Hahnemann und J. H. Allen zur Mischung der Miasmen kennen und ihre Bedeutung für die therapeutische Praxis einschätzen können.“

Diese Miasmentheorie muss heute als unwissenschaftlich zurück gewiesen werden.

Das erklärte Lernziel führt den jungen Arzt vom Problem der homöopathischen Behandlung weg.

Es geht nicht darum eine miasmatische Belastung zu erkennen oder die Gesamtheit der Symptome. Beides führt nicht zur Heilung einer chronischen Krankheit.

Gibt es denn dann überhaupt eine Möglichkeit chronische Krankheiten zu heilen?

Wie chronische Krankheiten durch die Natur geheilt werden, haben die alten Ärzte Hippokrates, Asklepios und Mesmer vorgeführt und zwar ohne jemals Homöopathie gelernt zu haben.

Mit Homöopathie sollten wir deshalb nicht hochtrabenden Spinnereien nachjagen, sondern uns an die naturgemäßen Heilungsregeln der alten Ärzte halten.

Das ist in der heutigen Theoriebildung ausgeklammert, wenn hinter Miasmen und Symptomen hinterher gejagt wird und jeder versucht den anderen mit Spinnereien zu übertreffen (Scholten, Sankaran).

So bleibt die Gesundheit der Patienten auf der Strecke.

Dazu muss ausgeführt werden, dass die Gesamtheit der Symptome, die angeblich erhoben werden sollen, bereits zu Hahnemann Zeiten überwiegend auf Placebosymptomen beruht. Die Erhebung von Placebosymptomen wie bei Herrn Scholten und Sankaran erhellt nicht das Wesen der chronischen Krankheit. Das führt bei Herrn Scholten allenfalls zu einer einfältigen psychologisierenden Erbauung über die eigene angenommene Genialität. Das ist im vorangehenden (Video) Beitrag gut erkennbar.

Das erste Ziel eines Arztes für Homöopathie muss darin bestehen die pathologischen Symptome eines homöopathischen Mittels am Gesunden zu prüfen in Form einer Arzneimittelprüfung.

Danach kann ich mich an die Aufgabe wagen die pathologischen Symptome des Patienten einschließlich der angeborenen pathologischen Symptome zu erfassen und mit Hilfe des zugegebener Maßen schwierig zu findenden heilkräftigen Mittels vorsichtig in die Richtung zu beeinflussen, wo dem Patienten etwas mehr Beschwerdefreiheit und ein längeres Leben möglich wird.

Die Annahme eines Miasmas geht davon aus, dass es eine Art von Ansteckung gibt, welche die Gesundheit beeinflussen würde und zu chronischen Krankheiten führt.

Mit unseren heutigen Erkenntnissen wissen wir, dass die Mehrheit der chronischen Krankheiten nicht durch Ansteckung, sondern durch Vererbung übertragen werden und nicht zu übersehen auch durch Impfungen und sonstige Unterdrückung von akuten Krankheiten begünstigt werden.

Die Miasmentheorie ist demzufolge nicht mehr zeitgemäß.

Die Gesamtheit der Symptome ist unbrauchbar, weil sie überwiegend auf Placeboprüfungssymptomen beruht. Der von Vithoulkas gepriesene angebliche Charakter homöopathischer Mittel existiert in der Realität nicht und ist weder beim Patienten noch beim Mittel erkennbar. Wenn er existieren würde, wäre er nicht verwertbar, da er nicht feststehend, sondern flexibel ist und von dem Erkrankungsstand ständig beeinflusst wird. Er lässt sich nicht zur Grundlage einer homöopathischen Behandlung machen.

Die in der Homöpatieausbildung gelehrten Ansätze sind nicht geeignet die Gesundheit des Patienten herzustellen.

Von den Gefahren für die Gesundheit durch diese Methoden habe ich bereits früher Ausführungen gemacht. Davon ist in der Homöopathieausbildung bis heute nicht die Rede.

Autismus und ADHS in Verbindung mit der Darmflora

Das Ärzteblatt berichtet über den Zusammenhang zwischen Darmflora und Autismus.

„Houston – Der Nachwuchs von adipösen Mäusen zeigt autistische Verhaltensweisen, die Forscher in Cell (2016; 165: 1762-1775) auf eine Veränderung der Darmflora der Tiere zurückführen. Tatsächlich konnte das Verhalten der Tiere durch die Fütterung mit bestimmten Milchsäurebakterien teilweise normalisiert werden. Dabei kam es zu einem Anstieg der Oxytocin-Werte und einer emotionalen Lernreaktion im Gehirn.“

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/68188/Probiotikum-bessert-autistisches-Verhalten-von-Maeusen

Mit den Tierversuchen wurde aufgezeigt, dass ein Zusammenhang zwischen dem Immunsystem, der Darmflora und den Gehirn existiert.

