Phosphat und Alterung

Das Deutsche Ärzteblatt führt aus:

„Kuro-o bezeichnet daher Phosphat als das „Signalmolekül des Alterns“, wobei diese Interpretation bislang weitgehend auf tierexperimentellen Daten beruht (15).“

https://www.aerzteblatt.de/archiv/119315/Gesundheitsrisiko-durch-Phosphatzusaetze-in-Nahrungsmitteln

Im Beitrag wird ausgeführt, welche Funktionen Phosphate für die Alterung des Organismus spielen.

Wenn wir uns die Schriften von Herrn Schüssler ansehen stellen wir fest, dass er viel mit Phosphatsverbindungen gearbeitet hat.

Die dazu aufgestellten Theorien sind zwar nicht mit Hahnemannschen Auffassungen kompatibel. Interessant für uns dürfte jedoch die Beobachtung sein, dass die Phosphatsverbindungen in der Homöopathie häufig geeignet sind schwere Pathologie zu verbessern oder zu heilen.

Dazu zählt beispielsweise eine Abwehrschwäche wie sie heute schon bei jungen Menschen durch Impfungen und unterdrückende Maßnahmen provoziert wird.

Selbst die Behandlung von Krebsvorstufen lassen sich oft mit Phosphorverbindungen bessern oder heilen.

Die schulmedizinische Forschung betrachtet das Phosphat als das Signalmolekül des Alterns. Aus alternativ medizinischer Sicht dürfte es deshalb in potenzierter Form durchaus geeignet sein Lebensbeendigungsprogramme zu verlangsamen und chronische Krankheiten vorzubeugen.

In seiner Eigenschaft als second Messenger sollte Phosphat nicht lediglich als Signalmolekül des Alterns angesehen werden, sondern als Messenger der Quanteninformation innerhalb der Zelle welche auch die Informationen der Zellentwicklung und der Lebensbeendigungsprogramme transportiert und übermittelt.

Die Welterklärer

Max Rauner erklärt uns die Welt, insbesondere die der Quantenwelt.

„Auf ZEIT ONLINE hatte er viele Jahre lang die Videokolumne: »Dr. Max erklärt die Welt«. Sein jüngstes Buch ist »Schluss mit dem Bullshit – Auf der Suche nach dem verlorenen Verstand« (mit Tobias Hürter).“

http://www.maxrauner.de/

In seinem Beitrag: „Pseudowissenschaft Quantenmedizin, Einstein für Esoteriker“ erklärt er seine steilen Thesen zur Alternativmedizin.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/quantenmedizin-einstein-fuer-esoteriker-a-1017748.html

Herr Rauner erklärt in seinem Jahrhundertwerk: „Schluss mit dem Bullshit, auf der Suche nach dem verlorenen Verstand,“ wie die Welt aus seiner Sicht wirklich funktioniert.

Wir dürfen uns einig sein, dass jede Form von Esoterik kranken Gehirnen entspringt, welche die Suche nach Gott mit ihren eigenen verschwirbelten Ideen verwechselt. Er hat auch bereits die passenden psychoanalytischer Erklärung gefunden. Nach Herrn Rauner und seinen zitierten Autoren handelt sich bei Esoterikern um neidische Menschen. Sie sind neidisch auf die Erkenntnisse der Physiker und damit das nicht so auffällt betreiben sie dagegen gemeinschaftliche Selbstimmunisierung.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/quantenmedizin-einstein-fuer-esoteriker-a-1017748.html

Kennen wir der derartige Ausführungen nicht in ähnlicher Form  bereits von Professor Lesch?

Hält er nicht im Fernsehen gelegentlich Vorträge über Alternativmedizin, die er als Astrophysiker nie erlernt hat?

Und hat Herr Rauner zwar Physik studiert aber nie Alternativmedizin?

Er bemängelt, dass die Theorien der Alternativmedizin angeblich nie bewiesen oder widerlegt werden könnten.

Dann sehen wir uns die Theorien der Schulmedizin an, insbesondere das Schlüssel Schloss Prinzip und fragen, welche chronische Krankheit mit dieser Theorie jemals geheilt werden konnte und ob damit letztlich eine gesunde Lebensverlängerung ermöglicht worden ist.

