ALS – amyotrophe Lateralsklerose

„Bethesda – Wird die amyotrophe Lateralsklerose (ALS), die häufigste Erkrankung von Motoneuronen, durch Retroviren ausgelöst, die sich im Verlauf der Evolution ins menschliche Genom „geschlichen“ haben und durch Mutationen im Verlauf des Lebens wieder reaktiviert wurden? Für diese Hypothese liefern US-Forscher in Science Translational Medicine (2015; 7: 307RA153) zahlreiche Belege. Sollten sie zutreffen, dann könnten HIV-Medikamente bei der Erkrankung wirksam sein.“

http://www.aerzteblatt.de/nachrichten/64368/Studie-sieht-Schlaefer-Viren-als-Ursache-der-Amyotrophen-Lateralsklerose

De Therapie mit HIVMedikamenten verlief jedoch bereits vor Jahren erfolglos.

Wie ist dieser Vorgang aus der Theorie der chronischen Krankheiten nach Hahnemann zu beurteilen?

Hier ist eindeutig Nervengewebe geschädigt. Damit dürfte der Formenkreis der syphilitischen Erkrankungen im Sinne der chronischen Krankheiten betroffen sein. Syphilitische Krankheit kann heute nicht mehr wie bei Hahnemann als Syphilis im strengen Sinne betrachtet werden, sondern als Krankheit, die ähnliche Symptome erzeugt wie eine Syphilis. Syphilis selbst spielt bei uns heute eine untergeordnete Rolle.

Der obige Beitrag führt aus, dass 8% des Erbguts mit Retroviren durchsetzt ist.

Dann wörtlich:

„Zu einer Virusinfektion passt auch, dass die ALS im Gehirn an einer Stelle beginnt und sich dann allmählich über das gesamte Gehirn ausbreitet. Die ALS beginnt beim Menschen in der Regel im Alter von über 50 Jahren und endet innerhalb von drei Jahren mit dem Tod.“

Wenn man die Infektionstheorie ernsthaft vertreten will ergibt sich die Frage, aus welchem Grund die Infektion und Ausbreitung im Gehirn ausgerechnet bis nach dem 50. Lebensjahr wartet. Bei einer Infektion würde nahe liegen, dass sie vom Infektionszeitpunkt an, das ist vermutlich im Jugendalter, eine ständige Ausbreitung und Affizierung des Nervengewebes erfolgt.

Das ist offenbar nicht der Fall. Das Abwehrsystem ist in der Lage den Ausbruch der Erkrankung bis nach dem 50. Lebensjahr zu verschieben.

Dieser Verlauf ist jedoch sehr typisch für syphilitische Erkrankungen im Sinne der chronischen Krankheit Syphilis, besser analog Syphilis, nach Hahnemann.

Wir wissen natürlich nicht, ob da Retroviren tatsächlich die Ursache der Erkrankung bildet.

Wir behandeln diese Erkrankungen jedoch möglichst bevor sie ausbricht, wenn wir in der Familienanamnese eine gewisse Wahrscheinlichkeit erkennen können, dass unser Patient möglicher weise eine derartige Krankheit vererbt bekommen haben könnte.

Die dafür passenden homöopathischen Mittel hat Herr Hahnemann in seinen chronischen Krankheiten ausreichend beschrieben. Deshalb erspare ich mit dazu weitere Kommentare.

Abgrenzung zu Geistheilungen:

Die Vertreter der Geistheilungen in der Homöopathie sind der Auffassung, dass Krankheiten durch einen krankhaften Charakter vererbt werden, der nur erkannt und mit Hilfe des Periodensystems erfasst werden müsste. Diese Auffassung steht im Widerspruch zu den Schriften von Hahnemann.

einseitige Krankheiten

Hahnemann versteht unter den einseitigen Krankheiten, bei denen kaum Hauptsymptome zu erkennen sind und den Rest der Zufälle verdunkeln. Sie gehören normaler weise zu den chronischen Krankheiten (§ 173 Org. 6).

Das trifft besonders für die Geisteskrankheiten zu. Jedoch auch bei den Körnerkrankheiten ist die Geistesverfassung verändert (§ 210 Org. 6). In Anmerkung 125 beschreibt er, dass Körperkrankheiten auch die Gemütssymptome verändern.

An dieser Stelle ist anzumerken, dass der Gemüts- und Geisteszustand eines Patienten keinesfalls als statisch anzusehen ist. Er verändert sich mit dem Krankheitsfortschritt oder der Krankheitsbesserung. Die Auffassung einiger Gegenwartshomöopathen, welche die Meinung vertreten, dass ein homöopathisches Mittel einem bestimmten Charakter entsprechen würde, wurde bereits mit dieser Bemerkung Hahnemanns in Frage gestellt. Der Charakter ist eher als dynamische Reaktionsweise des Organismus anzusehen und nicht als Symptom einer bestehenden Krankheit.