Nach der alternativmedizinischen Auffassung dürfte Autismus und ADHS unter Umständen durch einen Angriff des Immunsystems gegen das eigene Gehirn zustande kommen. Sofern sich diese Theorie in den weiteren Untersuchungen als richtig erweisen sollte, wäre der Schlüssel für eine ursächliche Autismusbehandlung gefunden.

Daraus lassen schlussfolgern:

  • Von Autismus und ADHS betroffene Kinder sollten probiotische Nahrungsmittel mit lebenden Bakterien verzehren.
  • Es gibt zur Unterstützung der Behandlung pharmakologisch hergestellte Bakterienpräparate.
  • Es sollten weitere immunstimmulierende Maßnahmen unterbleiben, wie weitere Impfungen und pharmakologische immunwirksame Präparate.

 

Metformin gegen das Altern?

„Große Metformin-Studie in den USA geplant

In den USA ist nun zum ersten Mal eine große Studie geplant, in der geprüft werden soll, ob der Wirkstoff Metformin auch bei Nichtdiabetikern das Leben verlängern und altersbedingte Krankheiten wie Krebs, Herzerkrankungen und Störungen der Gedächtnisleistung positiv beeinflussen kann. Darüber berichtet die Zeitschrift „Nature“ in der Juniausgabe 2015*. Die TAME-Studie (Targeting Aging with Metformin)  muss noch von der amerikanischen Gesundheitsbehörde FDA genehmigt werden. Teilnehmen sollen bis zu 3000 Menschen zwischen 70 und 80 Jahren an 15 Zentren in den USA, die 5-7 Jahre verfolgt werden sollen. Voraussetzung ist, dass sie an mindestens einer von drei altersassoziierten Erkrankungen leiden: Koronarer Herzerkrankung (KHK), Krebs oder kognitiven Störungen (Gedächtnis-, Denk, und Wahrnehmungsstörungen bis hin zur Demenz). Die Teilnehmer dürfen nicht an Diabetes erkrankt sein.“

http://www.diabetes-news.de/nachrichten/kann-metformin-das-altern-aufhalten

Kommentar:

Der Wunsch die Lebensspanne zu verlängern wird schulmedizinisch mit Metformin, einem Diabetesmedikament gegen Altersdiabetes unternommen.

Es soll im Zusammenhang mit Alterskrankheiten auf eine lebensverlängernde Wirkung hin untersucht werden.

Die genannten Erkrankungen sind koronare Herzerkrankung Krebs oder kognitive Störungen.

Das sind allerdings Krankheiten die sich ohne Metformin oft gut homöopathisch bessern oder sogar heilen lassen.

Wenn hier wirkliche Altersforschung betrieben würde, müßten die Studienleiter eine Gruppe bilden die Metformin erhält, eine Gruppe mit Placebo und eine dritte Gruppe mit dem angemessenen homöopathischen Mittel.

In der jetzigen Aufstellung ist zwar zu erwarten, dass die Studie eine gewisse Besserung der aufgeführten Alterskrankheiten bewirken könnte. Eine wesentliche Lebensverlängerung erwarte ich jedoch nicht, weil die chronsichen Krankheiten, die das Leben verkürzen nicht mit Metformin heilbar sind. Dafür jedoch mit den passenden homöopathischen Mitteln.

Langes Leben als Kriterium der Wissenschaftlichkeit

Das Ärzteblatt führt aus:

„10.1371/journal.pgen.1005728) Varianten in vier weiteren Genen, deren Träger auf ein langes Leben hoffen dürfen.

Zwillingsstudien lassen vermuten, dass etwa 25 bis 30 Prozent der weit über 80-Jährigen ihr langes Leben den Genen verdanken. Welche dies sind, konnten die Forscher bisher nicht ermitteln –mit einer Ausnahme. Frühere Untersuchungen hatten gezeigt, dass bestimmte Varianten im APOE-Gen die Lebensphase eines Menschen verlängern. Das Team um Stuart Kim von der Stanford Universität in Palo Alto konnte dies jetzt bestätigen.