Tatsächlich ist Quantentheorie in der Mikrobiologie kein angeblicher Bullshit, sondern die normale Kommunikation des Lebens auf zellulärer Ebene.

Das ist in der modernen Forschung der Mikrobiologie bis heute offenbar nicht angekommen.

Alles Leben beruht letztendlich auf quantenphysikalischen Vorgängen und deren Programmierung in der Lebenskraft.

Davon haben jedoch weder Herr Rauner noch bei Herrn Lesch jemals etwas gehört, zu mindestens kommt der Begriff in ihren Vorträgen nicht im positiven Sinne vor.

Unbestritten wird in der Homöopathie und in der Esoterik heute leider viel Unfug verkündet.

Wenn sich die Esoteriker auf Geistesgrößen wie Planck und Einstein berufen können sie zwar mit diesen nicht mithalten.

Sie haben aber, entgegen Herrn Rauner, zumindest verstanden, dass moderne Medizin etwas ganz anderes sein sollte als pharmakologische Präparat zu schlucken und Bakterien zu bekämpfen.

Da spielt das keine große Rolle ob medizinische Laien zur Wirkung der Alternativmedizin untaugliche Theorien verkünden.

Die von medizinischen Fachleuten verkündeten Theorien der Gegenwart beruhen auf den Annahmen der Alchemie des Mittelalters und sind in vielen Teilen genauso verkehrt wie die Annahmen der Esoteriker und ihre wundersamen Theorien.

Quantenphysikalische Regelkreise statt Chemiesuppe

Der Diplombiologe Jürgen Paeger hat sich auf seiner Blogseite mit der Frage der Entstehung des Lebens auseinander gesetzt. Er formuliert:

„Tatsächlich sind Erbanlagen (die berühmten „Gene“) eher mit Subroutinen eines Computerprogramms vergleichbar (ein Bild des englischen Biologen Richard Dawkins): Raupen und Schmetterlinge besitzen ja die gleichen Gene, der Unterschied zwischen ihnen kommt durch unterschiedliche Muster der Genaktivierung zustande. Wie genau diese Aktivierung gesteuert wird, ist eines der aktuellsten Forschungsgebiete der Genetik, die DNS erweist sich dabei als komplizierter und vielfältiger, als früher angenommen – die Vererbung besteht aus einem komplexen, raumzeitlichen Zusammenspiel von DNS, Proteinen und anderen Molekülen, das noch niemand richtig verstanden hat.“

http://www.oekosystem-erde.de/html/leben-01.html

Kommentar:

Die Übertragung von Informationen des Lebens sind bisher nicht verstanden. Das ist der gegenwärtige Stand der Forschung und verwundert auch nicht. Es existiert bisher kein funktionstüchtiger Quantencomputer, mit dem die Quanteninformation aus der Informationsverarbeitung der Zellen mit Hilfe eines Interfaces ausgelesen werden könnte.

Das sind die Informationen der Entstehung des Lebens, der Lebenskraft und auch der Beendigung des Lebens.

Als Homöopathen wissen wir von diesen Quantenkräften und sind in der Lage damit Krankheiten zu heilen.

Der Anfang und das Ende des Lebens ist in Form von Quanteninformationen gespeichert, die wir mit Hilfe der Homöopathie steuern können. Wir können zwar kein Programm schreiben, mit welchem wir die Lebensprogramme umschreiben könnten. Dennoch sind wir sind in der Lage die Regelkreise der Quantenprogramme der Lebenskraft zu verändern und damit indirekt auch die Programmierungen des Lebens.

Wir können daraus schlussfolgern:

Das Leben ist durch quantenphysikalische Regelkreise entstanden, nicht durch sonstige chemische Gleichgewichte. Diese Regelkreise haben erst nachfolgend die Chemie zur Energiegewinnung bei der Aufrechterhaltung der Regelkreise ausgenutzt, um so eine Lebenskraft zu entwickeln, die den heutigen Menschen hervorgebracht hat.

Dieser Ansatz wird erstaunlicher Weise von den Forschern bis heute nicht diskutiert.

Wo sind meine Rescue Tropfen?