Hahnemann sieht Psora als Ursache der chronischen Krankheiten an.

Dazu gehört nach seiner Auffassung ein Hautausschlag, dessen Beseitigung zu den einseitigen chronischen Krankheiten führen würde (Chron. Krankheiten Bd. 1, 99).

Im bereits früher vorgestellten Fall „Geukens und der Schnupfen“ wurde von mir ausgeführt, dass Herr Geukens einen Patienten jahrelang mit Rhus tox. behandelt hatte. Dieser entwickelte jedoch nach jahrelanger Behandlungsdauer einen Krebs.

Herr Geukens fragte sich dann wie kann das sein? Es war ordnungsgemäß behandelt, wieso kann er dann Krebs bekommen?

Der Krebs hätte nach seiner Auffassung nichts mit der homöopathischen Behandlung zu tun.

Aus der Theorie der einseitigen Krankheiten stellt sich der Fall so dar, dass durch die ständige Wiederholung des Rhus tox. der Schnupfen ausgeblieben ist. Das war als die Unterdrückung einer Heilungsreaktion durch das homöopathische Mittel anzusehen.

In der Folge bekamt der Patient nicht zufällig Krebs, sondern gesetzmäßig. Das ist von Herrn Geukens nicht thematisiert worden und ist auch bis heute den Hochpotenzlern nicht deutlich.

Der Fall wurde bereits letztes Jahr von mir für die AHZ ausgearbeitet und wartet auf die Veröffentlichung.

Krankheitsbegriff Hahnemann – Alternativmedizin

geistartige Wirkung:
heißt bei Hahnemann dynamische Wirkung, durch Berühren der
Nervenenden
bei den Geistheilern: Wirkung durch geistige Einflussnahme
Krankheit:
ist bei Hahnemann nicht ausreichend definiert als kranke
Menschen gesund zu machen.
bei den Geistheilern: Erfassen des Gefühlszustanden und der
emotionalen Ebene, sowie die Behandlung derselben
durch das angeblich passende homöopathische Mittel
Krankheit als Leiden der Lebenskraft (§ 7 Org. 6):
Die Gesamtheit der Symptome, als das Einzige, was wir von
der Krankheit erkennen können.
Dem steht die Auffassung der Geistheiler entgegen, dass die
Krankheit am Charakter des Menschen erkannt werden könnte.
Hebung oder Beseitigung aller Krankheitssymptome als Beseitigung der
Krankheit (§ 8 Org. 6)
Hier hat Hahnemann Widerspruch durch Hufeland: „Die Homöopathik kann die
Krankheitssymptome heben, aber die Krankheit bleibt.“ (Anm. 2 zu § 8)
Kommentar: Hier liegt ausnahmsweise Hufeland richtig:
Gerade die Behandlung mit Hochpotenzen erzeugt bei älteren Patienten einen
Zustand von Symptomfreiheit, die Krankheit des Krebses oder
sonstige Mängel an dynamischer Regulation wurden dabei jedoch
nicht beachtet, sodass der Patient u. U. sogar durch die hom. Behandlung
kränker gemacht wurde, als ohne.
Die Lebenskraft ist nach Auffassung von Hahnemann für die Selbsterhaltung
unabkömmlich ( §10 Org. 6).
Nach Auffassung der Geistheiler (Grams u. a.) ist die Lebenskraft heute überflüssig.
Das moderne Medizin nicht ohne Lebenskraft gedacht werden kann, ist
oft genug ausgeführt worden, worauf hier nur verwiesen wird.
Nur die krankhaft verstimmte Lebenskraft bringt die Krankheit hervor (§ 12 Org. 6)
Das Verschwinden aller Krankheitsäußerungen bringt angeblich die Integrität des Lebensprinzips
zurück.
Auch hier irrt Hahnemann. Das Auftreten von Krebserkrankungen kann nur als
ein Mangel an Integrität des Lebensprinzips angesehen werden,
oder als ein Mangel an dynamischer Lebensäußerungen.
Sollte Krebs heilbar sein, müsste zuerst dieser Mangel an Reaktionsfähigkeit
oder Mangel an dynamischer Lebensäußerungen behoben werden.
Der Heiler hätte die innere Veränderungen, die krankhafte Verstimmung des
Lebensprinzips aufzuheben und zu vernichten.
Gott habe so offenbart, was bei der Krankheit hinweg zunehmen sei.
Dem stehen die Erfahrungen aus der Krebsbehandlung entgegen, wo
dem Patienten keine Symptome wegzunehmen sind, da sie durch
Reaktionsstarre meist bereits nicht vorhanden sind, sondern
Symptome hinzuzufügen hätte, die Symptome, welche eine gesunde
Heilungsreaktion ermöglichen, um die bösartige Krankheit zu eliminieren.