Auf einem Abschnitt des Chromosoms 19, auf dem sich neben dem APOE-Gen auch das TOMM40-Gen befindet, fanden die Forscher ebenfalls Genvarianten, die mit einem langen Leben assoziiert sind. Der Grund liegt vermutlich in der Vermeidung von Alzheimerkrankheit, altersbedingter Makuladegeneration, koronarer Herzkrankheit oder eines hohen Gesamtcholesterins, die durch diese Gene beeinflusst werden.“

Der Einfluss der einzelnen Gene scheint jedoch gering zu sein. Kim macht keine Angaben darüber, welchem Anteil die über 90- oder 100-Jährigen ihr langes Leben zu verdanken haben. Ein Gentest, mit dem junge Menschen ihre genetischen Chancen auf ein langes Leben ermitteln könnten, ist sicherlich nicht in Sicht.

http://www.aerzteblatt.de/treffer?mode=s&wo=17&typ=1&nid=65198&s=langes&s=leben

Gene verlängern das Leben oder verkürzen es? Was ist denn nun richtig?

Richtig ist auf alle Fälle, dass die chronischen Krankheiten einen Einfluss auf die Lebenserwartung haben. Das ist bisher nicht durch Studien untersucht.

Andernfalls könnte es passieren, dass schulmedizinische Dauermedikation als Risikofaktor für ein langes Leben erkannt werden könnte, wie das Herr Götzsche beschrieben hat.

In den vorangehenden Beiträgen habe ich analysiert, welchen Einfluss Homöopathie und Schulmedizin auf ein erhofftes langes Leben haben.

Der Einfluss erweist sich bei Schulmedizin eher als gegenteilig. Bei Homöopathie können wir von einer langfristigen Heilungsquote chronischer Krankheiten um dreißig Prozent ausgehen, was mit einer gewissen Lebensverlängerung verbunden sein dürfte.

Die Erkenntnisse der Genforschung ermöglichen bisher keine Verlängerung des Lebens. Wir wissen dafür aus den Tierversuchen, dass durch Veränderung der genetischen Programmierung eine Verkürzung oder Verlängerung des Lebens möglich ist.

Diese Versuche können am Menschen nicht durchgeführt werden.

Es bleibt deshalb nur der Weg über die Heilung chronischer Krankheiten das Leben zu verlängern.

Für diesen Weg hat bereits Hahnemann die Pionierarbeit geleistet. Sie wurde jedoch in den letzten Jahrzehnten nicht weiter entwickelt. Stattdessen sind die Geistheiler auf dem Vormarsch, welche meinen mit Spiritualität und geistiger Einflussnahme chronische Krankheiten heilen zu können. Dafür gibt es bisher jedoch nicht den geringsten durch Studien belegten Hinweis.

Dass durch Schulmedizin keine chronische Krankheit geheilt wird, wurde in den vorangehenden Beiträgen ausgeführt.

Ständige Tabletteneinnahme verschlechtert eher noch das Gleichgewicht der oszillierenden Lebenskraft. Sie hört durch unterdrückende Medikamente auf zu oszillieren und lässt das Lebensablaufprogramm schneller vorspulen, statt es aufzuhalten.

Diese Auffassung wird von der Schulmedizin nicht geteilt.

Wissenschaft in der Medizin fängt an dem Tage an, wo nachgewiesen werden kann, dass eine medizinische Maßnahme in der Lage ist ein gesundes Altwerden ohne Medikamenteneinnahme bis zu einem überdurchschnittlichen Alter zu ermöglichen.

Das ist das alleinige zulässige Kriterium einer angeblich „wissenschaftlichen Medizin,“ nicht jedoch die kurzzeitige Verbesserung einer Symptomatik.

Die Vermeidung von Alzheimerkrankheit, altersbedingter Makuladegeneration, koronarer Herzkrankheit usw., sollten sich bereits heute durch sachgerechte homöopathische Behandlung zumindest verzögern lassen. Diese angeblichen Alterskrankheiten werden als Angriff des Abwehrsystems gegen den eigenen Organismus im Sinne eines Lebensbeendigungsprogrammes interpretiert und wurden bereits in früheren Beiträgen ausgeführt. Alternativmedizinisch handelt es sich demzufolge weniger um Alters- als um Lebensablaufprogramme zur aktiven Beendigung des Lebens, im Sinne einer Lebenskraft, welche nicht lediglich das Leben generiert, sondern auch terminiert.

Gesundheit geht von allein und kommt nicht wieder

Ich habe von meinen Patienten die Auffassung gehört, dass die Krankheiten von alleine kommen und von alleine gehen. Sie bräuchten demzufolge keine Behandlung.

Nur wenn ich mir das Ergebnis dieser Einstellung ansehe, stelle ich fest, dass genau diese Patienten immer kränker werden.

Wenn sie die Auffassung vertreten, Krankheiten kommen und gehen von alleine, dann kann sich das allenfalls auf harmlose körpereigene Infekte beziehen, welche die Funktion einer Heilungsreaktion haben.