„So, und nach so viel Quark verabschiede ich mich – ich brauche jetzt dringend meine Rescue-Tropfen…“ schreibt Herr Dr. Holm Gero Hümmler, nachdem er über alle Homöopathievertreter hergezogen ist.

http://quantenquark.com/blog/tag/lothar-brunke/

Lohnt es sich mit den Argumenten der Skeptiker auseinander zu setzen?

Sicher, man kann von ihrem „QuantenQuark“ mitunter etwas lernen.

Was lernen wir also von Herrn Hümmler?

Ich fürchte, dass seine Auseinandersetzung mit der Homöopathie und deren Quantengrundlage nicht den eigenen Anforderungen entspricht, die er an die Homöopathen stellt.

Dass man als Naturwissenschaftler über „Erdschwestern“ gerne herziehen kann, versteht sich von selbst. Die entscheidende Frage, was haben diese Schwestern mit der Erde und der Homöopathie zu tun, bleibt offen.

Richtig ist jedoch folgendes:

„Tatsächlich scheint die schwache Quantentheorie aber in der Esoterikszene so richtig nur die Parapsychologen und die Familienaufsteller zu begeistern.“

Dem ist aus homöopathischer Sicht nichts hinzuzufügen. Der Autor verschweigt jedoch in diesem Zusammenhang, dass es, wie Peter Sloterdijk schön heraus gearbeitet hat, in den letzten Jahrzehnten eine Entwicklung weg von der Medizin hin zur Psychologisierung gegeben hat. Dieser Bewegung haben sich zahlreiche Homöopathen angeschlossen, die meinen die Lebenskraft, die bei Herrn Hümmler nicht einmal vorkommt, psychologisch erklären zu wollen.

Dass dabei nur Quantenquark heraus kommt, habe ich in meinem Blog bereits ausführlichst erläutert.

Auch davon finde ich bei Herrn Hümmler nicht ein Wort.

Doch dann geht es richtig zur Sache:

„Sein Buch eröffnet Brunke mit einem aus dem Zusammenhang gerissenen Zitat des Mitbegründers der quantenphysikalischen Konzepts der Dekohärenz, Dieter Zeh. Etwas über Dekohärenz zu lernen, würde vielen Quantenquark-Autoren sicher gut anstehen. Zehs hochgradig abstrakte Arbeit, aus der das Zitat stammt, ist dafür aber denkbar ungeeignet.“

Ja, dann wäre doch alles klar, wieder einmal die Homöopathie wiederlegt?

Die hochgradig abstracte Arbeit ist natürlich nicht für Ärzte für Homöopathie verständlich, dafür benötigt man eine Weihung als Skeptiker, oder besser der inquisitorischen Kirche der Skeptiker.

Da hätte Herr Hümmler vielleicht mal Herrn Zeh persönlich fragen sollen, ob er sich missverstanden fühlt und ihm die Gelegenheit zur Klarstellung gegeben. Davon lese ich in seinen Ausführen jedoch erstaunlicher weise nichts. Also doch wieder mal inquisitorische Gelüste?

Ja und Herr Hartmann Römer? Der anerkannte theoretische Physiker?

Jetzt werden wir über die Wissenschaftstheorie von Herrn Hümmler aufgeklärt:

„Es wird an keiner Stelle klar, was das ganze eigentlich mit der Realität zu tun hat. Die Physik verwendet Mathematik, um experimentell messbare Sachverhalte zu beschreiben – selbst Theorien, zu denen man aktuell noch nichts messen kann, sind zumindest klar auf dieses Ziel ausgerichtet.“

Da bleibt einem bei so viel „Wissenschaftskritik“ glatt die Spucke im Halse stecken.

Was war das? Wir verwenden Mathematik, um experimentell messbare Sachverhalte zu beschreiben, selbst Theorien, zu denen man aktuelle noch nichts messen kann, seien nach seiner Auffassung klar auf dieses Ziel ausgerichtet?

Ja dann schauen wir uns mal die Glaubenskongregation der Stringtheorie an.

Alles klare Erkenntnisse der Physik?

Herr Zehn hat sich in seinem Werk ausführlich zu diesen Theorien geäußert und sie als Physik ohne Realität bezeichnet. (Physik ohne Realität: Tiefsinn oder Wahnsinn? Autoren: Zeh, H. Dieter )
Ich kann mich noch an Zeiten meines Physikstudiums erinnern, wie der Professor mit allen möglichen mathematischen Näherungsrechnungen versucht hat physikalische Sachverhalte näherungsweise zu berechnen. Von einer exakten Wiedergabe physikalischer Sachverhalte durch die Mathematik war in unseren Vorlesungen leider nirgendwo die Rede. Bei Herrn Hümmler gelten dann wohl andere physikalische Gesetze?