Krankheit und Tod in Form der Hochpotenzen

Der Nachruf zum frühen Tod von Dr. Alfons Geukens des Haugh-Verlages liest sich so:

„Viel Arbeit, Verantwortung und familiäre Sorgen tragen sicherlich dazu bei, dass er erkrankt und sich selbst nicht mehr zu helfen weiß. Nach langem Leiden stirbt Dr. Alfons Geukens am 18.10.2010 in Leuven.

Noch wenige Monate zuvor, berichtet René Otter, der in Zusammenarbeit mit Bea Klein 2011 eine Materia-medica-Sammlung von Geukens herausgeben wird, habe er gehofft, bald wieder unterrichten zu können. Doch Frederik Schroyens schreibt in seiner Kondolenz: „The last time I spoke with him, he was sad that the remedy which always helped him, did not improve his current condition. Very quietly, he said: You know what that means, don’t you? It means that I am blowing my last candle.”

https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/s-0030-1257576

Herr Geukens war für die schnelle Wiederholung von Hochpotenzen ab C200 bekannt.

Diese Behandlungsmethode wird von mir seit langem als gefährlich kritisiert, wenn die Patienten das 50. Lebensjahr oder mehr erreicht haben.

Sie erzeugt durch die ständige Wiederholung des angeblichen „Konstitutionsmittels“ eine arzneiliche Kunstkrankheit, gegen welche die Lebenskraft ab dem genannten Alter nicht mehr ausreichend gegensteuern kann. Das führt zu einer Schwächung der Lebenskraft und zu vorzeitigem Tod.

Wenn homöopathische Behandlung überhaupt einen tieferen Sinn haben darf, dann kann das nicht die Freiheit von Symptomen, in Anlehnung an die Gesundheitsdefinition der WHO sein, sondern ein Leben mit verträglichen Symptomen, welche Gesundheitskrisen einschließt um langfristig die Lebenskraft zu stärken.

James Tyler Kent (* 31. März 1849 in Woodhull, New York; † 5. Juni 1916 in Sunnyside Orchard, Stevensville, Montana) war ein US-amerikanischer Arzt und Homöopath. 1897 entwickelte eine Art homöopathischer Typenlehre. Er beschreibt die Wirkung homöopathischer Mittel synonym mit dem Krankheitsbild. Der Patient braucht nicht Belladonna, sondern er ist Belladonna usw. (zitiert nach Wikipedia).

Nach Kents Auffassung ist die Grundursache aller Krankheiten des Menschen eine Ordnungsstörung im Inneren des menschlichen Organismus. Diese trete in Form verschiedener chronischer Krankheiten auf.

Vithoulkas arbeitet in besonderer Weise mit den sogenannten Essenzen der homöopathischen Arzneien, indem er meint, jede Arznei hätte eine gewisse Idee in sich, die sich durch das ganze Mittel ziehen würde.

Die verschiedenen Ansätze und Richtungen wurden von Buhnkale zusammen gestellt.

Buhnkale

Kent war der erste, der die Hochpotenzhomöopathie eingeführt hat, alle anderen haben sich daran orientiert.

Kent wusste zwar von der Gefährlichkeit der homöopathischen Mittelwirkung. Dass sie in der Lage ist die eigene Lebenskraft zu vermindern und damit das Leben zu verkürzen, ist allen Vertretern der Hochpotenzhomöopathie bis heute nicht bekannt und wird von ihnen bestritten. Deshalb möchte ich das an dieser Stelle ausdrücklich betonen.

Hering war der Erste, der die Bedeutung der Heilungsreaktion in der Homöopathie hervorgehoben hat. An dieser Stelle ist der wirkliche Fortschritt in der Homöopathie zu suchen, nicht in irgendwelchen geisterhaften Spukerscheinungen und Märchen über homöopathische Mittel, die durch keine AMP gestützt sind. Die richtige Anwendung der Homöopathie unter Beachtung der Heilungsreaktion nach C. Hering und F. A. Mesmer ist die einzige Möglichkeit die Lebenskraft zu stärken und ein langes Leben zu ermöglichen.

Um das Problem weiter zu erläutern: Es reicht nicht aus, wenn ich mit einer Hochpotenz in der Lage bin alle Beschwerden des Patienten erfolgreich weg zu behandeln.