Dazu habe ich mich bereits früher ausführlich geäußert.

Wenn sich chronische Krankheiten einstellen, dann trifft die Aussage nicht mehr zu, dass chronische Krankheiten alleine kommen und gehen.

Kommen schon, nur werden sie von Jahr zu Jahr immer bedrohlicher und verkürzen letztlich das Leben.

Wer die Möglichkeiten, die Hahnemann uns geschenkt hat, chronische Krankheiten zu behandeln, nicht ausreichend zeitig und vorbeugend nutzt, verschenkt diese Möglichkeit zum eigenen Nachteil.

Welche Schlussfolgerungen sollten wir daraus ziehen?

Chronische Krankheiten sind oftmals bereits in der Kindheit erkennbar, neigen jedoch zu jahrelanger Latenz. Sie zeigen sich dann oft erst in fortschreitenden Lebensphasen.

Wer gesund bleiben möchte muss diese latenten Krankheitsanlagen erkennen und vor dem eigentlichen Ausbruch bereits angemessen homöopathisch behandeln. Eine vorbeugende schulmedizinische Behandlung ist nicht bekannt und wird von den Krankenkassen auch nicht bezahlt.

Das bedeutet letztlich, dass ein hohes gesundes Alter nur aktiv erreichbar ist. Aktiv durch Sport, intakte Infektoszillation, Regulation der körpereigenen Zellüberwachung gegen Krebs, Stärkung der Lebenskraft und Abschwächung der Todesgene. Das lässt sich alles mit Homöopathie erreichen. Kriterium für einen ärztlichen Homöopathen muss die gesunde Verlängerung der Lebensspanne sein, nicht alleine das Freisein von Symptomen, wie im analysierten Geukensfall.

Wechselmethode nach C. Hering

Für alle die meinen Blog lesen und nicht wissen, wie nun eigentlich richtige Homöopathie auszusehen hat, kann ich hier auf einen Beitrag von Herrn C. Hering verweisen. Das Hahnemann Institut hat sich die Mühe gemacht und ihn ins Netz gestellt.

http://www.hahnemann.de/fileadmin/downloads/Newsletter/HIHD_Newsletter_12_2015_05.pdf

Hier ein Auszug:

„Mehr noch gehört hierher die Wiederholung eines Mittels im Wechsel mit einem Gegenmittel. Ich habe dies zuerst gelernt an colocynthis und zwar bei der Anwendung in dry-belly-ache, dieser berüchtigten westindischen Kolik. Alle Fälle, die mir vorgekommen sind, wurden schnell und dauernd geheilt und alle auf folgende Weise.“

Hering beschreibt die gängigen Auffassungen zur Wiederholung eines homöopathischen Mittels. Dabei kommt er auf die Methode der Wiederholung eines Mittels im Wechsel mit einem Gegenmittel.

Das erscheint aus meiner Erfahrung besonders wertvoll. Diese Methode scheint auch im Widerspruch zu stehen mit der Kentschen Einmittel-Dauer-Methode.

Diese Wechselmethode hat bei den Berliner Ärzten für Homöopathie teilweise zu erstauntem Kopfschütteln geführt, wenn ich sie angeordnet habe. Sie ist zwar bereits von Hering beschrieben, aber offensichtlich nicht so richtig bekannt.

Welchen Vorteil hat diese Methode und wann sollte sie angewendet werden?

Ich sehe den Vorteil in der Stärkung der Lebenskraft. Diese sollte frei beweglich oszillieren und nicht mit höchsten Potenzen nach Kent auf eine Richtung zum Erstarren gebracht werden, sofern die Lebenskraft nicht ausreicht gegen die Hochpotenz zu steuern.

Die Kentsche Methode der steigenden Potenzen kann bei starker Lebenskraft und jugendlichem Alter oft mit guten Erfolgen angewendet werden. Sie ist im jugendlichem Alter oft erforderlich, wenn angeborene Krankheiten behandelt werden müssen.

Wenn sich bereits chronische Krankheiten über einen längeren Zeitraum eingeschlichen haben, ist die Lebenskraft geschwächt. Dann ist der Heringsche Wechselmethode der Vorzug zu geben. Sie ist besser geeignet langfristige chronische Krankheiten zu heilen, als die Kentsche Einmittelmethode.

Bei der Wechselmethode schreibt Hering weiter:

„Die zweite Regel war: Sobald sich neue Symptome zeigten von einiger Bedeutung, musste sogleich ein anderes Mittel gegeben werden und zwar eins was besonders auch jenen neuen Zeichen mit entsprach.“

Er setzt sich mit allen Möglichkeiten auseinander und beschreibt die Vor- und Nachteile.