Und wenn wir Herrn Zeh zitieren wollen, dann vielleicht die richtigen Stellen?

Als nächstes betrachten wir die Äußerungen von Herr Hartmann Römer, den anerkannten theoretischen Physiker.

Hat er sich zum Quantenquark geäußert?

Er hat mit Herrn Walach eine etwas unglückliche Theorie der schwachen Quantentheorie aufgestellt. Offenbar wollte Herr Walach damit Gesetzmäßigkeiten der Psyche und der Parapsychologie erklären. In der Homöopathie nach Hahnemann kommt Parapsychologie nicht vor, dafür aber bei den Geistheilern nach Scholten und Sankaran. Deshalb sehe ich keine Notwendigkeit mich damit auseinander zu setzen.

Soweit er sich zur angeblich Wirkungslosigkeit der Homöopathie bekannt haben soll, habe ich Herrn Römer persönlich nachgefragt. Er zog es vor diese Anfrage nicht zu beantworten, da er  Weiser bleiben wollte, im Gegensatz zu Herrn Lesch, der sich über Homöopathie im ZDF in einer Weise äußerte, die beweist, dass er sie nicht verstanden hat.

Zur weiteren Erkenntnis für Herrn Hümmler, will ich mal den Unterschied von Geistheilung und Homöopathie umreißen:

Der Unterschied zwischen Hahnemann und den Geistheilern ist gerade in der Verwechselung von Parapsychologie mit Homöopathie zu sehen.

Homöopathie ist also angewandte quantenphysikalische Erkenntnis aus der Lebenskraft mit Hilfe von homöopathisch hergestellten Mitteln, wie sie Hahnemann entdeckt hat.

Geistheilung ist die psychische Einflussnahme auf andere Personen mit der Absicht sie zu heilen oder auch zu schädigen und hängt mit Parapsychologie zusammen, wie sie von Alters her durch Naturvölker betrieben wird. Ob sie mit Quantenphysik erklärte werden kann ist bisher offen.

Homöopathie funktioniert über homöopathische Mittel. Geistheilung durch geistige Einflussnahme, wie Märchenerzählung nach Sankaran, oder eine Periodensystemhoroskop nach Scholten und alle anderen geistigen Richtungen.

Welche Heilerfolge mit beiden Methoden erzielt werden, wurde im Blog regelmäßig berichtet.

Ich glaube ich brauche jetzt auch die Rescue-Tropfen oder eine Geistheilung der Herren Scholten und Sankaran, vielleicht auch mal eine politisch korrekte schwule Erdschwester für die Aufrichtung meiner gekränkten Aura mit Entgiftung und Borrelioseentzug, sowie geistiger Pendelfernheilung aller Universen und Paralleluniversen unter Einbeziehung aller schwarzen Kräfte der schwarzen Magie und schwarzen Materie alle schwarzen Hexen, sofern sie um MItternacht von den Erdschwestern bei Vollmond geheiligt wurden und von Herrn Lesch für Wissenschaft erklärt wurden. Das ganze unterfüttert mit etwas Miracle Mineral Supplement. Dann geht es mir schon viel besser, die Wunderheilung kann dann nicht mehr ausbleiben. Den Sensenmann habe ich zwar bestellt, schicke ihn aber weiter an die Wissenschaftsgläubigen  einer merkwürdigen Sekte mit der Tendenz zur Selbstüberhöhung.

Warnhinweis:

Vorsicht, die Aussagen in dem Beitrag sind für Ärzte bestimmt, die bereits wissen, dass hier viel Unfug geredet wird. Medizinische Laien sollten sich an den Arzt oder Apotheker ihres Vertrauens wenden und als erstes fragen, ob er wisse, was die Lebenskraft heute zu sagen hat und sie von den Auffassungen der Pharmakologen unterscheidet. Das ist das Kriterium zur Unterscheidung von Wissenschaft zu Unfug.