Das hat schwere Nebenwirkungen: Die Lebenskraft kommt zum Erliegen. Bewiesen wird diese These durch das zu zeitige Ableben der Homöopathen, die sich auf diese Weise selbst behandelt haben. Sie entspricht jedoch auch meiner langjährigen Erfahrung. Studien dazu existieren wie immer nicht.

Merksatz: Je höher die Potenz und das Alter, desto geringer die voraussichtliche Lebensdauer.

Homöopathie ist also keine Zaubermedizin. Beschwerdefreiheit ist gut, wenn die Beschwerden behandlungsbedürftig sind. Im Laufe des Lebens schränkt die Lebenskraft die Reaktionsfähigkeit des Organismus soweit ein, dass Infekte immer seltener Auftreten.

Das wird nur verständlich, wenn ich den Infekt nicht als ein von außen in den Organismus eingedrungenen Erreger betrachte, sondern als Gleichgewicht des Organismus zu den körpereigenen Bakterien. Dann hat der fieberhafte Infekt auf einmal nicht die Aufgabe fremde Bakterien abzuwehren, sondern das körpereigene Abwehrsystem zu stärken und für ein besseres und symptomarmes Gleichgewicht zu sorgen. die richtige Behandlung muss demzufolge nicht in der Herstellung von Beschwerdefreiheit bestehen, sondern in der Herstellung von regelmäßigen Heilkrisen in Form einer Heilungsreaktion. Nur so ist gesund ein hohes Alter erreichbar.

Die Behandlungsweise der Hochpotenzler sieht die Bestimmung eines für den Menschen spezifisches homöopathisches Mittel vor, welche in immer höhere Potenz verabreicht wird. Das funktioniert bei jungen Menschen sehr gut, besonders wenn angeborene Krankheitsanlagen behandelt werden müssen. Das Abwehrsystem ist bei ihnen auch in der Lage ein neues und stabiles, symptomarmes Gleichgewicht zu erzielen.

Mit fortschreitendem Lebensalter wird diese Behandlungsmethode problematisch, da die Lebenskraft nachlässt. Wie dann besser behandelt werden sollte, führe ich später aus.

Herr Geukens hat richtig beschrieben, dass er seine letzte Kerze bläst, mit homöopathischen Hochpotenzen und damit seine natürliche dynamische Heilungsreaktion zum Erliegen gebracht hat.

Da die Hochpotenzbehandlung von den Kolleginnen und Kollegen nicht verstanden wird, schlage ich vor sie wegen der Gefährlichkeit nicht mehr zu praktizieren.

Andernfalls werden wohl noch einige Kerzen ausgeblasen, ohne dass die Verantwortlichen überhaupt das Ergebnis ihres Tuns zur Kenntnis nehmen.

Konditionierung bei Angsterkrankungen

Wegen der erheblichen Bedeutung psychosomatischer Erkrankungen darauf ich noch einmal auf den folgenden Beitrag hinweisen:

„Patienten werden angehalten, irgendeine problematische Situation – ein Trauma, ein Gefühl, das ihnen Schwierigkeiten bereitet, eine körperliche Beeinträchtigung – mental zu aktivieren, im Körper zu spüren und dann 2) durch ein anderes Bild, das eine Lösung des Problems darstellt zu ersetzen. Dazu kommt meistens 3) irgend eine körperliche Verankerung durch den Therapeuten. Das bedeutet, z.B. bei der ursprünglichen Methode, dass der Therapeut irgendwelche Punkte beklopft, die als „Akupunkturpunkte“ oder „Stimulationspunkte“ intendiert sind und deren Aktivierung eine Veränderung der Energiebalance im Organismus bewirken sollen.“

http://intrag.info/aktuell/2014/09/20/quantenheilung-–-superplacebo-selbstheilung-oder-was/

Das Behandlungsmodell ist bestens für die Behandlung psychosomatischer Erkrankungen geeignet, hat jedoch mit Homöopathie nichts zu tun. Die von einigen Homöopathen angewendete „Sankaranmethode“ ist nicht etwa die „bessere“ Homöopathie, sondern abgewandelte Psychotherapie, ohne dass Herrn Sankaran eine entsprechende Ausbildung auf diesem Gebiet nachweisen könnte und ohne dass er sich auf den Rückgriff zur Methoden der Psychotherapie bewusst ist. Da in der Psychotherapie Fachleute existieren, die bessere Kenntnisse haben, sollten wir die Patienten an diese Fachleute überweisen, statt mit einem untauglichen Gemisch von Homöopathie mit Psychoanalyse im Trüben zu fischen und das ganze schlimmer weise auch noch als angebliche Weiterentwicklung der Homöopathie zu verkaufen.  Das gleiche gilt für Ärzte wie Herr Becker, die ähnliche fragwürdige psychotherapeutische Ansätze versuchen in der Homöopathie als Weiterentwicklung einzubringen.