Ich möchte aus meiner Erfahrung das Gesetz der Potenz und der Wiederholung wie folgt formulieren:

Je jünger und gesünder der Patient, desto höher kann die Potenz gewählt werden. Dabei ist die Kentsche Einmittelmethode für einen Krankheitsfall möglich, aber nicht notwendig.

Je Älter und Kränker der Patient ist, desto niedriger und schwächer muss die Potenz gewählt werden. Extrem kranke Patienten sollte mit einer D2 behandelt werden, wenn das toxikologisch vertretbar ist. Dabei ist die Methode der Wahl die Zweimittelwechselmethode nach Hering.

Abgrenzung:

Die Geistheiler nach Scholten und Sankaran gehen vorrangig von psychischen Symptomen aus. Dabei werden meist Hochpotenzen in steigender Reihenfolge verabreicht. Es darf bezweifelt werden, dass bei Erkrankungen mit einer schweren Pathologie, wie sie C. Hering behandelte die Methoden nach Körbler, Scholten oder Sankara irgendwelche Heilerfolge bewirken könnten. Diese Methoden wären bei schweren Pathologien als gefährlich anzusehen.

Hinweis:

Die hier abgehandelten Sachverhalte dienen zur Information für Ärzte und sind nicht geeignet zu Patientenselbstdiagnose oder Selbstbehandlung.

Operation gelungen, Patient tot

Eine 69-jährige Ärztin lies sich von ihrem ärztlichen Kollegen homöopathisch behandeln. Sie hatte ein Ulcus cruris am linken Bein, welcher Handteller groß geworden war. Auf Grund der Unsauberkeit gab er Sulfur D4 zwei mal 4 Tropfen. Die Patientin nahm weitere schulmedizinische Präparate, die nicht aufgeführt werden.

Sie ließ sich in eine Hautklinik einweisen, wo sie  geheilt entlassen wurde. Fünf Tage später war sie verstorben. Operation war zwar gelungen, die Patientin jedoch  tot (ZKH: Band 6 Heft 5/1962 Seite 218-223)

Kommentar:

Das homöopathische Mittel verbesserte zwar das Hautgeschwür. Die Patientin ging um es weiter zur Abheilung zu bringen sogar noch in die Hautklinik, wo es weiter behandelt wurde und verschwand.

Das ist ein typischer fehlerhafter Verlauf einer Behandlung.

Nach der Theorie vom letzten Organ, versucht der Organismus ein Lokalsymptom zu entwickeln, welches den Zweck hat die Lebenskraft zu schützen.

Unterdrücke ich das Lokalsymptom, hier das Ulcus cruris, stirbt der Patient.

Die eigentliche Krankheit ist die chronische Krankheit, die Hahnemann Psora genannt hat.

Sie macht sich bereits symptomatisch ein Leben lang bemerkbar, kann dann jedoch jahrelang ruhen und kommt typischer Weise erneut ab 50. Lebensjahr zum Vorschein.

Einzelheiten zu der psorischen Vorerkrankung werden in dem Fallbeispiel nicht genannt.

Wichtig ist, hier wurde das Lokalsymptom des Ulcus cruris unterdrückt und die Patientin verstarb. Das war nicht etwa zufällig, sondern gesetzmäßig, Die alten Homöopathen haben diesen Zusammenhang oft genug beschrieben. Heute kennt ihn offenbar kaum noch jemand.

Wie hätte auf gar keinen Fall behandelt werden dürfen?

Indem ich den Charakter der Patientin erforsche und meine mit einem angeblich den Charakter abdeckenden homöopathischen Mittel könnte ich die zugrunde liegende Psora erkennen und heilen, wie das bei den heutigen Geistheilern unter den „Homöopathen“ praktiziert wird.

Wenn ich mein homöopathisches Handwerk schon nicht richtig beherrsche, dann wäre die sichere Alternative gewesen das ulcus cruris schulmedizinisch zu versorgen. Dabei heilt es zwar nur selten ab, aber der Patient stirbt nicht an den Folgen der falschen, weil unterdrückenden, Behandlung.

Die organbezogene homöopathische Behandlung ist als gefährlich einzustufen und schwächt die Lebenskraft mit dem hier bekannten Ergebnis.

Hinweis:

Aus berufsrechtlichen Gründen ist es mir untersagt eigenen Behandlungsfälle hier vorstellen und muss mich deshalb auf die Analyse bereits veröffentlichter Fallvorstellungen angewiesen.

Der Beitrag ist für Ärzte gedacht und dient nicht der Selbstdiagnose oder Selbstbehandlung von Patienten.