Lebenskraft reloaded

Hahnemann führt aus:

„Wahre Heilkunst ist jenes nachdenkliche Geschäft, was dem höhern Menschen-Geiste, der freien Ueberlegung, und dem wählenden, nach Gründen entscheidenden Verstande obliegt, um jene instinktartige und verstand- und bewußtlose, aber automatisch energische Lebenskraft, wenn sie durch Krankheit zu innormaler Thätigkeit verstimmt worden, mittels einer, dieser ähnlichen Affection, von homöopathisch ausgewählter Arznei erzeugt, dergestalt arzneikrank, und zwar in einem etwas höhern Grade umzustimmen, daß die natürliche Krankheits-Affection nicht mehr auf sie wirken könne und sie so derselben quitt werde, einzig noch beschäftigt bleibend mit der so ähnlichen, etwas stärkern Arzneikrankheits-Affection, gegen welche sie nun ihre ganze Energie richtet, die aber bald von ihr überwältigt, sie aber dadurch frei und fähig wird, wieder zur Norm der Gesundheit und zu ihrer eigentlichen Bestimmung, »der Belebung und Gesund-Erhaltung des Organisms« zurückzukehren, ohne bei dieser Umwandlung schmerzhafte oder schwächende Angriffe erlitten zu haben. Dieß zu bewirken, lehrt die homöopathische Heilkunst.“

[Samuel Hahnemann: Organon der Heilkunst (6. Auflage). DB Spezial: Samuel Hahnemann: Gesammelte Werke, S. 21570

(vgl. Organon-6, S. 38)]

Für die Anhänger einer psycho-geistartigen Homöopathietheorie wiederholte ich die Kernaussage:

„instinktartige und verstand- und bewusstlose, aber automatisch energische Lebenskraft,“

Das sind nach Hahnemann die Attribute der Lebenskraft, die wir mit der Homöopathie beeinflussen:

Instinktartig – auch bei einfachsten Lebewesen vorhanden, läuft nach einem einfachen Reiz-Reflexschema ab

Bewusstlos: lässt sich nicht durch Psychotricks, Joga, Gottesglauben, Esoterik usw. beeinflussen

Automatische Lebenskraft: funktioniert wie ein heute noch nicht existierender Quantencomputer automatisch nach einem einfachen Reiz-Reflexschema.

Nicht materiell: Keine Steuerung über die mechanistische Rezeptor-Bindungstheorie der Pharmakologen mit angeblich chemischen Gleichgewichten, also quantenartige Steuerung über computerartige Programme.

Kommentar:

Die Lebenskraft wird von Hahnemann als dumm angesehen. Wir könnten mit unserem Verstand die Lebensvorgänge viel besser steuern. Dafür gibt es nach seinen Aussagen die Homöopathie.

Es ist aus den Zeilen deutlich zu entnehmen, wie weit sich die heutigen Homöopathen von Hahnemann entfernt haben, wenn sie von einem horoskopartigen Periodensystem der Elemente ausgehen, indem jedes Element einer bestimmten Entwicklungsstufe des Menschen entsprechen soll.

Die Lebenskraft macht zwar gewisse Entwicklungen in der Ontogenese durch. Diese werden jedoch nicht durch irgendwelche Elemente repräsentiert.

Eine Zuordnung des Periodensystems zu menschlichen Entwicklungsstufen ist durch keine Erfahrung zu belegen. Hahnemann hat solche Spekulationen verworfen.

Und er beschreibt auch sehr genau, weshalb die Lebenskraft keine psychischen Qualitäten aufzuweisen hat. Sie läuft nach einem einfachen Reiz-Reflexschema ab und ist nach seiner Auffassung deshalb als einfach und sogar als dumm anzusehen.

Wer sich selbst als dumm ansehen möchte, kann seine Lebenskraft mit der Psyche in Verbindung bringen, wie das heute bei zahlreichen Homöopathen geschieht.

Die Datenverarbeitung im Gehirn ist jedoch weit mehr als die Lebenskraft zu bieten hat. Da muss Hahnemann unumschränkt zugestimmt werden.

Die Lebenskraft sorgt für unsere materielle Existenz. Wenn wir sie von unserem Verstand her regeln wollten, wäre die Menschheit bereits ausgestorben, wie das bei der Abtreibungsdebate zu erkennen ist.