Generalisierte Angsterkrankungen treten als Folgeerscheinung von zwei Weltkriegen in Deutschland besonders häufig auf, auch oft verbunden mit Depressionen.

Der Patient kann sich die angstauslösende Situation vorstellen, stellt sich vor, er hat die Angst bereits überwunden und fühlt sich wohl in einer anderen Situation. Das wird dann körperlich bekräftigt durch einen angenehmen Reflex, wie z. B. Streichen über einen unauffälligen Punkt des Körpers. Das ganze wird im Sinne der Konditionierung mehrfach wiederholt, bis die Sicherheit vorhanden ist und fertig ist die Behandlung.

Das dauert nur wenige Wochen, woran manche Therapeuten jahrelang scheitern. Wenn das dann noch mit der geeigneten homöopathischen Behandlung kombiniert wird, können wir Ergebnisse erzielen, die anders nicht erreichbar sind.

Ideologie geht bei Ebola in Liberia vor Heilung

Die Sendung vom 22.04.2015 Exakt des MDR verzerrt die Bemühungen homöopathischer Ärzte an Ebola erkrankten Patienten zu helfen. Die konsultierte Ärztin führt ab Minute 29 aus:

(Homöopathische) „Medikamente sind bekannt dafür, dass sie gerade bei Seuchen sehr vorteilhaft wirken, sie sind billig, sie haben keine Nebenwirkungen … der Patient gewinnt eine Chance.“

Dann kommen in der Sendung Schulmediziner zur Wort, die nicht die geringste Vorstellung davon haben, was die Ärzte für Homöopathie mit dieser Methode für Heilerfolge verzeichnen haben und erklären, sie glauben nicht daran, dass mit Homöopathie eine Erkrankung wie Ebola geheilt werden könnte.

Wir Ärzte für Homöopathie wissen natürlich auch nicht, ob wir Ebola homöopathisch heilen können. Auf Grund der vorliegenden Erfahrungen bei Epidemien besteht jedoch die begründete Vermutung, dass diese Heilung durch Homöopathie auch bei Ebola möglich sein könnte. Nicht umsonst hat der Weltverband homöopathischer Ärzte aufgerufen nach Liberia zu fliegen, um diesen Heilungsversuch zu unternehmen. Das Ergebnis ihrer Bemühungen wurde in der Sendung auch mitgeteilt: Die angereisten Ärzte für Homöopathie wurden von den verantwortlichen Behördenvertretern auf Veranlassung der WHO nicht zu den Patienten vorgelassen. Damit wurde in unverantwortlicher Weise den schwer kranken Patienten eine Chance auf Heilung und Überleben vorenthalten. Nicht vorenthalten, weil Homöopathie nicht wirkt, sondern weil sie nicht in das Weltbild der Entscheidungsträger passt.

Ideologie steht offenbar vor dem Recht der schwer erkrankten Patienten auf Heilung.

Einen Trost hatten die nicht Ebolaerkrankten immerhin: Die angereisten Ärzte gingen in andere Krankenhäuser und haben weitere Krankheiten vor Ort homöopathische behandelt. Diese Patienten haben sich gefreut. Die Ebolapatienten wissen nicht, was ihnen vorenthalten wurde.

Vortrag Skepkon 2014: Biophotonen – (Dr. Holm Hümmler)

Dr. Holm Hümmler hat auf YouTube einen Skeptikervortrag gehalten, den es sich lohnt anzuhören

https://www.youtube.com/watch?v=ULRCQuYGqBk&feature=player_embedded#t=0

Minute 27.17 kommt er auf das eigentliche Problem. Die außerhalb der Zelle gemessenen Biophotonen sind nicht geeignet die Zellkommunikation zu erklären.

Vorher hat er noch erklärt, dass sie möglicherweise Abfallprodukt des Stoffwechsels sind. Wenige Sätze später hat er bereits vergessen, was er kurz vorher gesagt hat.

Wenn die wenigen gemessenen Photonen außerhalb der Zelle lediglich ein Abfallprodukt darstellen, können sie nicht gleichzeitig stellvertretend für die intrazelluläre Kommunikation stehen. Das ist ein logischer Widerspruch in sich.

Ansonsten bietet der Vortrag einen guten Überblick über den historischen Ablauf der Entdeckung der Biophotonen.