Zusammen gefasst lässt sich sagen, dass die von der Homöopathie zu beeinflussende Lebenskraft keinen Charakter oder psychische Symptome aufzuweisen hat.

Sie macht sich lediglich durch das Funktionieren der Lebensvorgänge bemerkbar.

Wenn wir Arzneimittelprüfungen durchführen, können wir deshalb nicht vorrangig auf die angeblich psychischen Symptome achten, sondern auf die von der Lebenskraft gesteuerten pathologischen Symptome. Anders können wir nicht den Wirkungskreis eines homöopathischen Arzneimittels erkennen.

Die heutige angebliche Psychohomöopathie hat mit Homöopathie nichts zu tun, aber sehr viel mit esoterischem Aberglauben.

Theorie second messenger versus Geistheilung

second messenger vs. Geistheilung
Hahnemann § 11 Anmerkung 1 durch Berühren der Nervenenden übertragen
nicht durch geistige Einflussnahme
geistartig informationsartig nicht durch eigenes Bewusstsein
Wirkung auf der Ebene des second messenger
absolute Wirkung homöopathischer Mittel:
§ 33 Org, 6
second messenger sichere Wirkung psychische Einflussnahme ungewiss
Placeboebene:
ein Placebo wirkt nur durch psychische Einflussnahme
hom. Mittel wirken durch Berühren der Nervenenden

 

In der Tabelle sind die wichtigen Argumente zusammen gefasst, die beweisen, dass Homöopathie nichts mit Geistheilung zu tun hat.

Hahnemann geht in § 11 Anmerkung 1 Org. 6 davon aus, dass die Wirkung des homöopathischen Mittels ausschließlich durch Berühren der Nervenenden übertragen wird, nicht jedoch durch geistige Einflussnahme. Nun behaupten einige Homöopathen, dass die homöopathischen Prüfungsversuche mit Placebogruppe angeblich eine geistige Wirkung homöopathische Mittel beweisen würden, weil in der Placebogruppe nach ihrer Auffassung die besseren Prüfungssymptome aufgetreten seien.

Das muss bestritten werden. Zuerst zeigen alle Versuche mit Placebogruppe, dass die Versuchsvorbereitung nicht durch einen homöopathischen Arzt selbst durchgeführt wurden, sonder auf Hersteller und Apotheke delegiert wurde. Das hat Hahnemann bereits als unzulässig angesehen. Dadurch ist nicht mehr gewährleistet, dass Placebo und Verum nicht in Berührung gekommen sind oder sogar einfach vertauscht wurden.

Dann wurden angebliche Prüfungssymtome auf psychischer Ebene in der Placebogruppe erhoben. Das ist der nächste Fehler. Psychische Symptome können bereits allein durch Einbildung hervor gerufen werden. Wenn psychische Symptome verwertet werden sollen, darf der Proband nicht wissen, ob er an einem Arzneimittelversuch teilnimmt. Das war in den bisherigen Versuchen nicht gewährleistet.

Um zuverlässige Arzneimittelprüfungen zu erhalten, müssen zuerst die objektiven Symptome (also alle anderen Symptome, als die psychischen Symptome) erhoben werden.

Das war bei den neueren Prüfungen mit Placebovergleichsgruppe nicht der Fall. Dort wurden überwiegend psychische Symptome erhoben und die Versuchsteilnehmer wussten, dass sie an einem homöopathischen Arneimittelprüfung teilgenommen haben.

Das Argument, wir wissen nicht, ob Homöopathie auf geistiger Ebene wirkt, wird durch die bisherigen  Versuche mit Placebogruppe nicht gestützt.

Es fehlt bei den Prüfungsanordnungen die wissenschaftliche Vorgehensweise.

Entweder will ich die Wirksamkeit der Homöopathie nachweisen, dann brauche ich keine psychischen Symptome, sondern körperliche Symptome, wie beim Versuch analog Nash.

Alle psychischen Symptome sind durch Selbstsuggestion erzielbar, also nicht verwertbar.

Oder ich will die psychische Übertragung homöopathische Mittel nachweisen, dann muss die Versuchsanordnung entsprechend aufgebaut sein.