Das sich zahlreiche Biophotonenproduktverkäufer auf diese Entdeckung eingeschossen haben und mit esoterischen Theorien versuchen ihre Produkte auf den Markt zu drücken ist ein ernsthaftes Problem, welches jedoch nicht der Biophotonenforschung angelastet werden darf.

Letztlich ist anzumerken, dass der Autor sich nicht einmal die Mühe gemacht hat die chinesische Biophotonenforschung vorzustellen, die ich bereits 2011 im Grundsatzbeitrag zur dieser Thematik herangezogen habe. Immerhin konnten die chinesischen Forscher den Nachweis erbringen, dass die intrazelluläre Kommunikation zumindest von Biophotonen begleitet ist, auch wenn deren Rolle bei der Informationsverarbeitung bisher nicht nachgewiesen werden konnte.

So viel Wissenschaftlichkeit sollte auch ein Skeptkervortrag aufweisen.

Vgl. http://www.quantenhomöopathie.de/79-2/

Aufschwung für ADHS-Skeptiker – die ADHS-Lüge

Die FAZ berichtet über die ADHS Problematik.

„Noch muss im klinischen Alltag aber offenbar mit großer Schnelligkeit und wenig individuellen Rücksichten eine Lösung gefunden werden. Am Rande der Tagung tauschten sich Ärzte und Therapeuten über den enormen Leidensdruck von Eltern und Kindern aus, die sich in dem Moment in den Praxen vorstellen, wenn die gesamte Familie sich mitten in einer akuten Krise befindet. Längst haben dann Lehrer Druck ausgeübt, Kinder sind verzweifelt, weil Erwachsene und Gleichaltrige sie wegen ihres Verhaltens ablehnen, Eltern bringt die Impulsivität ihres Kindes an den Rand der Erschöpfung.

„Ich möchte mich nicht mehr ständig verteidigen müssen, dass ich den Familien helfe, die zu uns kommen“, sagte der Würzburger Klinikleiter Marcel Romanos – ein Wunsch, der wohl nicht allzu bald in Erfüllung geht: Richard Sauls aufsehenerregendes Buch wird im kommenden März in Deutschland unter dem Titel „Die ADHS-Lüge“ erscheinen. Die Skeptiker haben dann wieder frischen Rückenwind.

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/familie/debatte-um-adhs-und-ritalin-alles-nur-einbildung-13321111-p3.html

Hatten wir früher als Kinder noch den Freiraum nach dem sogenannten „Schulunterricht“ an der frischen Luft zu spielen und uns auszutoben, so hängen die Kinder heutzutage nach der Schule in den Großstädten oftmals in verrauchten Stuben vor dem Fernseher oder Computer und lassen sich berieseln oder spielen das Spiel des Krieges. Das führt dann zwangsläufig dazu, dass sie den angeborenen Bewegungsdrang in der Schule aktivieren und dort aggressiv auftreten.

Die Vertreter von Ritalin und ähnlichen Eingriffen in die körperliche Unversehrtheit behaupten nunmehr eine Krankheit erkannt zu haben mit dem pseudowissenschaftlichen Namen ADHS.

Der Schweizer Kinderarzt Heiner Frei hat sich die Mühe gemacht bei solchen angeblich kranken Kindern eine homöopathische Behandlung durchzuführen. Im Ergebnis kam es zu einer Besserung der Auffälligkeiten. Ob man dazu Heilung sagen kann ist strittig, weil die Symptome bei 70% bis 80 % erblich bedingt ist, also bereits seit Generationen weiter gegeben wurden ohne dass ein Arzt sich jemals um diese Erscheinung als angebliche Krankheit bemüht hätte. Es ist also keine Krankheit, vielmehr eine Form von ungebremstem Bewegungsdrang, der eher als Lebensäußerung angesehen werden darf, denn als Krankheit. Die ADHS-Lüge  fliegt also langsam auf. Pharmakologische Ruhigstellung wird als das gebrandmarkt, was sie ist: Als eine Körperverletzung an Schutzbefohlenen, soweit der Leidensdruck beim Erwachsenen und nicht beim Kind vorhanden ist.

Soweit das Kind tatsächlich einen Leidensdruck entwickelt, wäre der geringst notwendige Eingriff zu wählen. Der besteht zuerst in den mildesten Maßnahmen, wie Sport und Bewegung. Erst wenn diese Maßnahmen keinen Erfolg haben, wäre die nächste Behandlungsstufe die homöopathische Behandlung ggf. kombiniert mit Verhaltenstherapie.

Wenn letztlich alle milden Maßnahmen keinen Erfolg bringen und das Kind weiterhin einen Leidensdruck auf Grund von Symptomen wie Unaufmerksamkeit, Impulsivität und Hyperaktivität leidet, wäre über medikamentöse Behandlung wie Ritalin nachzudenken.

Die Erfahrungen zeigen, dass dieses Stufenschema nirgendwo eingehalten wird. Die ADHS-Behandlung in der gegenwärtig praktizierten Form ist deshalb als fragwürdig und oftmals als unzulässig einzustufen.

Zu diskutieren wäre auch die Thematik, ob Gleichaltrige betroffene Kinder wegen ihres Verhaltens ablehnen und dadurch ein Leidensdruck entstehen kann.

Die Ablehnung durch Gleichaltrige ist kein auf ADHS beschränktes Phänomens, sondern eine Frage der Herausbildung von Hierarchien in der Klassengemeinschaft, also ein soziologisches Phänomen. Dabei geht es nicht um Gesundheit oder Krankheit, sondern wer den Oberaffen spielen darf und kann. Der Unterlegene in diesem Machtkampf kann durchaus behandlungsbedürftige Symptome entwickeln, die möglicherweise auch in das ADHS-Schema passen. In solchen Fällen wäre jedoch Psychotherapie eher angemessen, als eine medikamentöse Behandlung zur Ruhigstellung der Kinder. Das Kind muss ohne Medikamente in die Lage versetzt werden seine Stellung in der Klassengemeinschaft zu finden. Die bisherige ADHS-Forschung scheint sich auf einem Irrweg verrannt zu haben und mit den falschen Konzepten im Trüben zu fischen.

vgl.

https://adhs-chaoten.net/ads-adhs-nonsens-presse-medien/38335-quentenhomoeopatie-aufschwung-fuer-adhs-skeptiker-adhs-luege.html#post570073

Theorie second messenger versus Geistheilung

second messenger vs. Geistheilung
Hahnemann § 11 Anmerkung 1 durch Berühren der Nervenenden übertragen
nicht durch geistige Einflussnahme
geistartig informationsartig nicht durch eigenes Bewusstsein
Wirkung auf der Ebene des second messenger
absolute Wirkung homöopathischer Mittel:
§ 33 Org, 6
second messenger sichere Wirkung psychische Einflussnahme ungewiss
Placeboebene:
ein Placebo wirkt nur durch psychische Einflussnahme
hom. Mittel wirken durch Berühren der Nervenenden

 

In der Tabelle sind die wichtigen Argumente zusammen gefasst, die beweisen, dass Homöopathie nichts mit Geistheilung zu tun hat.

Hahnemann geht in § 11 Anmerkung 1 Org. 6 davon aus, dass die Wirkung des homöopathischen Mittels ausschließlich durch Berühren der Nervenenden übertragen wird, nicht jedoch durch geistige Einflussnahme. Nun behaupten einige Homöopathen, dass die homöopathischen Prüfungsversuche mit Placebogruppe angeblich eine geistige Wirkung homöopathische Mittel beweisen würden, weil in der Placebogruppe nach ihrer Auffassung die besseren Prüfungssymptome aufgetreten seien.

Das muss bestritten werden. Zuerst zeigen alle Versuche mit Placebogruppe, dass die Versuchsvorbereitung nicht durch einen homöopathischen Arzt selbst durchgeführt wurden, sonder auf Hersteller und Apotheke delegiert wurde. Das hat Hahnemann bereits als unzulässig angesehen. Dadurch ist nicht mehr gewährleistet, dass Placebo und Verum nicht in Berührung gekommen sind oder sogar einfach vertauscht wurden.

Dann wurden angebliche Prüfungssymtome auf psychischer Ebene in der Placebogruppe erhoben. Das ist der nächste Fehler. Psychische Symptome können bereits allein durch Einbildung hervor gerufen werden. Wenn psychische Symptome verwertet werden sollen, darf der Proband nicht wissen, ob er an einem Arzneimittelversuch teilnimmt. Das war in den bisherigen Versuchen nicht gewährleistet.

Um zuverlässige Arzneimittelprüfungen zu erhalten, müssen zuerst die objektiven Symptome (also alle anderen Symptome, als die psychischen Symptome) erhoben werden.

Das war bei den neueren Prüfungen mit Placebovergleichsgruppe nicht der Fall. Dort wurden überwiegend psychische Symptome erhoben und die Versuchsteilnehmer wussten, dass sie an einem homöopathischen Arneimittelprüfung teilgenommen haben.

Das Argument, wir wissen nicht, ob Homöopathie auf geistiger Ebene wirkt, wird durch die bisherigen  Versuche mit Placebogruppe nicht gestützt.

Es fehlt bei den Prüfungsanordnungen die wissenschaftliche Vorgehensweise.