Eine rein psychogene Übertragung homöopathischer Mittel kann ich durch den Versuch analog Nash nachweisen oder widerlegen, wenn ich die Verumflasche mit glonoinum nicht öffne, sondern verschlossen in die Hand nehme und solange schüttel, bis ich angeblich psychische Symptome erhalten.

Auch hier darf der Proband nicht wissen, ob er überhaupt am Versuch teilnimmt und ob er das Verum oder das Placebo erhalten hat.

In § 33 Org. 6 postuliert Hahnemann die absolute Wirkung homöopathischer Mittel, was letztlich auch ohne geistige Einflussnahme bedeutet. Andernfalls wäre die Wirkung homöopathischer Mittel nicht absolut.

Nach der von mir vertretenen Theorie wirkt das homöopathische Mittel über den second messenger direkt auf die Lebenskraft. Da Hahnemann die second messenger Theorie nicht kennen konnte, musste er seine Beobachtungen anders umschreiben.

Ob geistige Einflussnahme direkt auf den second messenger wirkt, ist bisher nicht behauptet worden. Die physikalische Übertragung wäre nicht plausibel, da die Reichweite der second messenger Signale auf das Gebiet der Zelle beschränkt sein dürfte.

Mit der angeblichen Placeboforschung ist in den letzten Jahren mehr Unheil angerichtet worden, als irgendein Erkenntnisgewinn daraus zu verzeichnen gewesen wäre.

Die wissenschaftliche Grundlage für Placeboversuche muss völlig überdacht und neu aufgestellt werden. Was die schulmedizinischen Versuche dazu angeblich erbracht haben wollen, wird von meiner Seite nicht einmal ansatzweise als Erkenntnisgewinn angesehen. Es fehlt das theoretische Modell der Placeboversuche und eine darauf aufbauende Versuchsanordnung.

Was sich mit Placeboforschung beweisen lässt ist die Suggerierbarkeit von psychischen Zuständen. Daraus wurde von einigen Forschern bereits die Suggerierbarkeit von Heilungserfolgen gemacht. Soweit es um objektivierbare Krankheiten geht, wie Diabetes mellitus Typ 2 sind solche Suggestionen generell ungeeignet, homöopathische Mittel jedoch schon geeignet, um die Krankheit zu heilen oder zu bessern.

In der Placeboforschung ist es wie mit den drei Hexen:

When shall we three meet again?

In thunder, lightning, or in rain?

When the hurly-burly´s done,

When the battle´s lost and won.

that will be ere the set of sun.

Where the place?

Upon the heath…

fair is foul and foul is fair…

Dann lassen wir die Hexen weiter den Kessel heizen. Der Jüngling zum Verzehr als Hexenspeise ist bereits erwählt. Das Krötenblut ist angerichtet.

Das Weltbild der Placeboforscher ist rein suggestiv aufgebaut. Krankheit ist etwas anderes als Suggestion und Hypnose. Der non-Opioid-Anteil der Placebowirkung ist bis heute nicht erforscht. Außer Schmerzlinderung ist davon nichts zu erwarten. Die Heilung von (chronischen) Erkrankungen erfolgt nicht auf diese Weise. Akute Krankheiten heilen in den meisten Fällen durch die körpereigenen Heilungsprozesse auch ohne jede Suggestion.

Wenn Krankheiten so einfach mit roten Placebopillen zu heilen wären, hätten wir sie längst in die Medizin eingeführt.

Homöopathische Pillen sind jedoch kein Placebo, sondern ein sehr wirksames und falsch angewendet auch gefährliches Heilmittel. Sie wirken völlig unabhängig von unserem Bewusstsein oder anderweitiger Wahrnehmung objektiv auf den Organismus, auch bei Pflanzen und Mikroben.

Möglicherweise wirken die drei Hexen auch auf unseren Gesundheits- und Geisteszustand ein. Das erfolgt dann durch geistige Einwirkung. Dieser Zustand wurde von Herrn Walach als geistige Verschränkung umschrieben.

Homöopathie heilt durch Einnahme der homöopathischen Mittel, soweit sie passend ausgewählt wurden, also wie Hahnemann schreibt, durch Berühren der Nervenenden, nicht jedoch durch geistige Einwirkung.

Nur sollten diese Heilweisen nicht als identisch angesehen werden.