Entweder will ich die Wirksamkeit der Homöopathie nachweisen, dann brauche ich keine psychischen Symptome, sondern körperliche Symptome, wie beim Versuch analog Nash.

Alle psychischen Symptome sind durch Selbstsuggestion erzielbar, also nicht verwertbar.

Oder ich will die psychische Übertragung homöopathische Mittel nachweisen, dann muss die Versuchsanordnung entsprechend aufgebaut sein.

Eine rein psychogene Übertragung homöopathischer Mittel kann ich durch den Versuch analog Nash nachweisen oder widerlegen, wenn ich die Verumflasche mit glonoinum nicht öffne, sondern verschlossen in die Hand nehme und solange schüttel, bis ich angeblich psychische Symptome erhalten.

Auch hier darf der Proband nicht wissen, ob er überhaupt am Versuch teilnimmt und ob er das Verum oder das Placebo erhalten hat.

In § 33 Org. 6 postuliert Hahnemann die absolute Wirkung homöopathischer Mittel, was letztlich auch ohne geistige Einflussnahme bedeutet. Andernfalls wäre die Wirkung homöopathischer Mittel nicht absolut.

Nach der von mir vertretenen Theorie wirkt das homöopathische Mittel über den second messenger direkt auf die Lebenskraft. Da Hahnemann die second messenger Theorie nicht kennen konnte, musste er seine Beobachtungen anders umschreiben.

Ob geistige Einflussnahme direkt auf den second messenger wirkt, ist bisher nicht behauptet worden. Die physikalische Übertragung wäre nicht plausibel, da die Reichweite der second messenger Signale auf das Gebiet der Zelle beschränkt sein dürfte.

Mit der angeblichen Placeboforschung ist in den letzten Jahren mehr Unheil angerichtet worden, als irgendein Erkenntnisgewinn daraus zu verzeichnen gewesen wäre.

Die wissenschaftliche Grundlage für Placeboversuche muss völlig überdacht und neu aufgestellt werden. Was die schulmedizinischen Versuche dazu angeblich erbracht haben wollen, wird von meiner Seite nicht einmal ansatzweise als Erkenntnisgewinn angesehen. Es fehlt das theoretische Modell der Placeboversuche und eine darauf aufbauende Versuchsanordnung.

Was sich mit Placeboforschung beweisen lässt ist die Suggerierbarkeit von psychischen Zuständen. Daraus wurde von einigen Forschern bereits die Suggerierbarkeit von Heilungserfolgen gemacht. Soweit es um objektivierbare Krankheiten geht, wie Diabetes mellitus Typ 2 sind solche Suggestionen generell ungeeignet, homöopathische Mittel jedoch schon geeignet, um die Krankheit zu heilen oder zu bessern.

In der Placeboforschung ist es wie mit den drei Hexen:

When shall we three meet again?

In thunder, lightning, or in rain?

When the hurly-burly´s done,

When the battle´s lost and won.

that will be ere the set of sun.

Where the place?

Upon the heath…

fair is foul and foul is fair…

Dann lassen wir die Hexen weiter den Kessel heizen. Der Jüngling zum Verzehr als Hexenspeise ist bereits erwählt. Das Krötenblut ist angerichtet.

Das Weltbild der Placeboforscher ist rein suggestiv aufgebaut. Krankheit ist etwas anderes als Suggestion und Hypnose. Der non-Opioid-Anteil der Placebowirkung ist bis heute nicht erforscht. Außer Schmerzlinderung ist davon nichts zu erwarten. Die Heilung von (chronischen) Erkrankungen erfolgt nicht auf diese Weise. Akute Krankheiten heilen in den meisten Fällen durch die körpereigenen Heilungsprozesse auch ohne jede Suggestion.

Wenn Krankheiten so einfach mit roten Placebopillen zu heilen wären, hätten wir sie längst in die Medizin eingeführt.

Homöopathische Pillen sind jedoch kein Placebo, sondern ein sehr wirksames und falsch angewendet auch gefährliches Heilmittel. Sie wirken völlig unabhängig von unserem Bewusstsein oder anderweitiger Wahrnehmung objektiv auf den Organismus, auch bei Pflanzen und Mikroben.

Möglicherweise wirken die drei Hexen auch auf unseren Gesundheits- und Geisteszustand ein. Das erfolgt dann durch geistige Einwirkung. Dieser Zustand wurde von Herrn Walach als geistige Verschränkung umschrieben.

Homöopathie heilt durch Einnahme der homöopathischen Mittel, soweit sie passend ausgewählt wurden, also wie Hahnemann schreibt, durch Berühren der Nervenenden, nicht jedoch durch geistige Einwirkung.

Nur sollten diese Heilweisen nicht als identisch angesehen werden.